Unterschied zwischen...

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von 4erox_1, 5. Februar 2007.

  1. 4erox_1

    4erox_1 Neues Mitglied

    Hi,

    ich hätte da mal ne frage...
    also...
    was sind die unterschiede zwischen napoleons herrschaft und dem absolutistischen König?

    mfg. Jannis
     
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  2. florian17160

    florian17160 unvergessen


    Vieleicht so?
    Napoleon ist aus einer Revolution hervorgegangen. Ein absolutistischer König konnte sich nur auf seine Geburt berufen. ( egal was Napoleon später daraus gemacht hat)
     
  3. 4erox_1

    4erox_1 Neues Mitglied

    ...

    mehr net?!
    des sind alle unterschiede was zwischen dem was napoleon anders gemacht hat als der absolutistische könig?

    mfg. Jannis
     
  4. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Nein, das war noch nicht alles. Schau dich bitte mal hier weiter um.
    http://www.geschichtsforum.de/forumdisplay.php?f=16
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Februar 2007
  5. amicus

    amicus Gast

    Ein wenig mehr Höflichkeit wäre durchaus angemessen!:motz:
     
  6. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Vergleichst Du es mit den französischen absolutistischen Königen, dann antworte ich darauf gern.
    Die französischen Könige beriefen sich auf ein Gottesgnadentum, während Napoleon selbst eine recht atheistische Einstellung zu Gott hatte.Die Befugnisse des Königs waren zwar umfassend gewesen, aber ihm waren durch die Parlamente, die immer wieder auch Gesetzentwürfe blockieren konnten, wie dann unter Louis XV. geschehen, Hindernisse im Weg. Währenddessen herrschte Napoleon als Diktator. Die scheinbaren Funktionsträger, welche aus der Republik übernommen wurden, wie die Räte wurden zwar übernommen, aber hatten nur noch "beratende" Funktion, also eigentlich keine mehr.
    Oberflächlich betrachtet herschte zur Zeit Napoleons eine Gleichheit des Bürgers vor dem Recht, welche allerdings durch die Rechtsbeugungen Napoleons selbst etwas in Frage gestellt war. (Deportation politisch gefährlicher Konkurrenten.) Die öffentlichen Ämter sollten angeblich jedermann offen stehen, während früher diese vor allem vom Hochadel besetzt wurden. Dass dennoch eine Art Klientelwesen entstand und der neue bonapartistische Adel gemischt mit dem alten Adel (wie Talleyrand) wiederum die Führungspositionen besetzten, ist allerdings die Realität. Somit ist der Marschallsstab im Tornister des einfachen Soldaten, was eine geläufige Redewendung ist, auch ein wenig mit Vorsicht zu genießen.
     
  7. 4erox_1

    4erox_1 Neues Mitglied

    ...

    danke für die antworten...ihr habt mir sehr weitergeholfen...:yes:

    mfg. Jannis :winke:
     
  8. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Also ich würde an Deiner Stelle das Verhältnis zur Kirche auf jeden Fall näher mit einbeziehen. Durch die Revolution wurde es erheblich verändert. Das Konkordat von 1801 halte ich da für ganz wesentlich. http://de.wikipedia.org/wiki/Konkordat_von_1801 Man kann vielleicht schon sagen, dass damit ein völlig anderer Weg eingeschlagen wurde. Im ganzen Absolutismus war die Kirche vom Königtum in Frankreich als Staatskirche instrumentalisiert worden. Die Revolution hatte vorerst eine Glaubensfreiheit gebracht, welche für die protestantische Minderheit sicherlich eine Errungenschaft darstellte. Die Trennung von Staat und Kirche, wie sie in der Revolution bestanden hatte, wurde zwar gelockert (bis sie 1905 wieder verstärkt wurde), aber im Prinzip berief sich Napoleon nicht mehr in seinem Herschaftsanspruch wie ein absolutististischer König auf sie. Vergleiche mal den offiziellen Titel des Königs von Frankreich http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?t=14074 mit dem Titel Kaiser der Franzosen (wohl in Anlehnung an Louis XVI., der am Ende seiner Regierung König der Franzosen genannt wurde).
     
  9. Louis le Grand

    Louis le Grand Neues Mitglied


    Da muss aber widersprechen. Louis XVI. hat (ich glaube) 1783 ein allgemeines und umfassendes Edikt zur Religionsfreiheit der Protestanten erlassen. Also keine Neuerung der Frz. Revolution.
     
  10. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Jean-Paul Rabaut Saint-Étienne

    Kannst Du nochmal schauen, wo Du das her hast? Es ist natürlich gut möglich, dass in der Revolution nur die Rechte der Protestanten ausgeweitet wurden und die Glaubensfreiheit schon früher bestand. Mit Googeln bin ich zu dem Thema vorerst nicht weiter gekommen. Die Religionsfreiheit war wohl Bestandteil der Menschen- und Bürgerrechte, hatte natürlich immernoch eine gewisse Aktualität, auch wenn es schon früher Toleranzedikte gab. (Ich glaube Talleyrand war zum Thema Religion bei der Ausarbeitung der Menschen- und Bürgerrechte beteiligt.)

    Habe es gefunden, es war nicht '83 sondern '87. Hier sieht man es auch im Originaltext: http://www.museeprotestant.org/Pages/Notices.php?scatid=140&noticeid=558&lev=1&Lget=DE
    Wenn man den Text weiter verfolgt, erfährt man, dass ich auch mit meiner Annahme nicht so ganz falsch lag, weil wohl erst ab 1789 wirklich gleiche Rechte für den Zugang zu Staatsdiensten auch den Protestanten gewährt wurden und die Rechte zur freien Religionsausübung 1791 erweitert wurden. Wie so viele starb Rabaut während des Terreurs.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2007
  11. Louis le Grand

    Louis le Grand Neues Mitglied

    @Brissotin :yes:

    Zumindest lag ich mit den 80ern richtig, aber knapp daneben ist bekanntlich auch vorbei.

    Das mit den Ämtern war eine heikle Sache, da spielte wohl sowohl Konkurrenzangst, als auch die schlechten Erfahrungen der Hugenottenkriege noch eine Rolle.
     
  12. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Erstmal danke. ;)

    Man sollte beim Zeitpunkt 1787 einiges mit einbeziehen.
    Wieviele protestantische Adelige gab es zu der Zeit noch in Frankreich? Ich kann mir gut vorstellen, dass gerade die Familien mit finanziell gutem Hintergrund leichter emigrieren konnten. Ende der '80er (hatte ich vielleicht schon irgendwo präzisiert) wurde der Zugang zu den Offiziersstellen ja auf die Adeligen durch Louis XVI. begrenzt. Das hatte durchaus ökonomische Gründe, die hier nicht weiter ausgebreitet werden müssen. Jedenfalls wäre den meisten Protestanten (wie auch den meisten Katholiken) ohnehin der Zugang zu diesen Posten verwehrt geblieben, ebenso in den Parlamenten.
     

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