Waffentechnik und Mechanisierung

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von F1zzle, 6. September 2006.

  1. F1zzle

    F1zzle Gast

    Hallo !!!

    Um mich für meine Klausur vorzubereiten wurde mir die Bearbeitung einiger Aufgaben erteilt.

    Ich hab schon ne ganze Weile im Inet nachgeschaut aber nichts wirklich komplexes gefunden.
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen !!!

    1. Waffentechnik - welche technischen Entwicklungen wurden in dieser Zeit realisiert ?

    2.Mechanisierung der Arbeitsprozesse - mit Hilfe welcher Institutionen oder Erfindungen wurden die Arbeitsprozesse realiesiert ?

    Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfn.

    Thx im Voraus
     
  2. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Du beziehst dich auf die letzte Hälfte des 17. Jhd und das 18. Jhd, ja?
    Nur auf Frankreich bezogen? Wenn nein, dann hier einige Informationen zum damaligen Militär Preussens: http://www.preussenweb.de/taktik.htm
    http://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/recht/prozesse/quellen/linear.htm
    Mit Schußwaffen kenne ich mich nicht allzugut aus. Möglich, dass gezogene Gewehrläufe in diese Zeit gehören und verschiedene Verbesserungen des Zündmechanismus (googel mal mit Radschloss, dass könnte in die Zeit passen)
    auf jeden Fall stammt aus dieser Zeit das Bajonett: http://de.wikipedia.org/wiki/Bajonett
    Die üblichen Typen sind: Spundbajonett, Tüllenbajonett, Schwertbajonett mit Schiene, Klappbajonett.
    Musst nur noch die zumodernen Typen (das sind Entwicklungen bis zum ersten WK dabei) aussortieren.
     
  3. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    1. Die Schlosssysteme waren meines Wissens allesamt schon im 16.Jh. bekannt, nur setzte sich das Steinschloss erst am Ende des 17.Jh. durch.
    Als bahnbrechend in der Hinsicht würde ich den Umstand werten, dass die neuen französischen Musketen aus Saint Etienne ab 1763/66 (Charleville) auswechselbare Teile hatten, die sich auf alle Musketen des Typs anwenden ließen. Die Genauigkeit mit welcher die Musketen gefertigt wurden kann noch heute erstaunen. Sie rührt von hohen Standarts bei den Qualitätskontrollen. Die Qualität ging soweit, dass während der Revolution die Einzelteile der M1763 und M1777 mühelos miteinander kombiniert werden konnten, was man Modell revolutionare nennt.

    2. In Österreich, dann in Frankreich kamen Laufringe bei den Gewehren auf, die sie wohl dauerhafter machen sollten. Der hölzerne Ladestock wurde nach dem 7-jährigen Krieg mit dem aus Metall in den allermeisten Armeen abgelöst.

    3. Am Ende des 18.Jh. entwickelten die Österreicher einen zylindrischen Ladestock, der das Wenden desselben beim Ladevorgang ersparte. Die Pfanne musste nicht extra bestückt werden, da durch das neuartige Zündloch, das Pulver, das im Lauf war, von selbst auf die Pfanne lief.

    4. Gezogene Läufe gab es durchaus schon vor allem bei den Jägerbüchsen. In Frankreich behielt die leichte Infanterie allerdings glattläufige Gewehre, da diese schneller und weniger aufwendig zu laden waren.

    Wenn ich bei verschiedenen Neuerungen genauer werden soll, dann fragt mit Angabe der Zahl. Ich kenne mich aber auch nicht wirklich mit Waffen aus. Da viele Systeme und zum Bsp. das franz. M1777 bis in die napoleonischen Kriege Verwendung fand, könnt ihr auch bei www.napoleon-online.de im Diskussionsforum mal anfragen. Da gibts auch Infos zur Artillerie, die ich leider garnicht liefern kann.

    Bezieht sich deine Frage zur Mechanisierung nur auf die Waffenindustrie?

    Wenn nein, dann empfehle ich erst einmal einen Blick in die Encyclopédie von Diderot, wo eigentlich alle Gewerke und ihre Geräte abgebildet sind. Als Kopien sind sie meines Wissens bei Gallica zu bekommen, vielleicht auch als pdf-Dateien. Bei Diderot sieht man auf den Planches (Tafeln) recht schön die Aufteilung der Arbeitsprozesse in den Manufakturen.
    Eine Untersuchung wie schnell sich die englischen Neuerungen wie Spinning-Jenny und meschanischer Webstuhl bspw. auch in Frankreich durchsetzten kann nicht ausbleiben. Dass ein Hauptgewicht der Industrie noch auf der Textilherstellung lag, räumt dieser einen besonders wichtigen Platz in deiner Betrachtung der Industrailisierung ein.
    :winke:
     
  4. F1zzle

    F1zzle Gast

    vieln dank für eure antworten aber eine frage hätte ich noch :)

    Und zwar kann mir jemand etwas zur medizinischen entwicklung vom Absolutismus bis zum 2.WK sagen ?

    THX im Voraus
     
  5. F1zzle

    F1zzle Gast

    kann mir jemand sagen wann und von wem das erste Fließband stammte ?

    Meiner Meinung nach müsste es in der Industriellen Revolution anzusiedeln sein.
     
  6. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Etwas später soweit ich weiß. das erste Fließbandprodukt war Fords Modell "T", Anfang des 20. Jahrhunderts vermutlich. Mal Google fragen.
     
  7. Protagoras

    Protagoras Neues Mitglied

    Mir ist in der Schule erzählt worden, dass sich Ford das Fließband von den Schlachtbetrieben Chicagos abgeschaut hat. Inwiefern das stimmt, kann ich bicht sagen.

    Mir fällt auf, dass relativ viele Erfindungen in Sachen Waffentechnik aus Österreich stammen. Hat man diese dort auch verwendet? Der hinterlader wurde ja auch von einem Österreicher entwickelt, aber von der K. u K. Armeeführung als Spielzeug abgelehnt und daraufhin von den Preußen mit eben diesen Hinterladern bei Königgrätz geschlagen.
     
  8. Louis le Grand

    Louis le Grand Neues Mitglied

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