Welche Museen/Ausstellungen sind an Leihgaben interessiert?

Dieses Thema im Forum "Ausstellungen | Historische Sehenswürdigkeiten" wurde erstellt von Neto-Zeme, 22. Juli 2015.

  1. Neto-Zeme

    Neto-Zeme Neues Mitglied

    Hallo miteinander!

    Ich hoffe ich habe die Frage im richtigen Unterforum gestellt.

    Und zwar ist das so, ich habe einige Bücher von meinem Opa bekommen, auch eine steinalte Kamera und noch ein paar Sachen. aber, statt, dass die nur daheim rumstehen würde ich diese gerne der Öffentlichkeit zugänglich machen. hier eine grobe Liste von den Dingen:

    Das eine sind Band 3 und 4 einer Lutherbibel, mit Auslegungen von Philip Melanchton und gedruckt von Hans Lufft von 1550.

    das andere wäre ein Buch zum 7-jährigen Krieg auf französisch, inklusive Karte; von 1789

    Dann ein Buch über die Naturlehre über den Menschen, mit Kupferstichen von Johann Gottlob Krüger von 1743

    ein philosophisch-christliches Schullexikon von 1753

    Eine Moral-Theologie von Johann Jacob H/R(?)ambach von 1738

    Anfangsgründe der Arithmetik Geometrie .. von Abraham Gotthelf Kästner 1758

    dann so eine art mini-lexikon druckjahr unbekannt, Verlag von W. Spehamnn Stuttgart und Berlin. da braucht man fast ne Lupe um die lettern zu lesen, so klein is das.

    Dann "Friedrich der Streitbare" von Caroline Pichler vierter Theil "Mit königlich würtembergischen allergnädigsten Privileg" 1831

    Christian Fürchtegott Gellers moralische Vorlesungen erster Band 1772

    E.M.Wieland Oberion Ein Gedicht in 14 Gesängen

    Von dem Gellert da oben noch "sämtliche Schriften zweyter Theil" 1774 in Reuttlingen gedruckt (Ben Johann Georg Fleischhauer)

    Dann "Geschichte der deutschen Literatur" ein handgeschriebenes Buch mit Leerseiten am Ende von Emil Richter (geht bis 1814)

    Dann "Materialien zur Erweckung und Uebung des Verstandes und der Urtheilskraft der Kinder sowohl zum Gebrauch beim öffentlichen als häuslichen Unterricht von (kann ich nicht entziffern, altdeutsch) Lohr., 1810

    dann ein Buch komplett auf lateinisch von 1693 "Beati Rhenani Selestadiensis Libri tres Institutionum Rerum Germanicarum Nov-Antiquarum Historico-Geographi-Carum" usw usf.

    und dann noch lauter gebets- und andachtsbücher von 1740-19. Jhd.

    dann hab ich noch so eine Riesenscheibe, aus Messing wohl von Willhelm II. und ne uralte Kamera für Fotos, die man noch aufklappen muss. aber gut in schuss. Bülter & Stammer Hannover "Quick" leider keine Jahreszahl zu finden. wohl so 1900-1914

    Alles ist in guter Verfassung, lediglich bei den 1550ern war mal ein kleiner wurm, aber keinesfalls ein richtiger Schaden, halt so zwei, drei Löcher.

    Ich möcht das einfach nicht daheim rumstehen lassen. Lieber soll sich das jemand anschaun oder drin rumstöbern.

    Danke schonmal für hilfreiche Tips.

    grüße


     
  2. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Bei den Museen gibt es meistens ein Sammlungsabteilung, die schauen sich die Objekte vor Ort an und entscheiden dann ob sie in die Sammlung des jeweiligen Museum aufgenommen werden oder nicht.

    Ich würde da einfach mal die Museen (in deiner Region) anschreiben. Auf den Homepages der Museen gibt es meist eine Rubirk Sammlung und Forschung, da solltest du auch die Adressen finden.
     
  3. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Wenn etwas davon zu Deiner Region passt, dann frag doch mal im nächsten Stadt- oder Landesmuseum an.

    Einiges wie beim Gellert gab es in solchen Massen und ist auch heute antiquarisch noch für kleines Geld zu haben, dass sich der Gang ins Museum wahrscheinlich nicht so sehr lohnt.

    Die pädagogischen Schriften sind vielleicht auch für ein Stadt- oder Freilichtmuseum spannend, wenn es eine Ausstellung dazu hat.
     
  4. Neto-Zeme

    Neto-Zeme Neues Mitglied

    danke!

    das mit dem freilichtmuseum kam mir gar nicht in den Sinn, aber hier gibt es tatsächlich eins in der Umgebung in dem auch das damalige Leben mit behandelt wird.

    Das hilft schonmal. Ich bin nämlich ein total Unwissender in Hinsicht mit dem Umgang historischen Literaturmaterials.

    liebe Grüße
     
  5. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    Für die Bücher eine wissenschaftliche Bibliothek im Umkreis anfragen, sprich Staats-, Landes- oder Universitätsbibliothek, bevorzugt eine alte mit historischen Beständen. Man kann vorher im Katalog überprüfen ob sie die Sachen hat. Die Lutherbibel könnte mur bei Vollständigkeit ernsthaft etwas wert sein, da müßte man Glück haben und eine Bibliothek erwischen, deren Exemplar ebenfalls unvollständig ist.
     
  6. Neto-Zeme

    Neto-Zeme Neues Mitglied

    Ich bin mir sogar unsicher ob das direkt Bibeln sind. Das steht explizit nicht darin, aber der Text im Teil 4 spricht davon: "Der Vierte Teil Der Bücher des Ehrwirdigen Herrn Docto. Mart. Luth. darin zusamen gebracht sind Christliche und tröstliche erklerung und auslegung uber etliche fürneme Kapitel und Sprüche aus göttlicher Schrift / so Er / durch Gottes gnade / geprediget /und etliche selbs mit eigener Hand geschrieben hat. Der mehrer teil aber der selben Predigten ist durch Doct. Calparn Creutziger / und andere / trewlich nachgeschrieben und in Druck gegeben / Seer nützlich zu klarem und rechten verstand christlicher lere / und zu trost allen Gottfürchtigen"

    Darauf folgt eine Vorrede von Philip Melanchton und danach eine von Martin Luther (in dem er, wenn ich das so überfliege ganz schön über die "Mammoluchen" herzieht).
     
  7. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    Sind definitiv keine Bibeln, sondern Bände der ersten Gesamtausgabe der Werke Luthers
     

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