Unterdrückung von "Minderheiten" in der DDR

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von Gast, 30. September 2009.

Schlagworte:
  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo!
    ich muss für die schule ein projekt über Die Unterdrückung und Ausgrenzung von Minderheiten (z.B. Zeugen Jehovas, Punks usw.) machen.
    Kann mir jemand etwas darüber sagen oder Links und Bücher zu dem Thema empfehlen?
    Wäre echt super.
    Vielen Dank im Vorraus & liebe Grüße
     
  2. Sascha66

    Sascha66 Neues Mitglied

    Was läuft denn bei dir unter "usw." ?
    Wenn schon Punks in der DDR als Minderheiten definiert sind wirds ja sehr umfangreich. Die Punks waren auf jeden Fall etwas "anderes". Und alles was anders war, war suspekt.
    Es gab und gibt die nationale Minderheit der Sorben.
    Die Zeugen Jehovas sind dann wohl eine religiöse Minderheit. Wobei in der DDR Religion im allgemeinen nicht gefördert wurde.
     
  3. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Das liesst sich fast so an, als ob eine Religionsgemeinschaften mit Punks gleichzusetzen sind.

    Die Zeugen jehovas wurden tolleriert,weil friedlich, obwohl beobachtet.
    Punks dagegen waren "renitend", nach offiziellem Sprachgebrauch.

    Ich kann mich noch erinnern, als wir eine Broschüre bei der NVA bekamen, wie man Punks am äusserlichen erkennen kann.
    Damals war das neu für uns, aber da hätte ich keine Broschüre gebraucht.

    Ich weiss, Zeitzeugen sind nicht gefragt, aber Religionsfreiheit herrschte schon, wenn auch widerwillig.

    Und sorbisch wurde auch in den schulen rund um den Spreewald gelehrt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2009
  4. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Naja, dazu könnte ich einiges sagen, weil ich jahrelang in der Lausitz wohnte. Die Sorben waren und sind leider nur zum Vorzeigen. Die meisten sorbischen Dörfer wurden in den 70/80er Jahren für die Braunkohle schlichtweg abgebaggert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2009
  5. Gast

    Gast Gast

    also das genaue thema lautet:
    Unterdrückung und Verfolgung gesellschaftlicher Gruppen: Kirche, Zeugen Jehovas, Punks, Umweltbewegung

    gruppen, die halt nicht gerne von der regierung gesehen waren und teilweise nicht grade gut behandelt wurden (im vergleich zu parteimitgliedern und normal bürgern).
    so was in die richtung suche ich.
     
  6. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Abgebaggert wird heute doch auch.
    Ich sehe da keinen Unterschied.

    Es geht ja auch nicht darum, sondern darum.
    Das sind doch zwei verschiedene Aspekte. Da weiss ich nichts mit anzufangen.
    Religion und Punks in einen Topf werfen?
    Punk ist eine Modeerscheinung, aber sonst nichts. Die wissen doch nicht, was sie tun.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2009
  7. Gast

    Gast Gast

    also das thema lautet:
    Unterdrückung und Verfolgung gesellschaftlicher Gruppen: Kirche, Zeugen Jehovas, Punks, Umweltbewegung.

    ich habe die punks und zeugen jetzt nur als beispiel genommen, sie stehen für alle gesellschaftlichen gruppen, die unterdrückt und verfolgt wurden.

    denn diese gruppen waren ja von der regierung nicht gerne gesehen.
    allein mit dieser info kann ich aber weder vortrag noch plakat gestalten, also bin ich auf der suche nach mehr infos und quellen, die belegen, was ich schon weiß bzw. mir mehr dazu sagen können.
     
  8. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Bei den Kirchen kannst du die Unterdrückung schon mal ausschliessen. Sie war nicht gern gesehen, aber wurde geduldet.
    Dein Lehrer mag dazu eine andere Meinung haben.

    Die Zeugen wurden auch in Ruhe gelassen, die haben, wie heute auch nur ihre Bibeln verschenkt und feierten kein Weihnachten und Geburtstag.

    Umweltbewegung, ja, da war es kritisch, da schrillten die Alarmglocken.
    Aber die paar Punks,die da rumliefen,, die wollten nur ihre Ruhe haben, waren aber für den Staat "gefährlich", weil sie anders waren, als der Durchschnitt.
    Den Rest, lieber Gast musst du dir ergoogeln, oder besser noch in eine Bibliothek gehen. Das ist Arbeit, aber hilfreich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2009
  9. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    Warum sollten sie nicht wissen was sie tun? Jetzt werden aber alle Gesellschaftsklischees ausgereizt...

    Die "paar Punks" um die es geht wollten eben nicht ihre Ruhe haben, da es hier nicht um die Punks der 70er Jahre in England geht, deren Credo Politlosigkeit war.
    Hier ging es um politisch kritische Punkmusik (Schleimkeim, Dritte Wahl(wenn auch erst spät)), und dass passte nun mal nicht.
     
  10. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Na, dann bin ich zu alt für sowas.
    Die, die sich Punks in der DDR nannten (14 bis 16 jährig), hatten Igelschnitt, ein bischen make up und wollten anders sein. Hatte ich nie was dagegen. Ich war Hippi. Lange Haare bis über den Schultern, Parka an und lief in Holzpantoffeln (Clocks) rum. Ich wurde auch regelmässig von der Trapo angehalten auf dem Bahnhof.
    Stell mich nicht als spiessig hin.
    Aber, wenn ich mir die von damals heute anschaue, alles brave Leute, wie ich.
    Und ich rede über den 70ern in der DDR
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2009
  11. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    Es geht hier gar nicht darum jemanden als spießig hinzustellen. Nur darum, dass (DDR)-Punk eben nicht nur aus pubertierenden Jungen und Mädchen bestand, die sich in einer Phase ihres Lebens mal die Haare grün gefärbt haben.
    Heute übrigens auch nicht.
     
  12. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Lach, wenn ich dein avatar sehe, würde das mit Homer gar nicht gehen, mit seinen drei Haaren. Nichts für ungut.
    Mit meinem aber auch nicht, Sehe ich gerade:D
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2009
  13. Hurvinek

    Hurvinek Gast

  14. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Ich habe es doch vorhin schon geschrieben. Sie wurden beobachtet, aber weitgehenst in ruhe gelassen.
    Musst du doch wissen.
    In meiner Nachbarschaft whnen auch einige und ihr sollt es nicht glauben, die werden heute noch etwas ausgegrenzt.
    Ich stecke den Kindern ab und zu mal ein Lutscher oder Kaugummi zu. Dann ist das für sie wie Weihnachten.

    Ich erkenne den Glauben natürlich an, aber die kinder können doch nichts für ihre Eltern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2009
  15. Mercy

    Mercy unvergessen

    Und deshalb hat sich das ND noch 2006 für entschuldigt:
    12.08.2006: »Er hat uns alle überrascht ...« (Tageszeitung Neues Deutschland)
     
  16. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Brüsewitz hat sich nicht als Pastor verbrannt, sondern als Menschenrechtler.
    Aber mal im Ernst, da muss schon ganz schön fanatismus dahinterstecken.
    Wer macht denn sowas und fackelt sich selber ab?
    Das tut doch weh.

    Mährtyrer gibt es doch nicht mehr.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2009
  17. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Hier noch einige Links zum Thema "Christen und Kirche in der DDR", welche interessant sein könnten:
    Kirchengeschichte der DDR - Überblick
    -> darin insbesondere z.B. Kirchengeschichte der DDR Teil 4 (1978-1990 Wende)
    Christen und Kirche in der DDR ? Wikipedia (auch wenn sich der Artikel gerade in Diskussion befindet)
    Lehrer-Online - Kirche und Religion in der DDR
    Und natürlich sollte mE eine Biographie diesbezüglich nicht ganz unterschlagen werden:
    Gordian Landwehr ? Wikipedia
    LANDWEHR, Gordian
     
  18. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Natürlich weiß ich das. Aber der Gast bat um Links. :winke:
     

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