Stein gefunden

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Anna., 23. Oktober 2011.

  1. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied


    Nichts für Ungut, Stonehunter. Aber bevor du weitere Aussagen dazu machst, was mit verschiedenen Materialien technisch machbar ist und was nicht, solltest du dir die entsprechenden Grundlagen aneignen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2011
  2. Wsjr

    Wsjr Aktives Mitglied

    Es gibt jetzt aber gebohrte Äxte aus Felsgestein (Amphibolit, Akhinolith, Grünschiefer uä.)
    feuersteinaxt - Google-Suche

    Gebohrte Feuersteinäxte gibt es aber historisch nicht.
    Spricht auf jeden Fall schon mal dafür dass es die Mühe nicht Wert war einen Feuerstein zu bohren. Bei einer Mohshärte von 7,5 bestimmt n Arsch voll Arbeit.
    Aber die Ägypter haben auch mit Sand, Wasser, Stein und Bronze Granit geschnitten bekommen und spiegel glatt geschliefen.
    Also wer die Zeit hat.
     
  3. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Eine Axt aus Feuerstein mit Bohrung würde recht wenig Sinn machen da sie in der Anwendung zu empfindlich wäre.

    Es ging mir nur um die erneute absolute Aussage, dass "Feuerstein viel zu hart ist um gebohrt zu werden." Nachdem wir erst vor kurzem die Diskussion darüber hatten, ob man Holz mit Feuer härten kann, geht es nun um die Bohrbarkeit von harten Stoffen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2011
  4. Wsjr

    Wsjr Aktives Mitglied

    Ja klar hast schon Recht.
    Wobei, durch die Amorphe Kristallstruktur des SiO2 müsste die Kraftübertragung gleichmäßiger vonstatten gehen.
    Wieso wurde dann weicheres Felstgestein gebohrt und als Axt verwendet? Die Schwäche in der Struktur bleibt und kann bei weicheren Gesteinen noch massiver ausfallen.
    Ich weiß nicht ob Schwäche das Argument wäre, wenn man doch gebohrte Äxte aus Metamorphen Gesteinen hat.
     
  5. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Diese anderen Gesteinsarten haben eine größere Zähigkeit, bzw ist Feuerstein spröder.
    Der Unterschied ist die Energie die aufgenommen werden kann, bevor das Material bricht. Das ist eigentlich auch die Eigenschaft die es erlaubt, Feuerstein mit relativ einfachen Mitteln zu bearbeiten. Konzentrierter Druck an einer Stelle führt schon zum Absplittern eines Teiles. Andere Gesteinsarten die nicht so hart sind, sind auch nicht so sehr spröde.

    Der zweite Punkt ist schlicht der Querschnitt. Andere Gesteinsarten werden als Axt mit einem relativ wuchtigem Profil und verhältnismässig stumpfen Winkeln angefertigt. Die Wucht des Schlages verteilt sich auf ein größeren Querschnitt. Feuersteinspitzen konnte man Scharf gestalten, sie wurden dabe aber recht schlank und dadurch fragil.

    Obsidian ist z.B. auch sehr hart und wurde für Waffenspitzen und Schneiden ähnlich verwendet, als Schmuck wurde es jedoch schon lange gebohrt.
     
  6. Wsjr

    Wsjr Aktives Mitglied

    Da ist was dran. Retuschieren oder weiche bearbeitungsmethoden kann man bei den meisten metamorphen Gesteinen vergessen.
     

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