"Volksdeutsche" - "Opfer" der Umsiedlungspolitik während und vor dem 2. Weltkrieg ?

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Kuba, 8. März 2015.

  1. Kuba

    Kuba Neues Mitglied

    Hallo,
    ich würde gerne eure Meinung zu dem Thema wissen. Ich denke dass die sog. "Volksdeutschen" ein Opfer der Politik der Nationalsozialisten waren, da sie gegen ihren Willen aus ihrer vertrauten Heimat nach Deutschland zwangsumgesiedelt wurden und sie sich zum großen Teil nicht in Deutschland integrieren konnten, was wohl hauptsächlich daran lag, dass sie sich nicht mit der Ideologie identifizieren konnten, Probleme mit der Sprache und Kultur hatten und keine gescheite Exitenz mehr besaßen. Allerdings wird ihnen auch teilweise eine Begeisterung für das NS-Regime nachgesagt. Kann man sie dann überhaupt noch als "Opfer" sehen ?
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Vielleicht solltest Du an die Sache weniger pauschal herangehen. Es gab nicht nur "die Volksdeutschen" als monolithischen Block. Es waren weder alle begeisterte Nazis noch alle Regimegegner. Es gab solche und solche und alles dazwischen. Manche wurden mehr oder weniger zwangsweise umgesiedelt, manche mehr oder weniger freiwillig. Druck ausgeübt wurde wohl immer. Jedenfalls stürzten diese Umsiedlungen die Betroffenen oft in tiefe Krisen, und die Brüche gingen quer durch Gemeinden und sogar Familien. Option in Südtirol ? Wikipedia
    Letzten Endes müsste man sich die Einzelschicksale ansehen.
     
  3. Kuba

    Kuba Neues Mitglied

    Ich gebe dir vollkommen Recht. Danke für deine Ideen!
     
  4. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Die ersten Vertreibungen von Deutschen wurden durch Deutsche organisiert. In Osteuropa wurden Volksdeutsche in diejenigen Teile Polens umgesiedelt, aus denen vorher die "nicht-germanisierungsfähige" polnische Bevölkerung vertrieben wurde.
     
  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Wenn man das "organisiert" etwas weiter fasst, würde ich sogar beim Hitler-Stalin-Pakt ansetzen.

    Dieser hatte unmittelbar ethnische Verschiebungen zur Folge, was deutscherseits völlig klar und als Zugeständnis an die sowjetische Seite abgenickt war. Es ging dabei um das deutsche Zugeständnis der sowjetischen Hegemonialzone, und insbesondere in erster Welle um die "Ausbürgerung" der Volksdeutschen in den baltischen Staaten, was dann im Winter 1939/40 realisiert wurde. Auch Teile Rumäniens waren betroffen, worüber es diplomatischen Austausch von Ribbentrop bei der "Umsetzung" des Plans gab.
     

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