Sprüche, Gebete der Minnesänger

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von beri_83, 16. Oktober 2007.

  1. beri_83

    beri_83 Neues Mitglied

    Hallo Forum,

    ich bin fasziniert von diesem Forum.

    Darum gleich meine Nächste Frage

    Wer kennt Sprüche und/oder Gebete von Minnesänger?
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Der Minnesang, das sind Liebeslieder. Daher würde die Frage richtiger lauten, ob wir Texte der mittel(hoch)deutschen Dichter kennen. Dies nur, um die korrekte Terminologie anzuwenden. In der Bibliotheca Augustana sein eine Reihe solcher Texte veröffentlicht: bibliotheca Augustana
     
  3. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    Eine ausgezeichnete Anthologie ist diese:
    Deutsche Lyrik des Mittelalters (Manesse Bibliothek der Weltliteratur) (Gebundene Ausgabe)
    von Max Wehrli (Autor)
    ISBN-10: 3717510967
     
  4. Mercy

    Mercy unvergessen

  5. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Ich erlaube mir, ergänzend noch auf folgenden Thread hinzuweisen: http://www.geschichtsforum.de/f48/der-minnesang-die-minnelieder-2803/

    Wie bereits von El Quijote angemerkt, sollte hierbei differenziert werden zwischen der reinen Liebeslyrik - also dem, was man eigentlich unter Minnesang versteht -, der religiösen Dichtung - für welche ich mitunter auch schon die Bezeichnung Gottesminne gelesen habe - und der Spruchdichtung.

    Thema der Liebeslyrik ist eben die Minne.
    Religiöse Dichtung thematisiert v.a. die Wallfahrt in Waffen (Kreuzzüge - Anm. von mir) - das bekannte Palästinalied des Walther von der Vogelweide gehört bspw. dazu.
    Spruchdichtung hat entweder lehrhaften bzw. moralisierenden Inhalt (Sprechspruch, z.B. bei Freidank) oder politischen Inhalt (Sangspruch, z.B. bei Walther von der Vogelweide).

    Daneben existiert jedoch auch noch eine weitere Form, nämlich epische Lyrik, in welcher sagenhafte Stoffe verarbeitet werden, in die wiederum das höfische Ideal der Minne ebenso einfließt wie das höfische Lebensgefühl. Geschildert wird also eine idealisierte höfische Welt, in welcher der Ritter zur Ehre seiner Dame und/oder des Hofes eine Reihe von Abenteuern bestehen muß. Als Beispiel möchte ich hierzu die Werke Parzival, Willehalm und Titurel des Wolfram von Eschenbach nennen.
     

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