Themen Präsentationsprüfung in Geschichte

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von Olympe deGouges, 29. Januar 2016.

  1. Olympe deGouges

    Olympe deGouges Neues Mitglied

    Hallo liebe Geschichtsfreunde :)
    Da mein Lieblingsfach Geschichte ist, war für mich schnell klar, dass ich meine Präsentationsprüfung (komme aus BW) in Geschichte machen will. Ich muss mir jetzt 4 Themen aussuchen, die in Form einer Leitfrage (Problem aufwerfen Frage/Aussage) formuliert sind. Das Fach Geschichte bietet einem natürlich extrem viele Möglichkeiten, aber mein Geschichtslehrer liebt besonders die ausgefallenen Themen, die man nicht schon tausend mal gehört hat. Ich interessiere mich besonders für die französische Revolution und hatte mir überlegt die RolLe der Frau irgendwie zum Thema zu machen.. Habt ihr noch andere Ideen? (Gerne auch Themen die nichts mit der Französischen Revolution zu tun haben, vom Unabhängigkeitskrieg in Amerika bis zum Ende des zweiten Weltkrieges ist alles möglich ;) )Was hattet ihr in eurer Prüfung als Thema?
    Würde mich sehr freuen eure Ideen zuhören :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2016
  2. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Ein schweres Thema wäre ein Vergleich der Rolle der Frau in der "Revolution", dargestellt anhand von 4 Beispielen.

    1. Französiche Revolution
    2. Russische Revolution
    3. 68er Revolte
    4. "DDR-Revolution 89/90"

    anhand dieser Beispiele kann man die veränderte Rolle deutlich machen. Allerdings ein aufwendiges Thema (eher eine Masterarbeit bzw. Dissertation) und man bewegt sich auf dünnen Eis, da es inhaltlich zu "breit" ist, um es zu "beherrschen".

    Ansonsten: Wir hatten zwei "Jubiläen" in letzter Zeit.
    1. Waterloo und eine Reihe von guten - deutschen - Publikationen zu diesem Thema.

    2. Bismarck und ebenfalls eine Reihe von neuen Publikationen zu ihm

    Beides Themen, die aktuell sind und in den Lehrplan passen sollten.
     
  3. balkanese

    balkanese Aktives Mitglied

    Französische Revolution und die Rolle der Frau scheint mir nicht sehr ausgefallen, aber wenn wir schon dabei sind: Die Franzosen haben gewaltige finanzielle Mittel auf den Bau einer Flotte verwendet die im Unabhängigkeitskrieg die britische Flotte zumindest in Schach halten hat können.( Chesapeake Bay )
    Dieser enorme finanzielle Aufwand führte zu einer unerträglichen Steuerbelastung was dann mE die französische Revolution ausgelöst hat.
    Dieser Zusammenhang und überhaupt die Bedeutung der französischen Flotte für den Erfolg der amerikanischen Unabhängigkeitsbestrebungen ist IMO zumindest ein eher ausgefallenes Thema.
     
  4. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    Hast Deine Leitfrage doch praktisch schon gestellt:
    Welche Rolle spielten die (welche) Frauen während der Frz. Revolution. Je nach Umfang, den Du zu befüllen hast, kannst Du das noch nach den Phasen der Revolution gliedern. Dazu gibt es dann ein ganz berühmtes Bild mit einer Frau ganz vorne, oder sowas wie das hier:
    HOME

    Welche Rolle spielten Königinnen und Mätressenwirtschaft für Vorlauf, Ausbruch und Verlauf der Revolution? Die Pompadour, die du Barry, Marie-Antoinette - ggf. im Vergleich mit den Gastgeberinnen der Salons...

    Wenn Du (was die Küstenfraktion sehr begrüßen würde) dem maritimen Hinweis des Balkanesen aufgeschlossen gegenüber stehst, kannst Du Deinen Deutschlehrer auch mit einer Präsentation über Frauen und ihre Rolle(n) an Bord der ach so männlich dominierten Kriegsschiffe der Epoche konfrontieren. Da gibt's zwar nen umfangreichen (Fakten-)Forschungsstand, so ganz geläufig ist das aber nicht wirklich.
     
  5. Olympe deGouges

    Olympe deGouges Neues Mitglied

    Vielen Dank für die Anregungen und Ideen !!! Die Idee mit der französischen Flotte finde ich sehr interessant, ich werde mich mal in die Thematik etwas einlesen:) und auch die Vorschläge bezüglich Frauen in der französischen Revolution finde ich sehr gut;) Leider darf ich nur zwei Themenvorschläge pro Thema einreichen, dass heisst ich muss mir jetzt noch eine andere Epoche bzw. ein anderes historisches Ereigniss aussuchen... Die Idee mit Bismarck fand ich sehr interessant vlt überlege ich mir zu ihm noch einen ThemenVorschlag :)

    Ihr könnt gerne noch weitere Vorschläge und Ideen anbringen, wie gesagt auch gerne aus anderen Zeiträumen ;) Finde es übrigens echt großartig wie schnell Ihr antwortet und einander helft!!
     
  6. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Einmal mehr der Hinweis auf Michelet:

    Die Frauen der Revolution

    das es sehr günstig second hand gibt. Es gibt einen Überblick über die Sozialgeschichte der Frauen in der FR und stellt die Rolle der "Führerinnen" dar, auf republikanischer, wie Olympe des Gouges, und royalistischer Seite.

    Daneben gibt es mittlerweile eine umfangreiche - überwiegend englische - Literatur zur Emanzipation der Frauen in sozialen / revolutionären Bewegungen.

    https://books.google.de/books?id=NqExCgAAQBAJ&printsec=frontcover&dq=die+frauen+der+revolution&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiaqJnio9LKAhWGYQ8KHSNaAesQ6AEIMDAB#v=onepage&q=die%20frauen%20der%20revolution&f=false
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2016
  7. Olympe deGouges

    Olympe deGouges Neues Mitglied

    Vielen Dank nochmal für die tollen Ideen !!! Hat jemand von euch zufällig eine Idee für eine problematische Fragestellung bezüglich Frauen in der NS-Zeit ?
     
  8. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Ein breites Thema und erfordert sicherlich ein ähnlich breites Verständnis. Als generelle Einführung ist U. Frevert: "Frauen Geschichte" geeignet.

    Spezielle zum 3. Reich wäre C. Koonz: "Mütter und Vaterland" ein guter Einstieg. Und für die schnelle Information wäre G. Bock: "Der Nationalsozialismus und die Frauen" in B. Sösemann: "Der Nationalsozialismus und die deutsche Gesellschaft" geeignet.

    Insgesamt wurde der soziale Wandel durch den WW1 und durch den WW2 deutlich beschleunigt und damit auch die Rolle der Frau in der Gesellschaft neu definiert. Vor allem in den jeweiligen Phasen im Anschluss an die Kriege.

    Spannend ist dabei die Transformation der traditionellen Rolle im Geschlechterverhältnis, die die Frauen bis 1914 in vielen Bereichen ausgegrenzt hatte. Mit einer deutlichen Besserstellung der Fau in der Weimarer Republik und im 3. Reich per NS-Ideologie ein erneuter Rückschritt.

    Und gerade diese ideologisch intendierte Modifizierung der Rolle der Frau als "Mutter" und "Hausfrau" traf auf die harten Anforderungen im Zuge der Totalisierung der Kriegsanstrengungen.

    Dabei kann man im Rahmen der "Modernisierung" der deutschen Gesellschaft durch das NS-Regime (vgl. beispielsweise R. Bavaj: Die Ambivalenzen der Moderne im Nationalsozialismus, S. 106ff) insgesamt eine zwiespältige Beurteilung der Frauenpolitik erkennen. So beurteilt M. Prinz - als revisionistischer Amsatz - diese Politik für "innovativ", während Kershaw und andere sie von einem "bürgerlichen Antifemismus" durchsetzt erkannten.

    In diesem Sinne ist wohl das spannendste an der Rolle der Frau im NS-System der Widerspruch zwischen der NS-Ideologie und den real davon abweichenden Rollen in der Gesellschaft und den Unternehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Februar 2016
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  9. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    Allerdings ist das Buch inhaltlich mit Blick auf seine Frauendarstellung eindeutig veraltet bzw. überholt und in historischen Details durchaus ungenau ("männliche Wahrnehmung von Frauen im 19. Jahrhundert", leider). Das wäre bei einer Verwendung durchaus zu berücksichtigen.
     

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