Verlieben im Mittelalter?

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von Gast, 12. September 2010.

  1. Saint-Simone

    Saint-Simone Aktives Mitglied

    Weil's anscheinend zu Anfang nicht durchgekommen ist:

    Was genau war daran unklar? :fs:
     
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  2. FoxP2gen

    FoxP2gen Neues Mitglied

    Gabs da nicht vor allzulanger Zeit einmal einen Fall in Bayern, wo aufgrund eines Eheversprechens ein Mann zum sog. "Kranzgeld" verdonnert wurde?

    Soviel ich weiß, ist der betreffende Artikel nach wie vor in der bayrischen Gesetzgebung vorhanden... Was ich persönlich sehr witzig finde, in unserer heutigen aufgeklärten Gesellschaft, wo der voreheliche GV schon selbstverständlich ist *gg

    So wie ich das verstanden habe, ist dieser besagte Paragraph schon ziemlich alt und hat zum Inhalt, dass ein Mann, der einer Frau das Eheversprechen gibt (ob mündlich oder durch sein Verhalten), bei einem Rücktritt von selbigem einen Geldbetrag an die Frau abtreten muss, da sie ja seinetwegen keinen geeigneten Gatten finden konnte/kann... oder so ähnlich.

    Also muss es wohl öfter mal den Fall gegeben haben, dass Männlein und Weiblein ein wenig voreheliches Vergnügen genießen wollten, aber im Gegenzug das Männlein sich dem Weiblein zu verpflichten hatte.
     
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  3. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Der Kranzgeldparagraph stand bis 1998 im BGB und zwar §§ 1298ff. Besagte Klage ist aus dem Jahr 93 und wurde abgewiesen, da dies gegen Art. 3 GG verstoße (Gleichstellung, gegenseitiger Schaden und damit ein Nullsummensppiel). Die Klage kam allerdings nicht aus Bayern sondern aus NRW (Münster um genau zu sein).
     
  4. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Das müsste schon länger her sein.
    Da gibt es doch einen Juristenspruch "Der heilge Geist schaut sehr verwundert, Maria klagt aus 1300"
    oder so ähnlich
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. September 2010

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