Suche Unterrichtsmaterialien/Spiele zu Herrschaftsformen

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von perelin18, 12. November 2008.

  1. perelin18

    perelin18 Gast

    Hallo Ihr Lieben,
    ich muß nächste Woche eine Doppelstunde in einer mir unbekannten Klasse halten zum Thema (in etwa): Wandel der Herrschaftsformen zwischen Absolutismus und Früher NZ.
    Gerade weil ich die Klasse nicht kenne, fände ich ein Spiel oder etwas anderes, was Spaß macht, nett... Nur leider fällt mir so auf die schnelle nichts ein, was zur Wissensvermittlung (!) taugt; alles Quiz-ähnliche würde man ja eher im Nachhinein zur Kontrolle einsetzen. Mir schwebt sowas wie eine Art Rollenspiel mit Repräsentanten der verschiedenen Herrschaftsformen vor, aber so richtig gute Einfälle wollen mir nicht kommen;
    - hat vielleicht jemand von Euch eine gute Idee? Selbstverständlich bin ich auch über andere Vorschläge dankbar, es sollte nur ein bißchen unterhaltend sein... Vielen Dank schon Mal!
     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Eine Doppelstunde? (Ich hoffe meine Vorstellungen sind nicht überzogen und sprengen den zeitlichen Rahmen.)

    Hm, das mit dem Rollenspiel gefällt mir. Vielleicht nimmst Du Primärquellen her. Das dürfte ja für die Klassenstufe, wenn Frühe Neuzeit/Absolutismus dran kommt, kein Problem sein.

    Ich könnte mir vorstellen, dass jeweils zwei oder drei Schüler sich untereinander eine denkbare Szene überlegen.

    1. Die konstituionelle Monarchie - Beispiel England. Vielleicht ist ein Schüler jemand, der eine Rede vor dem "Unterhaus" vorträgt. Die Rede kann ja von Dir gekürzt sein und die anderen der Gruppe können die jeweils andere Partei vertreten. Also Reden von Pitt dem Jüngeren oder sowas sollten sich online finden lassen, vielleicht wäre eine gut, worin auch auf die Monarchie Bezug genommen wird.
    Aufpassen solltest Du, dass Du nicht gerade eine kritische oder nicht ganz sicher konstitutionelle Zeit dafür raussuchst. Also da ist das 18.Jh. z.B. sicherlich besser geeignet als das späte 17.Jh. zur Zeit von Charles II..

    Man könnte Adelige dann auch darstellen, welche vom Entscheidungsprozess und der Politik ausgeschlossen sind. Da wäre aber Vorsicht geboten, dass man sich nicht gerade auf die Zeit der Kämpfe von Louis XV und Louis XVI bezieht, als ja eben diese absolutistische Authorität des Herrschers in Frage gestellt wurde.

    2. Der Absolutismus. Das ist schon schwieriger darzustellen. Ich meine man kann zwar zu Dritt oder so den Kern einer Rede z.B. Ludwig XV. oder Ludwig XIV. herraus arbeiten und vortragen, aber da ist die Interaktion schwerer. Vielleicht wäre eine Ratssitzung eine schöne Sache. Daran könnte man am schönsten zeigen, dass das ausgeführt wurde, was der absolutistische Herrscher wünschte, weil er ja lediglich nach einer Beratung seine Entscheidungen vermittelt. Als Gegensatz dazu haben wir ja in der "Parlamentsszene" (1.) eine gemeinsame Entscheidungsfindung von demokratisch gewählten Personen.

    ...
    Adelsrepubliken und die dem Untergang geweihten Stadtrepubliken im 18.Jh. sind eher schwer darzustellen. Man kann ja eine Königswahl in Polen inszenieren, aber da hätte ich keine Ahnung, wie man das so gut hinbekommen soll, müsste mich selbst dazu einlesen, dann müsste man zur wirklichen Verdeutlichung der Rolle des Königs Rechtswerke wie die Articuli Henriciani vortragen.

    Schwer sind im Rollenspiel natürlich Entwicklungen darstellbar. Da kann man nur einzelne Szenen machen, welche aufeinander folgen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. November 2008
  3. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

  4. Papa_Leo

    Papa_Leo Aktives Mitglied

    Hm ... wenn ich mal in meinen Unterlagen wühle, müsste ich ein fiktives Streitgespräch zwischen Hobbes, Locke und Montesquieu über ihre Staatsvorstellungen finden - bei Interesse könnte ich es evtl. als e-mail verschicken ...
     

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