Tagebuch Weltkrieg

Falls der Inhalt einen regionalgeschichtlichen Bezug hat, am ehesten bei einem Verlag, der sich für Regionalgeschichte interessiert.
Wenn der Autor des Tagebuchs keine Berühmtheit ist oder das Tagebuch keine einzigartigen Besonderheiten aufweist, wird kaum ein Verlag das Risiko eingehen, das Buch herauszubringen. Das heißt, sogar wenn der Verlag grundsätzlich interessiert ist, wird er wahrscheinlich im Voraus einen beträchlichen Druckkostenzuschuss verlangen.
Nicht selten kommen solche Kriegsaufzeichnungen im Selbstverlag heraus, z. B.:
 
Danke für die Antwort. Ich habe das Buch bereits im Selbstverlag drucken lassen, war der Meinung, es bestände vielleicht ein allgemeines Interesse. Ist wohl ein Irrtum!
 
Es gibt Communitys die dafür ein Interesse haben. Auf Youtube gibt es den Kanal von Bacuffz, der hat vor kurzem auch Tagebuchaufzeichnungen aus WK2 (ich glaube als Ebook) im Selbstverlag herausgebracht nachdem er es in studenlanger Videoreihe vorgelesen hatte. Kannst ihn ja mal anschreiben falls es in deinem Interesse ist.
 
Ich [....] war der Meinung, es bestände vielleicht ein allgemeines Interesse. Ist wohl ein Irrtum!
Sepiolas Skepsis ist berechtigt, aber nicht so absolut. Es gibt ja etliche Tagebücher, die publiziert sind. Sepiola wies schon daraufhin, dass eine Berühmtheit als Verfasser größere Chancen für ein allgemeines Interesse habe und somit für Verlage interessanter sei.
Aber auch andere Elemente können ggf. durchaus für Verlage von Interesse sein:
- ein besonderer literarischer Stil (der muss gar nicht mal gehoben sein)
- Inhalte, die tiefer gehen, als in Tagebüchern normalerweise zu erwarten und somit Informationen über den Alltag liefern, welche die meisten Tagebuchschreier für nicht erwähnenswert halten, die aber für uns Nachgeborene eben nicht mehr so ohne weiteres bekannt sind.

So ein Tagebuch muss sich also irgendwie von der Masse der Tagebücher abheben.

Es gibt auch eine Stelle, die sich darum kümmert, dass Tagebücher mit dem Ableben der persönlich Interessierten (Kinder, Enkel, Urenkel) nicht verloren gehen und somit der Nachwelt erhalten bleiben:

 
Es gibt auch eine Stelle, die sich darum kümmert, dass Tagebücher mit dem Ableben der persönlich Interessierten (Kinder, Enkel, Urenkel) nicht verloren gehen und somit der Nachwelt erhalten bleiben:

Wenn das Tagebuch auf Industriepapier geschrieben ist (was sehr wahrscheinlich ist), dann bietet es sich auch an, es dem Archiv zu überlassen, um seinen Erhalt zu fördern (Lagerung); wenn man es nicht aus der Hand geben will, dann sollte man sich zumindest einen Archivkarton (aus basischer Pappe - der Ausdruck ist sicher falsch) organisieren, die Lagerung darin verlangsamt zumindest den Zerfall des säurehaltigen Industriepapiers.
 
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