Verschonte die Waffen SS Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wärend eines Rückzuges ?

Dieses Thema im Forum "Der Zweite Weltkrieg" wurde erstellt von Kleinbaum, 17. August 2018.

  1. Kleinbaum

    Kleinbaum Neues Mitglied

    Hallo,

    dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum.

    Verschonte die Waffen SS (sich absetzende Truppen) 1944 in Bayern Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter wärend eines Rückzuges ?
    Die Frage ist im Allgemeinen zu verstehen.
     
  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Ich verstehe die Frage nicht.

    1944 war die Front noch weit von Bayern entfernt, wo hätte es da einen Rückzug geben sollen?
     
  3. Kleinbaum

    Kleinbaum Neues Mitglied

    Ich hab mich vertippt, meinte natürlich 1945 :rolleyes:
     
  4. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    1945: „Absturz ins Bodenlose“ - DER SPIEGEL 18/1985

    Kriegsende 1945 | KZ-Befreiung (6): Todesmärsche - die letzte Qual | BR.de
     
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  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das kann man generell nicht sagen. Insbesondere sogenannte "Ostarbeiter" wurden in den letzten Kriegswochen häufig ermordet. Bekannt dürften auch die Todesmärsche der KZ-Häftlinge sein, deren Überleben man verhindern wollte. Überlebendenberichte wissen immer wieder von SS-Leuten (und ukrainischen Wachmannschaften), die angesichts des sich abzeichnenden Kriegsendes versuchten mit Häftlingen in Händel zu kommen. Man würde deren Überleben sichern und die Häftlinge sollten als Leumundszeugen für ihre Bewacher auftreten. Andere versuchten im Gegenteil lästige Zeugen loszuwerden. Es ist dabei durchaus auch vorstellbar, dass derselbe Bewacher, der an dem einen Tag versuchte sich freizukaufen am nächsten Tag anderer Meinung war und den lästigen Zeugen loswerden wollte.
    Die Todesmärsche sind natürlich nur die bekanntesten der sogenannten Endphaseverbrechen. Aber eben auch nur ein Teil. Direkt nach dem Krieg werden der deutschen Bevölkerung (auch weil man damals den Mythos brauchte, dass man ja auch selbst Opfer war) vor allem die standrechtlichen Exekutionen von echten oder vermeintlichen Deserteuren (wobei die Desertion lange, zum Teil bis heute, selbst auch bei Leuten schlecht angesehen war (ist), die grundsätzlich das das Regime als verbrecherisch begriffen haben) und Plünderern in Erinnerung geblieben sein.
     
  6. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Sind ausdrücklich Einheiten der Waffen-SS während der Rückzüge durch Bayern gemeint?
     
  7. Kleinbaum

    Kleinbaum Neues Mitglied

    Ja, nur Waffen SS Einheiten sind gemeint.
     
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Du kannst davon ausgehen, dass einzeln agierendee SS-Leute mit "Ostarbeitern" (= Zwangsarbeitern), Kriegsgefangenen und Häftlingen anders umgingen, je nach Grad der individuellen Ideologisierung natürlich, oder was man sich angesichts des deutlich nahenden Kriegsendes als Gegenleistung versprach (Thema Leumund), als die Gruppe (Thema soziale Kontrolle). Das wissen wir sowohl as Überlebendenberichten als auch aus der Psychologie (Milgram). Verbrechen speziell in Bayern werden in erster Linie durch die Todesmärsche in Richtung der "Alpenfestung" bestimmt gewesen sein.
     

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