War Heinrich der II ein absoluter oder aufgeklärter Monarch ?

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von Gast, 24. Februar 2007.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo,

    Kann mir jemand sagen und begründen ob Heinrich der II ein absoluter oder Aufgeklörter Monarch war? Vielen Dank im Vorraus!

    Gruß Malvin
     
  2. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Um welchen Heinrich II. geht es denn?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_II._(HRR)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_II._(England)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_II._(Frankreich)

    Im Falle der ersten beiden wäre die Antwort schon einmal: weder noch, denn von absoluten und aufgeklärten Monarchen sprechen wir erst in der Neuzeit.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Monarchie#Absolute_Monarchie

    Anm.: Und auch beim letztgenannten Heinrich II. (Frankreich) habe ich da übrigens - obgleich er bereits in die Frühe Neuzeit fällt - meine Zweifel... :grübel:
     
  3. Joinville

    Joinville Aktives Mitglied

    Unter den späten Valois-Königen, insbesondere für Franz I. (Vater Heinrich's II.), trifft ein absolutes Königtum durchaus zu. Er führte der Krondomäne das letzte große Lehnsfürstentum (Herzogtum Bourbon), wenn auch mit recht zweifelhaften Mitteln, zu. Unter ihm fand die Zentralisierung der Macht ihren ersten Höhepunkt. Heinrich II. führte die Politik seines Vaters fort. Wobei jedoch unter den letzten beiden Valois, Karl IX. und Heinrich III. (Söhne Heinrich's II.), die königliche Dominanz, bedingt durch die Religionskriege zwischen den Hugenotten (Bourbon) und der katholischen Liga (Guise), noch einmal ins Wanken geriet.
     
  4. Gast

    Gast Gast

    Danke für die Antworten die ihr mir bis jetzt geschrieben habt, Ich meine tatzächlichen den Französischen ! Sry das ich das am anfang vergessen hatte zu erwähnen.

    Gruß Malvin
     
  5. Gast

    Gast Gast

    Ich hab noch ne 2 Frage würde ihr Friedrich 2 den Preußischen König (1740-1786) zu den aufgeklärten oder absoluten Monarchen zählen ?
    Danke im Vorraus !

    Gruß Malvin
     
  6. Mercy

    Mercy unvergessen

    Klingt aufgeklärt:

    Dennoch ließ sich Friedrich auch immer von den humanitären Forderungen der Aufklärung leiten. Lange schon führte er regen Briefwechsel mit Voltaire. Er ließ das Bildungswesen ausbauen, schaffte die Folter ab und schaffte bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

    Muß ja nicht immer Wikipedia sein.
    http://user.cs.tu-berlin.de/~ohherde/friedric.htm
     
  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Man nennt diese Herschaftsauffassung aufgeklärter Absolutismus. Die beiden Varianten schließen sich ja nicht aus. Man kann aufklärerische Ansichten wie die Abschaffung der Folter und die Gleichheit vor dem Gesetz anstreben, aber dies eben auch als absolutistischer König tun. Joseph II. ist auch ein Beispiel dafür (wenngleich nicht als Kaiser, so aber im Erzherzogtum Österreich).
     
  8. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Sehe ich auch so !
    Interessant zu sehen, was "Aufgeklärter Absolutismus " letzlich für die betroffenen Untertanen bedeutete. Hier ergeben sich m.M. nach ganz unterschiedliche Ergebnisse zu den Monarchen, die man als sog. "aufgeklärt absolutistisch" bezeichnet. Die Aufklärung durchdringt mehr-oder weniger den Adel -untereinander gibt man sich gerne aufgeklärt, je weiter hinunter in die Untertanenwelt, desto blasser und unauffindbarer wird diese schöne bildungseurop. Erscheinung.
    Sobald die alten Machtzentren nach d. franz. Revolution wieder hergestellt waren, sammelte man mitteleuropaweit gegebene Versprechen hinsichtlich Verfassung und Menschenrechte wieder ein. Das ging zwar unterschiedlich erfolgreich vonstatten, die Aufklärungsidee als solche : Gleichheit der Menschen unterschiedlichen Ranges etc. ..hat sich durch die ab der 2. Hälfte des 18. Jahrh. "krassierende " Aufkärungswelle nicht durchgesetzt, sie mußte mit Revolte und Revolution allmählich abgetrozt werden.
    Ähnlich wie die ital. Renaissance, die sich ebenfalls vorallem in den höheren, intellektuellen Kreisen abspielte und im hart ums Überleben kämpfenden Volk nicht wahrgenommen wurde,da diese für sie gar nicht gemacht war- erscheint mir der "Aufgeklärte Absolutismus " so mancher Monarchen als eine Art "Grand Tour " in die Geisteswelt der aufgeklätren Geister mit sicherem Rückfahrschein
    in den Despotismus................oder :grübel:
     
  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Reele Vorteile brachte der Aufgeklärte Absolutismus schon. Wenn man so will und Preußen ausklammert, setzt sich damit die Säkularisierung des Staatswesens durch, was zu weiterer Toleranz führte. Mit Joseph II. wurden ja zumindest den Protestanten die Gebetshäuser erlaubt. Für die sehr religiösen Menschen des 18.Jh. muss die Verfolgung in Österreich schon etwas schreckliches gewesen sein und die Reaktion in den protestantischen Teilen des Reiches, spricht schon davon, dass man mit den verfolgten Glaubensgenossen mitfühlte.

    Obgleich die Missstände gerade in Schlesien zu Zeiten Friedrich II. noch enorm waren, denke ich schon, dass die neue Rechtsauffassung gerade für den "kleinen" Mann viel wert war.
     

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