Sozialhilfe in der Kritik zur Weimarer Zeit

Dieses Thema im Forum "Die Weimarer Republik" wurde erstellt von Radio12, 24. August 2012.

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  1. Radio12

    Radio12 Gast

    Hallo ich wollte wissen ob jemand weiß ob die Sozialhilfe oder die Arbeitslosenhilfe in der Zeit der Weimarer Republik stark kritisiert worden ist?

    Danke für eure Antworten!
     
  2. Moltke d. Ä.

    Moltke d. Ä. Neues Mitglied

    Ohne eine Antwort geben zu können, wollte ich erwähnen, dass diese Frage sehr interessant ist.
    Es kommen mir aber weitere Fragen auf. Weshalb sollte die Sozialhilfe und die Arbeitslosenhilfe negativ kritisiert worden sein?
    Bei staatlicher Unterstützung ruft doch bekanntermaßen jeder "hier".
    Aus der Kaiserzeit weiß ich zumindest, dass diese Unterstützungen zu niedrig gehalten wurden und von daher viele Beschwerden seitens des Volkes aufkamen.
    Meinst du das vielleicht? Das es zu wenig Zuwendung gab?
    Mich würde ja auch interessieren, wie es mit der staatlichen Unterstützung während der Weltwirtschaftskrise aussah.
     
  3. Radio12

    Radio12 Gast

    Sozialhilfe/Arbeitslosenhilfe

    Hi nein nicht nur die Höhe interessiert mich sondern auch wie diese betrachtet worden wurde es gesellschaftlich als notwenig gesehen und wie sahen, dass Bürgerlichen Kreise vor allem die liberalen,konservativen Kreise? Mir ist da ein Zitat eines erzkonservativen Soziologen aus dieser Zeit bekannt aber leider nur noch dem Sinn nach: Arbeitslosenhilfe die Bereitschaft zur Arbeit hemmt. Hnd das zu Zeiten der Wirtschaftskrise!!

    Hoffe es ist klarer geworden was ich wissen will....
     
  4. michaell

    michaell Aktives Mitglied

    Eine Arbeitslosenversicherung wurde erst 1927 eingeführt. Grundlage dieser Gesetzgebung war § 163 der Weimarer Verfassung, in dem es hieß:

    "Jedem Deutschen soll die Möglichkeit gegeben werden, durch wirtschaftliche Arbeit seinen Unterhalt zu erwerben. Soweit ihm angemessene Arbeitsgelegenheit nicht nachgewiesen werden kann, wird für seinen notwendigen Unterhalt gesorgt."

    Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld hing m.W. von der Dauer des vorherigen Beschäftigungsverhältnisses ab. Lief der Anspruch aus, war der Arbeitslose auf die kommunale Wohlfahrt angewiesen.

    Widerstand gegen die Arbeitslosenversicherung kam erwartbarerweise von Arbeitgeberseite. Einerseits wurde unterstellt, die Zahlung von Arbeitslosengeld nehme dem Arbeitslosen die Motivation, sich um eine neue Stelle zu bemühen und sei de facto öffentlich alimentierte Faulheit, andererseits verteuerte der Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung natürlich die Lohnkosten.
     
  5. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

  6. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  7. Radio12

    Radio12 Gast

    Danke für eure Antworten- weiß noch jemand Zitate zum THema Sozialversicherung?
     

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