Warum wurde der jüd. Glaube teilweise nicht verboten?(Gr., Röm., Mittelalter)

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von superbild, 29. Februar 2012.

  1. superbild

    superbild Neues Mitglied

    hallo,

    bei den Römern und unter einigen Herrschern im Mittelalter hatten Juden zwar weniger Rechte, sie wurden aber nicht zwangsgetauft oder ermordet; zumindest bis zum 1. Kreuzzug nicht.

    Warum nicht? - alle anderen Religionen (außer den Juden) wurden doch verfolgt? :grübel:

    danke :yes:
     
  2. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Warum hätten es die Römer und Griechen tun sollen.

    Im Mittelalter wäre wahrscheinlich ohne Juden die Kreditwirtschaft zusammengebrochen, ganz zu schweigen das man immer einen Sündenbock braucht.
     
  3. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    Für das Mittelalter
    Jesus war nun mal Jude
    Der Gott der Juden ist der selbe wie der Gott der Christen, die Juden sind aber keine Ketzer o.ä., sie aben schlicht die "älteren Rechte"
     
  4. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Naja nach dieser Logik hätte es im Grunde im MA nie Judenprogromme geben müssen.
     
  5. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Bei den Römern wurden andere Religionen normalerweise keineswegs verfolgt, sondern allenfalls dann, wenn sie als staatsgefährdend eingestuft wurden.

    Auch vor dem 1. Kreuzzug gab es bereits antijüdische Maßnahmen. Zwangstaufen gab es zeitweise unter den Westgoten in Spanien.
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Es galt die augustinische Lehre von der unfreiweilligen Zeugenschaft der Juden für die Richtigkeit der christlichen Religion.
     
  7. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    Wütende Mobs, die nach Schuldigen für Kriege, Krankheiten und wirtschaftliche Flauten suchen, lassen sich normalerweise nicht von theologischen "Spitzfindigkeiten" aufhalten.
     
  8. superbild

    superbild Neues Mitglied

    danke für die Antworten :)
     
  9. beresina

    beresina Neues Mitglied

    Ich meine irgendwo gelesen zu haben (weiss aber nicht mehr wo), dass gemäss einer Bibelstelle die Juden die letzten vor dem Jüngsten Gericht sein werden, die bekehrt werden. Dies setzt voraus, dass es sie bis dahin noch gibt. Die Juden als solche haben also quasi eine christlich-theologische Legitimation und gehören ins kirchliche Schema des Mittelalters.
     

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