Scheibenwagen (1802)

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von Historicus, 6. Februar 2011.

  1. Historicus

    Historicus Neues Mitglied

    Ich lese gerade das Buch "Jugenderinnerungen eines alten Mannes" von W.v. Kügelgen. Er erwähnt in seinem Buch einen sog. zweisitzigen "Scheibenwagen" etwa aus dem Jahre 1802. Ich habe im Internet leider nichts darüber finden können. Kann mir bitte jemand zeigen (Link, Foto), wie so ein Scheibenwagen ausgesehen hat?
     
  2. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Eine Kutsche mit Glasscheiben :winke:
     
  3. Historicus

    Historicus Neues Mitglied

    Oh, so einfach ist die Erklärung. Danke. :)
     
  4. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Leibnitz soll so ein Ding gehabt haben.
    Mit Ofenheizung.
     
  5. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Und was ist daran das Besondere?
    Wie sah sowas aus?
     
  6. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Die Scheiben :D
    Soll heißen: in der Kutsche war es hell und trotzdem war man vor Witterung und Zugluft geschützt.

    Scheibenwagen ist einfach nur ein synonymer Begriff für geschlossene Kutsche :winke:

    http://www.ilmtal-radwanderweg.de/html/img/pool/kutschen_museum_auerstedt.jpg
    http://www.humbert-online.de/pic/lissabon_013.jpg
    http://www.h-e-eisenring.ch/USA_Kan...12_Teil/Cardston, Kutschenmuseum, Kutsche.jpg
     
  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich hatte gedacht, es ginge um was besonderes. Scheiben (also Fensterscheiben) hatten ja so ziemlich alle besseren, geschlossenen Fahrzeuge.
     
  8. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Nein, leider nicht. Die explizite Erwähnung des Scheibenwagens durch Wilhelm von Kügelgen zeigt aber zumindest den Statuswert einer geschlossenen und mit Scheiben versehenen Kutsche. ;)
     
  9. Historicus

    Historicus Neues Mitglied

    Noch ein paar Infos zu diesem Scheibenwagen:

    erste Variante (ca. 1802 oder früher)

    • 2-sitzig
    • gekauft "aus den Effekten eines abgehenden englischen Gesandten in Petersburg"
    • Farbe: strohgelb
    gepimpte Dresdner Version (ca. 1807)

    • zu einem 4-sitzigen Wagen ausgebaut
    • umgefärbt in dottergelb =)
    • gezogen von 4 Pferden
    • hohe Federung

    Hier noch ein kleiner Reim passend zum Thema =):

    Auf der Wiener Wienergass,
    kommt der Würstchenmann gesaust.
    Weshalb kommt er denn gesaust?
    Weil ihm Würstchen sind gemaust.
    Und der Kutscher auf dem Bock,
    schiss vor Lachen in den Rock.
    Und die Herrschaften im Wagen,
    konnten den Gestank nicht ertragen.
    Und der Hund, der hinten lief,
    lachte sich das Arschloch schief.
     
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