Wann spricht man von Megalithbauten?

Dieses Thema im Forum "Frühzeit des Menschen" wurde erstellt von silesia, 23. September 2019.

  1. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  2. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Sehen eher aus wie Steinkreise in der westlichen Sahara .Ab wann spricht man eigentlich von Megalith Bauten gibt es da ein mindestgewicht der Steine oder ist es das alter was man schwer datieren kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. September 2019
  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Beitrag mit Frage in ein neues Thema verschoben (kopiert aus Archäologie).

    Megalith – Wikipedia
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Megalithbauten sind ja eigentlich Bauten aus "sehr großen Steinen". Nun ist groß ein Gummibegriff. Man sprihct auch manchmal von "der Megalithkultur", obwohl es sich streng genommen nicht um eine Kultur handelt, sondern um ein in verschiedenen Kontexten wiederkehrendes Kulturphänomen. Auch die Römer haben Bauten aus "sehr großen Steinen" errichtet -

    [​IMG]

    - trotzdem würden wir niemals auf die Idee kommen, römische Bauten als Megalithbauten zu bezeichnen.
    Normalerweise werden als Megalithbauten Bauten bezeichnet, die zwischen dem Endneolithikum (also der jünsten Jungsteinzeit) und der Frühbronze errichtet wurden.

    Die Ausführungen der Bauten (Steinkreise, Steinreihen, Dolmen, Menhire) kann unterschiedlich ausfallen, teilsweise sind über die Jahrhunderte Mehrfachnutzungen zu kennzeichnen oder auch Änderungen der örtlichen Kulte feststellbar.
     
  5. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Die Verbreitungskarte ist nicht ganz korrekt, ich meine es gibt auf den Kanaren Megalithen und auf gleicher Höhe der Kanaren ,auf den Festland, gibt es auch welche. upload_2019-9-23_13-38-52.png
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Eigentlich gibt es auf den Kanaren keine Megalithkultur im engeren Sinn. Die Kanaren sind seit max. 3000 Jahren bevölkert (eher später); selbst bei dieser sehr optimistischen Schätzung ist das Megalithphänomen als zeitlich zwischen Endneolithikum und Frühbronzezeit auftretendes Phänomen zum Zeitpunkt der kanarischen Besiedlung bereits 1000 Jahre vorbei.


    Megalitos de España. Index
     
    Pardela_cenicienta gefällt das.
  7. Mfelix

    Mfelix Mitglied

    Trotzdem ist die Karte nicht korrekt mit Mzoura als Megalithkreis müsste die nördliche Atlantiküste in Marokko und mit Aït Ouazik - Wikipedia wo ein über 3meter Menhir steht auch der Süden markiert werden.

    Unter Megalith versteh ich übrigens einen Stein aufstellen(muss nicht unbedingt von weit her) der über 2m ist und der Stein sollte falls er poliert wird noch seine alten Konturen haben .Solche Stein-Quader wie die Römer sie bearbeitet haben ist schon nicht mehr Megalith.




    PS.:In dem spanischem Megalithen Index fehlt der Stein/Menhir von Arrecife, der steht am Castillo de San Gabriel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. September 2019
  8. Mfelix

    Mfelix Mitglied

  9. PeterWestfale

    PeterWestfale Mitglied

    Weiß man inzwischen mehr über
    - Zweck der Megalith-Bauten?
    - Methode des Errichtens eines sogenannten "Steintisches" oder der "Steinbögen" (ich denke da an Stonehenge u. ä. "Arkaden")?
    Die Geschichts-Zeitschriften, die ich gelesen habe (z.B. Geo Epoche) sagen eher "Man weiß noch nix".

    Grüße
    Peter
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wie gesagt: Man kann nicht von einer sondern muss von mehreren Megalith-Kulturen sprechen, daher gibt es auch nicht nur den einen Zweck.
    Bei Steinreihen und Steinkreisen ist der genaue Zweck schwierig zu ergründen, gerne wird ja behauptet, dass die Beobachtung der Gestirne der Zweck solcher Bauten gewesen sie. Da ich mit Astronomie nichts zu tun habe, entzieht sich das meiner Beurteilungsmöglichkeiten.
    Bei der Hauptanlage der Standing Stones of Callanish (äußere Hebriden) gibt es Spuren einer mehrphasigen Nutzung, die evtl. sogar durch verschiedene Kulturen vorgenommen wurden, so waren die Standing Stones zunächst wohl ein Kultplatz und womöglich ein Observatorium, aber eine spätere (Phase der[?]) Kultur hat ins Zentrum ein Grab eingebracht.

    Was die Dolmen angeht, das sind ganz eindeutig Gräber. Häufig - aber nicht immer! - haben sie einen Eingang nach Osten, also in Richtung Sonnenaufgang (z. B. Newgrange oder Antequera; die Sloopsteene in Westerkappeln haben den Eingang m.W. im Westen, aber da bin ich unsicher). Dolmen die vor ihrer archäologischen Erforschung geschlossen waren, beinhalteten noch Knochen und Keramik (wir sehen heute Dolmen häufig obertägig, die vor 150 Jahren noch untertägig waren).

    Die Ausrichtung von Gräbern in Richtung der aufgehenden Sonne findet man in vielen Kulturen weltweit, was damit interpretiert wird, dass der Sonnenaufgang mit dem Wiederbeginn des Lebens (von manchen Kulturen wissen wir das Dank Schrift explizit, bei anderen müssen wir dasa deduzieren) verbunden wird.
     
  11. Kochant

    Kochant Aktives Mitglied

Diese Seite empfehlen