Straßenbenennung

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Ezio, 3. April 2010.

  1. Mercy

    Mercy unvergessen

    So sind sie die Albstädter:
    Ein Teil der Mehlbaumstraße wurde im Jahr 1938 in Karl-Peters-Straße umbenannt. Im Jahr 1989 hat sich der Gemeinderat der Stadt Albstadt mit der Namensgebung befasst und in Karl-Peter-Straße geändert.

    Nach unseren Erkenntnissen können wir Ihnen nicht bestätigen, dass es sich bei Karl Peter um einen Lokalpolitiker handelte.
    :grübel:
    Sybillinische Auskunft der Stadtverwaltung.
     
    1 Person gefällt das.
  2. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied


    Und über den Hindenburgdamm.:winke:
     
  3. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Der Hindenburgdamm steht für mich als Symbol für die Überzeugung des Menschen, die Natur beherrschen zu können, ohne wahrhaben zu wollen, dass er damit Kräfte entfesselt, die ihm (bzw. Sylt) den Untergang bringen können.

    Daher finde ich den Namen sehr passend.
     
    1 Person gefällt das.
  4. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied


    In welchem Zusammenhang bringst du denn das Ganze mit Hindenburg? Doch hoffentlich nicht , das er angeblich ein großer Feldherr war? Denn, das war er ganz gewiss nicht.

    Und ein Lügner war er obendrein, denn gleich nach seiner Wahl als Reichspräsident, hat er es für richtig befunden, die gesamte Weltöffentlichkeit zu belügen.

    Auch war Hindenburg peinlichst bemüht, seine Rolle bei der "angeblichen" Flucht Wilhelms ins niederländische Exil zu kaschieren.

    Unbegreiflich, das nach diesem Herrn immer noch Straßen, Plätze oder sogar der Damm zwischen Schleswig-Holstein und Sylt benannt sind.
     
  5. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Hier ein paar Beispielse der "Heldentaten" Hindenburgs.

    Diese Gesetzt/Verordnungen tragen alle die Unterschrift Hindenburgs:

    Einschränkung der Versammlungs- und Pressefreiheit durch die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes. vom 4. Februar 1933.

    22.0.2.1933 ordnet Innenminister Göring an, das SS, SS und Stahlhelmleute als Hilfspolizisten einzusetzen sind.

    Am 8.02.1933 setzt die Verordnung zum Schutze vom Volke und Staat (kurz Reichstagsbrandverordnung) wesentlich Grundrechte wie beispielsweise Post- und Fernsprechgeheimnis, Meinungsfreiheit, Presse-, Vereins- und Versammlungsfreiheit, Unverletzlichkeit von Eigentum und Wohnung außer Kraft.

    Erlass vom 13.03.1933 über die Einrichtung des Reichsministeriums für Propaganda und Volksaufklärung.

    Erlass vom 21.03.1933 zur Abwehr heimtückischer Anngriffe gegen die Regierung der nationalen Konzentration. Mit Hilfe dieses Gesetzes war es schon möglich, Menschen aufgrund mündlicher Kritik an der NSDAP zu verfolgen.

    Verordnung der Reichsregierung vom 21.03.1933 über die Bildung von Sondergerichten, wie beispielsweise der berüchtigte Volksgerichtshof.

    Der Völkische Beobachter meldet die Einrichtung des KZ Dachau.

    Gesetz zur Behebung der Not vom Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz) vom 24.03.1933 (Ausschaltung von Reichstag und Reichsrat). Dieses Gesetz wurde 1937, 1939 und 1943 jeweils in seiner Gültigkeitsdauer verlängert.

    Einführung der Todesstrafe am 29.03.1933.

    Erste Verordnung (05.04.1933) und Zweites Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich (07.04.1933).

    02.05.1933 Zerschlagung der Gewerkschaften.

    21.05.1933 Gesetz über die Einziehung kommunistischen Vermögens.

    22.06.1933 Verbot der SPD

    04.07.1933 Auflösung der BVP

    05.07.1933 Auflösung des Zentrums

    14.07.1933 Gesetz gegen die Neubildung von Parteien

    14.07.1933 Gesetz über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens
    Wer hat Hindenburg eigentlich gezwungen diese zu unterzeichnen.?

    Anmerken möchte ich auch, das Hindenburg in seiner Eigenschaft als Reichspräsident Hitler hätte entlassen können, aber der hatte offenkundig vollkommene Narrenfreiheit. Man beachte wegen welcher Lächerlichkeit beispielsweise Brünning seinen Dienst quuitieren musste. Und nicht zu vergessen: Hindenburg war Oberbefehlshaber der Reichswehr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Januar 2011
    3 Person(en) gefällt das.
  6. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Man muss bitte auch einmal bedenken, das Hindenburg doch nur aufgrund des Sieges von Tannenberg später zum Reichspräsidenten gewählt worden war und dann Hitler zum Reichskanzler ernennen konnte.

    Aber was hat Hindenburg denn schon tatsächlich an strategischen Gedankengut zu der Schlacht beigetragen?
    Die Pläne sind im groben schon vor der Ankunft von Ludendorff und Hindenburg vom Ia der 8.Armee Oberstleutnant Max Hoffmann ausgearbeitet worden. Ludendorff und der Stab der 8.Armee haben dann noch die "Feinarbeit" geleistet. Und was tat Hindenburg in dieser Zeit?

    Hindenburg befand es angesichts der angespannten Lage als Oberbefehlshaber der 8.Armee für wichtig, die Gebeine seines jüngeres Bruders und dessen Sohn auf Gut Neudeck auszubuddeln, damit diese nicht von den Russen geschändet werden können. (1)

    (1) Görlitz, Hindenburg, S. 67
     
    1 Person gefällt das.
  7. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Dazu gibt es folgende Anekdote. Auf dem Höhepunkt des Hindenburg-Kultes in den 1920ern gab es einen regelrechten Schlachtfeld-Tourismus. Ein ehemaliger Stabsangehöriger zeigte Hindenburgs Unterkunft im Hauptquartier der 8. mit den Worten:

    "Hier hat unser Generalfeldmarschall vor, nach -und unter uns gesagt- auch während der Tannenberg-Schlacht geschlafen..."
     
  8. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    :yes:


    In einem unserer Teilorte gibt es (übrigens erst seit 1963 :grübel:) eine Auguste-Supper-Straße. Regelmäßig alle paar Jahre kommt der Gemeinderat auf die Idee, dass dieser Straßennamen nicht ganz glücklich gewählt sei und verlangt eine Überprüfung und ggf. auch Umwidmung.

    Auguste Supper war Schriftstellerin und Dichterin und ganz nebenbei eine der glühendsten Verehrerinnen Hitlers - was sich natürlich in ihren Gedichten und Romanen niederschlug. Das wiederum dankte ihr das Regime mit der Verleihung der Ehrensenatorwürde und des schwäbischen Dichterpreises.

    Als nun wieder einmal über den Supper-Straßennamen diskutiert wurde, bemerkte man, dass es auch noch einen Jakob-Andler-Weg gibt. Dieser Jakob Andler hatte als Vogt die Stadt im Dreißigjährigen Krieg schmählich verraten und im Stich gelassen. Seinem unrühmlichen Verhalten wird die fast vollständige Zerstörung der Stadt und die Dezimierung der Bevölkerung um etwa 80% zugeschrieben. Eigentlich müsste man nun auch diesen Weg umwidmen...

    ... tut man aber nicht. Sowohl Jakob Andler als auch Auguste Supper gehören nunmal untrennbar zur Geschichte der Stadt, wenn es auch die weniger rühmlichen Kapitel sind, die sie geschrieben haben.
     
  9. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Ich kann darüer nur den Kopf schütteln. Straßennamen sollten, wenn überhaupt, nur Namen von Persönlichkeiten tragen, die über jeden Zweifel erhaben sind.

    Denn wenn es danch geht, das X,X, Z zu der Geschichte unserer Stadt gehören, dann könnte man ja in gewissen Städten auf die Idee kommen, Straßen nach Hitler, Himmler etc. zu benennen.
     
  10. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    Nun ja, aber Werte und Moralvorstellungen einer Gesellschaft unterliegen einem Wandel. Was für uns heute beachtenswerte Kunst ist, galt vor 70 Jahren als entartet. Nicht anders verhält es sich mit dem Ansehen von Persönlichkeiten.Wieviele unrühmlichen Gestalten der Geschichte waren Helden ihrer Zeit? Wie werden unsere Kinder und Kindeskinder über die "Helden unserer Zeit" denken?

    völlig Deiner Meinung!
     
  11. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Die "Kriterien" des Dritten Reiches, was Kunst bzw. die sogenannte "entartete" Kunst war, hat wohl mit der Kunst herzlich wenig zu tun.

    Sicher ändern sich Werte- und Moralvorstellungen. Aber wenn man etwas als. ich formuliere es sehr zurückhaltend, falsch erkannt hat, dann ist es nicht erforderlich das Gedenken an solchen fragwürdigen Persönlichkeiten hochzuhalten. Denn ansonsten könnten, wie ich oben ja schon ausführte, auch noch ganz andere, damals ebenfalls hochverehrte verbrecherische Persönlichkeiten, durch Starßenbennungen geehrt werden.
     
    1 Person gefällt das.
  12. R.A.

    R.A. Neues Mitglied

    Das heißt de facto: Man sollte Straßen grundsätzlich nicht nach Personen benennen.
    Denn es ist ja schon zu Lebzeiten schwierig bis unmöglich Persönlichkeiten zu finden, denen man wirklich überhaupt nichts kritisches nachsagen kann. Und wo man sie vielleicht findet, muß man dann doch nach einigen Jahrzehnten umbenennen, wenn sich die gesellschaftlichen Maßstäbe geändert haben.

    So mal als Beispiel: In unserem ehemaligen Residenzstädtchen sind eine ganze Reihe von Straßen und Plätzen nach irgendwelchen alten Herrschern oder anderen Mitgliedern des Herrscherhauses benannt.
    Die waren natürlich alle - Überraschung - Monarchisten und strikte Gegner der Demokratie. Völlig inakzeptabel nach heutigen Maßstäben.
    Es ist auch recht schwierig vor 1900 Personen zu finden, deren Haltung zur Frauengleichberechtigung dem aktuellen Stand entspricht, oder die nicht Anhänger der Todesstrafe waren etc ...

    Im wesentlichen zeigen Straßennamen die Prioritäten der Generation, die bei Benennung lebte. Und die kann auch umbenennen, wenn sie es sich anders überlegt. Und das sollte man dann als Enkel oder Urenkel als historisch gewachsen akzeptieren.

    "Anders überlegt", das gab es in ganz geringem Ausmaß 1918 (die meisten monarchistischen Namen wurden behalten), das gab es 1933 in die eine und 1945 wieder zurück in die andere Richtung, das gab es in der DDR erst in die eine Richtung und 1990 dann wieder zurück - und diese zeitgenössischen Änderungen finde ich legitim und damit ist das Thema eigentlich erledigt. Jetzt noch einmal nachkarten, ob man vor 20 oder vor 60 Jahren irgendwo anders hätte abgrenzen sollen - was soll das?

    Nochmal als Beispiel: Nach dem Krieg gab es in unserem Ort eine Kommission, mit lauter untadeligen Demokraten und einem Widerstandskämpfer als Vorsitzenden. Die haben dann alle Nazi-Straßennamen gestrichen, angefangen bei Hitler bis zu lokalen NS-Größen.
    Aber den Hindenburg haben sie gelassen.
    Ich persönlich halte Hindenburg für keine vorbildliche Figur, alleine die Sache mit der "Dolchstoßlegende" war unterirdisch. Und natürlich würde ich absolut dagegen sein, noch irgendetwas heute nach ihm zu benennen.
    Aber was nun den jahrzehntealten Straßennamen betrifft - müssen wir jetzt antifaschistischer sein als die echten Antifaschisten und Zeitgenossen Hindenburgs?
    Das ist halt jetzt Teil der Stadtgeschichte und kann es bleiben.
     
    1 Person gefällt das.
  13. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Nein, das habe ich so auch nicht ausgeführt.

    Zu Lebzeiten bin ich in der Tat der Meinung, sollte man von solchen Ehrungen Abstand nehmen. Aber das ist meine persönlich Meinung. Selbstverständlich unterliegen moralische Vorstellungen und gesellschaftliche Maßstäbe dem Wandel; deshalb sollte man mit solchen Ehrungen m.E. nach auch zurückhaltend und vorsichtig umgehen. Ein Mann wie Georg Elser zum Beispiel hätte m.E. so eine Ehrung durchaus verdient. Ein sehr zweifelhafte Persönlichkeit wie Hindenburg nicht. Und ich bin durchaus der Meinung, das man , mit dem heutigen Wissen, durchaus die entsprechenden Straßennamen ändern kann. Es spricht nichts dagegen. Es konnte ja in der jüngeren Vergagenheit auch ganze Städte wie Leningrad oder Karl-Marx-Stadt umbenannt werden.

    Da bin ich anderer Meinung. Wenn ich beisüielsweise fünfzig Jahre später erfahre, das Straßen, Plätze oder sonstige öffentliche Plätze und Gebäude nach überaus fragwürdigen Persönlichkeiten benannt worden sind, dann sollte man die Namen entsprechend korrigieren. Es gibt keinen Grund diese beizubehalten.
     
  14. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    Nach heutiger Mode bekommen herausragende Sportler in ihren Heimatorten Straßen gewidmet. Naürlich zu Lebzeiten, meistens recht zeitnah zur erbrachten Glanzleistung (ich weiß das ;) schließlich 'gehört' der Familie meines Mannes eine Straße in Kanada). So, jetzt stellt sich nach einem Jahr raus, der Sportler war gedopt - und dann? alles wieder umwidmen? Die Anwohner werden sich freuen!

    Entweder ich lebe damit, dass bei der Auswahl "herausragender Persönlichkeiten" Fehler gemacht wurden - und folgerichtig muss ich auch damit leben, dass mir und meinen Nachfolgern die gleichen Fehler unterlaufen können/werden - oder ich muss eben schauen, was die Vogelwelt an Namen noch so alles hergibt.

    Natürlich würde heute kein Mensch in einer Hitler-Straße oder Göbbels-Allee leben wollen. Aber man sollte schon versuchen, die Kirche im Dorf zu lassen. Dazu ein Gegenbeispiel für eine (mMn völlig überzogene) Umwidmungsaktion: Einerseits widmete man noch 1963 der oben beschriebenen Auguste Supper eine eigene Straße, andererseits musste nur ein Jahr zuvor im gleichen Ort eine "Panorama-Straße" umbenannt werden, weil diese Straße noch unter Hitlers Zeiten gebaut wurde und somit auch durch "das Regime" benamst worden war.... :grübel:
     
  15. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Ich laß die Kirche schon im Dorf; keine Sorge.

    Deshalb schrieb ich auch, du hast es sicher gelesen, das man mit solchen Ehrungen sehr zurückhaltend sein sollte, insbesondere dann wenn die betreffende Person noch am Leben sein sollte.

    Ich finde es vielmehr ein Stück Verweigerungshaltung, wenn man Erkenntnisse über Personen zugänglich gemacht bekommt, die eben so eine Ehrung nicht mehr rechtfertigen, dies mit dem Hinweis zu quittieren, lass mal die Kirche im Dorf oder man müsse den damaligen Willen respektieren. Also wirklich......:grübel:
     
  16. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Sind wir nicht eigentlich OT? Egal:
    Ich finde es nicht schlimm, Strassen etc. nach beruehmten Persønlichkeiten zu benennen, solange sie nicht eindeutig/ueberwiegend/nur negativ besetzt sind.

    Vielmehr regt es doch zum Nachdenken an, wem man den einen oder anderen Strassennamen zu verdanken hat.

    Und wenn dabei auch Schattenseiten zu Tage kommen, warum denn nicht. Es læsst sich zu (fast) jedem grossen Namen auch etwas schlechtes finden, nur ueberwiegen sollte es halt nicht.

    Wære halt die Frage, wie die "Waage" bei Hindenburg ausfællt.

    Seitdem mein alter Pfadfinderstamm von "Cherusker" in "Partner Erde" umbenannt wurde, (und das war dann ein Kompromiss, "Franz von Assisi" war eigentlich geplant) bin ich jedenfalls Namensænderungen nicht sehr aufgeschlossen gegenueber.

    Gruss, muheijo
     
  17. KeineAhnung

    KeineAhnung Aktives Mitglied

    @turgot,
    ich geb dir ja recht, deshalb habe ich ja auch bewusst zwei - wie ich finde - schon bezeichnende und provokante Beispiele ausgesucht. Gerade im Falle "Auguste Supper" irritieren mich folgende Fakten:
    a) Widmung erfolgte erst (!) 1963, bereits 1945 wurde die Supper als "fanatische Nationalsozialistin" abgerügt - sie blieb uneinsichtig - und ihre Werke wurden sämtlich vom Markt genommen. -> man WUSSTE es also schon
    b) Seit 1974 gab es insgesamt 5 Vorstöße, die Straße umzuwidmen. Die letzte Antrag wurde 1994 gestellt, im Jahr 2009 geisterte das Thema aber wieder durch die lokale Presse und wurde abermals unterbunden. -> von WEM und warum?

    Demgegenüber stehen schon beinahe "hysterische" Umwidmungen von eigentlich völlig neutralen Namen in irgendwelche anderen neutralen Namen durch den gleichen(?) Personenkreis...:grübel:

    Wollte man es richtig machen, dürfte man grundsätzlich keine Personen mehr ehren. Man läuft immer Gefahr, nicht nur dass trotz bestem Wissen und Gewissen falsche Personen geehrt werden, sondern auch dass in Einzelfällen eben nicht nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt wird. Auch dass es immer wieder Personenkreise gibt, die Korrekturen ihrer Fehler nicht ganz so spaßig finden - warum auch immer...
     
  18. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Das Problem ist halt, man hat für ein paar Tausend Euronen Drucksachen im Keller, dann kommen Umbennener, sie haben ja meist recht,
    aber wer zahlt die Drucksachen?
    Keine Sau!
    Gibt es Widerstand.
    Regen sich manche fürchterlich auf - politisch unmöglich - eine Schande für die Stadt usw. usf.....
    aber wenn es die 3 Euro kosten würde, wäre das Geschrei noch viel größer.
     
  19. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied


    Joh, aber für die privaten Feten irgendwelcher Stadtdirektoren, Ausrichtung der silbernen Hochzeit, sinnlose Beauftragung von Werbeagenturen zwecks Manipulationen der Öffentlichkeit oder das den Missbrauch von öffentlich geldern oder Mitarbeiter für die liebe Partei reicht es immer noch aus.
     
  20. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Du hast mich nicht verstanden.

    Szenario:
    Du bist Freiberufler, meinetwegen Architekt, hast Dein Büro in der "August Müller Str."
    Du brauchst an Drucksachen: Visitenkarten, Rechnungssätze, Briefbögen, Kurzmitteilungen und und und je höher die Auflage, desto geringer der Stückpreis, lässt die also im Tausend drucken. Kommen ruckizucki eine paar Tausend Euro zusammen.
    Entdeckt einer, der "August Müller" war ein ganz böser Finger, hat 1938 den Gröfaz in der XYZ-Zeitung über den Schellenkönig gelobt. Die Straße muss umbenannt werden. Bist Du gleicher Meinung. Bis Dir Deine Drucksachen einfallen. Wer zahlt die? Keiner!
    Wer teilt Deinen Kunden, Deinen Lieferanten mit, dass Du immer noch in der selben Straße hockst, die aber jetzt Heinrich Heine Straße heißt.
    Du, mit Deinem Geld. Wer ersetzt die Kosten? Keiner!

    Wetten, dass Dir ganz plötzlich wurstegal ist, ob der "August Müller" den Stalin oder den Hitler gelobt hat, wenn Du nur Deine Euronen behalten darfst.

    Das ist der Hintergrund, dass immer noch landauf landab Stra0en nach "umstrittenen" Personen benannt sind.

    Und wetten, wenn sich jeder, der sich darüber gehörig echauffiert, einen 50 Euro-Schein für die Umbennungen löhnen würde, wäre es in kürzester Zeit anders.
     

Diese Seite empfehlen