Ulbricht ein früher Dubcek?

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von thanepower, 31. Januar 2011.

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  1. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Die Ergebnisse werfen ein paar neue Facetten auf das Bild von Ulbricht und zeigen, dass auch "ideologischer Beton" mehr Risse hat als man von "Außen" manchmal mit bekommt.

    Wie Ulbricht die DDR reformieren wollte - einestages
     
  2. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

    Also mit Dubcek würde ich Ulbricht niemals vergleichen wollen, vllt. mit Deng Xiaoping, aber auch der Vergleich würde hinken.

    Wirtschaftspolitisch ist in der DDR in den 1960'er Jahren so ziemlich alles schief gegangen, NÖS, ÖSS, Kybernetik, der VII. Parteitag war ein absoluter "Reinfall" und verstanden hat es sowieso keiner mehr und das lag nicht nur am "sächsisch" des 1. Sekretärs des ZK der SED, dem Vorsitzenden des Politbüros und Staatsrates der DDR, wir wollen mal nicht die Funktion des Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR vergessen.

    Zurück. Ulbricht hat am Ende seines politischen Lebens viele Reden gehalten, die nicht veröffentlicht wurden. Einfach, weil das "Kauderwelsch" aus Kybernetik und Organisationslehre niemand mehr verstanden hat.

    Der Vergleich mit Dubcek hinkt auch weil; Ulbricht stand einem Teilstaat vor, der nur mit Waffengewalt, und zwar nicht nur der eigenen "bewaffneten Organe", sondern auch der Besatzungsmacht sich machttechnisch behaupten konnte. Das 11. Plenum des ZK der SED erinnert ja auch nicht an Dubcek.

    M.


    P.S.: Aus dem Gedächtnis zitiert, 1956 Ulbricht kommt aus Moskau vom XX. Parteitag zurück und wird gefragt, was verändert sich denn jetzt, "Nuhh Genossen, der Genosse Stalin gehöhhrt nich mehr zu den Glasikkern".
     

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