(Ver)wunderliche und kuriose Heilmethoden

Dieses Thema im Forum "Geschichte der Naturwissenschaften" wurde erstellt von Saint-Simone, 19. Mai 2011.

  1. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Meine Mutter hat bei Wehwehchen aller Art ein Eigelb in ein Glas Rotwein gerührt.
    Muss gewirkt haben, sie wurde fast 100.

    Was mir plötzlich alles wieder einfällt.....
     
  2. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Kamille, Melisse, Heilkräuter allgemein, Alkohol, Öl in jeder Form, Eigelb, Malzbier als Stärkungsmittel...was ist daran kurios?
    Das ist doch alles Volksmedizin, jahrhundertelang erprobt und auf Risiken und Nebenwirkungen geprüft. :winke:
     
  3. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Du hast recht, wir bewegen uns sehr OT, aber interessant ist es schon.

    Also zurück.

    Ist eigentlich etwas dran an der alten Geschichte, dass Ameisenstiche gegen Rheuma helfen?
     
  4. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Ameisen stechen nicht, sondern beißen. Und ja, an der Geschichte ist was dran.
    Meist nimmt man Bienengift.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. September 2012
  5. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied

    Bitte nicht mit Schlangen verwechseln! ;)
    Ameisen sondern das Gift mittels einer Giftdrüse ab. Einige Arten haben auch einen Giftstachel, ähnlich wie Bienen.
     
  6. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Sagen wir es so: Die gängigen Ameisenarten sondern die Säüre aus einer Drüse im Hinterleib in die Bisswunde.
    Es gibt aber auch ausgesprochen gefährliche Arten, zum Glück nicht bei uns.
    Rote Feuerameise ? Wikipedia
     
  7. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied

    Egal.

    Wir lindern den Schmerz mit Ballistol und freuen uns, dass wir kein Rheuma bekommen.

    :friends:
     
  8. beetle

    beetle Aktives Mitglied

    ich habe eine ähnliche Frage: eine Schulfreundin schwört auf Maden, die auf die offene Wunde gelegt werden. Mär oder was Wahres dran?

    alte Heilmethoden, die mir noch einfallen (nicht alle sind wissenschaftlich; z.T. gelangt man auf sehr esotherische Seiten :S):

    - Medizin der Hildegard von Bingen
    - Hypnose
    - Bachblüten, Schüsslersalze,
    - Magnetfeldtherapie
    - Kneipanwendungen

    - Radiaesthesie (Rutengängerei)
    - Warzen besprechen
    - Blutegel

    was viele Jahre falsch gemacht wurde:

    * auf Brandwunden Mehl geben
    * bei Nasenbluten den Kopf in den Nacken
    * Terpentin zur Desinfektion usw.
     
    1 Person gefällt das.
  9. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Die Madentherapie ist sogar ziemlich verbreitet. Sollte man aber nicht daheim im Selbstversuch testen.
    Madentherapie ? Wikipedia
     
  10. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Hypnose würde ich nicht wirklich zu den alten Heilmethoden zählen, die ist auch relativ neu.

    Allerdings noch neuer sind Bachblüten und Schüsslersalze, die in keiner Weise tradierte Heilmethoden sind; noch weniger sind sie wissenschaftlich. Das ist mehr oder weniger esoterischer Kram, bei dem theoretische Erwägungen die Evidenz ersetzen. Ähnliches gilt für die Magnetfeldtherapie. Und Pfarrer Kneipp ist so lange auch nicht her.
     
  11. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    ...auf Brandwunden Urin geben, habe ich gehört?

    Urin zur Desinfektion hatten wir schon, aber auf Brandwunden?
    Neuerdings kühlt man frische Verbrennungen mit fließend kaltem Wasser, Urin hat man gekühlt meist nicht zur Hand? Wie kommt man auf sowas?
     
  12. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Moin

    Vielleicht wird die Urinbehandlung ja nach der Kühlung angewandt?!

    Ballistol steht bei mir auch immer griffbereit. Hat sich gut bewährt, wenn ich mir mal nen Wolf gelaufen haben. Bei Schnittverletzungen kommt immer ein Tropfen Ballistol aufs Pflaster.
    Kannte es lange Zeit auch nur als Pflegemittel von Holz oder Waffen. War dann ganz baff, was das Zeug so alles kann!

    Gruß
    Andreas
     
  13. beetle

    beetle Aktives Mitglied

  14. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied

    Meine Ur-Ur-Großmutter hat vor über 100 Jahren in ihrem Tagebuch geschrieben, wie sie eine Warze am Hals entfernt hat: Sie hat sie mit einem dünnen Faden abgebunden. Nach ein paar Tagen ist die Warze dann abgefallen. Auf die Stelle wurde dann noch einige Tage lang Höllenstein getupft, ein Ätzmittel. Das hat dann zwar im wahrsten Sinne des Wortes höllisch gebrannt, die Warze war aber auf Nimmerwiedersehen weg.
     
  15. rinoabutzile

    rinoabutzile Neues Mitglied

    Meine Oma hat mir erzählt, früher wurde gegen Husten eine Pampe aus zersetzten Schnecken getrunken.

    Gute Besserung *uäh*
     
  16. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Das ist wirklich kurios... Weinberg- oder Nacktschnecken?

    Ich suche ja immer noch eine sinnvolle Verwendung für meine Nacktschnecken. :winke:
     
  17. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied

    Nacktschnecken soll man über Warzen kriechen lassen, angeblich hilft das.

    Aber bekanntlich gibt es eine ganze Menge Behandlungsmethoden gegen Warzen, die alle auf dem Prinzip der Einbildung beruhen ("Glaube versetzt Berge"): Knoblauch, Zwiebelscheiben oder simples Besprechen.
     
  18. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Ich hoffe, die Oma hat Lakritz-Schnecken gemeint! ;)
     
  19. jschmidt

    jschmidt Neues Mitglied

    1 Person gefällt das.
  20. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Leider habe ich keine Warzen, nur Schnecken, wahrscheinlich wirkt der Ärger über die Schnecken prophylaktisch.

    Ich habe mich schon immer über die vielen Warzenbehandlungsmethoden gewundert, die müssen früher sehr verbreitet gewesen sein. Dabei sind sie doch eher harmlos.
     

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