Gestern verlinkte @Ravenik skeptisch einen Beitrag über die (vermeintliche) Entdeckung eines prähistorischen Lunisolarkalemders in Göbekli Tepe. @edgar reagierte (ich paraphrasiere mit meinen Worten): Ach, Sweatman, der ist mir schon mit schrägen Schlussfolgerungen aufgefallen.
Ich habe dann zu Sweatman recherchiert, „herausgefunden“, dass er Chemiker an der Uni Edinburgh ist.
Disclaimer: Die Kultur-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaften werden immer wieder von außen fruchtbar bereichert. Die Geschichtswissenschaft hat der Juristerei das eine oder andere zu verdanken, die Siedlungsarchäologie der Ökologischen Biologie und dank der Isotopen-Strontium-Analyse, der DNA-Analyse etc. können teils hundert Jahre alte Hypothesen heute endlich belegt (oder auch widerlegt werden)
Nun ist es erfahrungsgemäß leider so, dass Leute, die über keine historische oder archäologische Ausbildung verfügen und in historischen/archäologischen Fachbereichen fischen oft glauben, sie hätten bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Wenn sie dann zufälligerweise noch Angehörige einer Universität sind (also Wissenschaftler) verfügen sie oft über eine gewisse Reichweite, man denke nur an Cheshires (Biologe) „Entzifferung“ des Voynich-Manuskripts, das sensationell über die Website seiner Universität bekannt gegeben wurde. Die PR-Abteilung der Universität Bristol hätte es offensichtlich nicht für nötig gehalten, mal im Historischen Seminar oder im Seminar für Romanische Philologie nachzufragen, bevor sie diese vermeintliche Sensation veröffentlichte, die jeder Zweitsemester leicht als Unsinn hätte zurückweisen können.
Ein anderes Bsp. ist der spanische Genetiker, der weite Verbreitung mit seiner These gefunden hat, dass Baskisch und Altägyptisch engstes verwandte Sprachen seien.
Mit diesen Vorurteilen ausgestattet starte ich nun die Lektüre von Sweatmans Prehistory DeCoded. 2019.
dabei bitte ich zu beachten, dass ich zum jetzigen ZP nur wenige Seiten gelesen habe, es handelt sich also hierbei um eine Art „Werkstattbericht“.
Ich habe dann zu Sweatman recherchiert, „herausgefunden“, dass er Chemiker an der Uni Edinburgh ist.
Disclaimer: Die Kultur-, Gesellschafts- und Geisteswissenschaften werden immer wieder von außen fruchtbar bereichert. Die Geschichtswissenschaft hat der Juristerei das eine oder andere zu verdanken, die Siedlungsarchäologie der Ökologischen Biologie und dank der Isotopen-Strontium-Analyse, der DNA-Analyse etc. können teils hundert Jahre alte Hypothesen heute endlich belegt (oder auch widerlegt werden)
Nun ist es erfahrungsgemäß leider so, dass Leute, die über keine historische oder archäologische Ausbildung verfügen und in historischen/archäologischen Fachbereichen fischen oft glauben, sie hätten bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Wenn sie dann zufälligerweise noch Angehörige einer Universität sind (also Wissenschaftler) verfügen sie oft über eine gewisse Reichweite, man denke nur an Cheshires (Biologe) „Entzifferung“ des Voynich-Manuskripts, das sensationell über die Website seiner Universität bekannt gegeben wurde. Die PR-Abteilung der Universität Bristol hätte es offensichtlich nicht für nötig gehalten, mal im Historischen Seminar oder im Seminar für Romanische Philologie nachzufragen, bevor sie diese vermeintliche Sensation veröffentlichte, die jeder Zweitsemester leicht als Unsinn hätte zurückweisen können.
Ein anderes Bsp. ist der spanische Genetiker, der weite Verbreitung mit seiner These gefunden hat, dass Baskisch und Altägyptisch engstes verwandte Sprachen seien.
Mit diesen Vorurteilen ausgestattet starte ich nun die Lektüre von Sweatmans Prehistory DeCoded. 2019.
dabei bitte ich zu beachten, dass ich zum jetzigen ZP nur wenige Seiten gelesen habe, es handelt sich also hierbei um eine Art „Werkstattbericht“.