Potsdamer Konferenz - Einstellungen der Staatschefs vorab

Dieses Thema im Forum "Blockbildung und Kalter Krieg" wurde erstellt von Laura123, 22. April 2020.

Schlagworte:
  1. Laura123

    Laura123 Mitglied

    Hallo zusammen,

    ich beschäftige mich mit der Potsdamer Konferenz und bin auf der Suche nach Quellentexten, die die verschiedenen Ansichten/Erwartungen der drei Länderchefs im Vorfeld der Beschlüsse in Bezug auf die künftige Deutschlandpolitik widerspiegeln.
    Ich habe gelesen, dass diese während der Konferenz dargelegt wurden und in der Langfassung des Konferenzprotokolls zu lesen sind. Ich konnte aber nicht herausfinden, ob dem so ist, da ich die Langfassung nicht im Internet gefunden habe.
    Kann mir jemand weiterhelfen?

    Danke im Voraus!
     
  2. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Frage...

    Die Web – Adresse bei googel „Quellen und Dokumente – Potsdamer Konferenz“ kennst Du!?

    Potsdamer Protokoll 02.08.1945

    è in Deutsch,

    è dto. in Englisch,

    è dto in Française und

    è dto. in no-pyccku.
     
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  3. hatl

    hatl Premiummitglied

    @Laura123
    verstehe ich es richtig, dass Du nicht die gemeinsame Mitteilung suchst, sondern Protokolle des Konferenzverlaufs?
     
  4. Laura123

    Laura123 Mitglied

    Ja genau. Ich hatte mich nicht präzise genug ausgedrückt. Sorry!
    Ich meine, dass in den Protokollen die unterschiedlichen Ansichten der drei Staatschefs zumindest in Ansätzen mitgeschrieben wurden. Das interessiert mich. Die Mitteilung kenne ich und ist mir in dem Fall nicht von Nutzen. Mich interessieren eben die unterschiedlichen Vorstellungen vorab bei Konferenzbeginn.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2020
  5. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Mastny kennzeichnet die Situation dahingehend, dass es wichtig wäre sich z.B. aus der sowjetischen Sicht die Punkte anzusehen, die diskutiert wurden und noch wichtiger die, die nicht auf der Tagesordnung standen. Im ersten Fall sah Stalin noch einen Handlungsbedarf und im zweiten entwickelten sich die Prozesse im Sinne von Stalin. Ergo: Die fundamentale Beschäftigung mit Yalto, Potsdam und der Phase nach der "Stunde Null" ist zwingend notwendig.

    Das Auftreten von Churchill war problematisch, auch weil absehbar, dass er abgewählt werden würde. Während der Konferenz erregte er den Mißmut seiner eigenen Delegation, weil er schlecht vorbereitet war und es wurde ihm vorgehalten britische Positionen zu "verschenken".

    Nicht zuletzt ist die Phase nach der Konferenz wichtig, weil Truman nach Hause kam und triumphierend feststellte: "I`ve got what I wanted to get.", und meinte damit die Zusage von Stalin, ab August Japan den Krieg zu erklären.

    Das sind nur ein paar Aspekte, die verdeutlichen, dass eine isolierte Betrachtung der Konferenz-Dokumente den Blick auf zentrale Motive verstellt.

    Und jetzt viel Spass beim Lesen der "Minutes".


    https://history.state.gov/historicaldocuments/frus1945Berlinv02/comp2

    https://history.state.gov/historicaldocuments/frus1945Berlinv02

    http://digicoll.library.wisc.edu/cgi-bin/FRUS/FRUS-idx?type=header&id=FRUS.FRUS1945Berlinv02

    https://play.google.com/store/books/details?id=y88WAAAAYAAJ&rdid=book-y88WAAAAYAAJ&rdot=1


    Mastny, Vojtech (1979): Russia's road to the Cold War. Diplomacy warfare and the politics of communism 1941 - 1945. New York, NY: Columbia Univ. Pr.
    Neiberg, Michael S. (2015): Potsdam. The end of World War II and the remaking of Europe. New York: Basic Books.
    Plokhy, S. M. (2014): Yalta. The price of peace. New York: Penguin Books.
     
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