Was ist 'geflammter Wein'?

Dieses Thema im Forum "Wirtschaftsgeschichte" wurde erstellt von Lipper Schütze, 23. Dezember 2013.

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  1. Lipper Schütze

    Lipper Schütze Mitglied

    In einem um 1635 geschriebenen Brief eines Weinhändlers an seinen Vater in Köln beklagt der Schreiber, dass er leider nur eine größere Menge an 'geflammten Wein' kaufen und nach Köln versenden könne.

    Kann mir ein Kenner vielleicht erklären, was 'geflammter Wein' ist?

    Mit meinen eigenen Recherchen bin ich leider überhaupt nicht weiter gekommen.

    Gruß Lipper Schütze
     
  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Das wars also nicht?
     
  3. Lipper Schütze

    Lipper Schütze Mitglied

    Habe ich zuerst auch gedacht; aber ich habe keinen Hinweis auf Branntwein gefunden.

    Könnte es sein, dass der Wein durch Erhitzen haltbarer gemacht wurde?
    Aber geht dann nicht Alkohol verloren?

    Fragt Lipper Schütze
     
  4. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Es könnte sich um Wein handeln der mit dem heute als Fasseinbrand oder neudeutsch "Toasting " genannten Verfahren behandelt wurde. Dabei wird vor dem Einfüllen des Weins die innere Fasswand geflämmt , was je nach Toasting-Stufe dem Eichenholz zusätzliche Geschmacksstoffe entlockt,die auf den Wein übergehen. Das kann von einer leichten Vanille- bis zu einer kräftigen Rauchnote gehen.Das Verfahren wird u.a. im "Weinarzt" ,einem Weinbuch von 1793 erwähnt und auch heute noch praktiziert..
    Ich vermute mal ,daß in der damaligen Zeit die Rauchnote relativ kräftig ausgefallen ist und man wohl auch davon ausging die Haltbarlkeit des Weins zu verbessern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dezember 2013
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  5. Lipper Schütze

    Lipper Schütze Mitglied

    Es könnte sich um Wein handeln der mit dem heute als Fasseinbrand oder neudeutsch "Toasting " genannten Verfahren behandelt wurde. Dabei wird vor dem Einfüllen des Weins die innere Fasswand geflämmt , was je nach Toasting-Stufe dem Eichenholz zusätzliche Geschmacksstoffe entlockt,die auf den Wein übergehen. Das kann von einer leichten Vanille- bis zu einer kräftigen Rauchnote gehen.Das Verfahren wird u.a. im "Weinarzt" ,einem Weinbuch von 1793 erwähnt und auch heute noch praktiziert..

    Danke für diesen Hinweis. Ich versuche, dem nachzugehen.

    Schöne Jahresendfeiern!

    Lipper Schütze
     
  6. steffen04

    steffen04 Gesperrt

    wahrscheinlich geschwefelter Wein.


    Der Schwefel wird verbrannt ("geflammt") um Wein und Fässer haltbarer zu machen. Dabei kann der Geschmack beeinträchtigt werden.
     

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