Wewelsburg: Entstehung

Dieses Thema im Forum "Sonstiges in der Neuzeit" wurde erstellt von Adal-Batturich, 10. April 2008.

  1. Adal-Batturich

    Adal-Batturich Neues Mitglied

    Meine Frage lautet, wann der Name „Wewelsburg“ entstanden ist und was er bedeutet. (Burg des Wiwil??)
    Wie ich der Burgeigenen Internetseite entnehme, scheint die Ersterwähnung auf 1123 zu datieren. Könnte die Wewelsburg bereits im 9. Jahrhundert existiert haben?
     
  2. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Kann sie nicht, denn die Wewelsburg wurde meines Wissens erst um 1609 gebaut.
     
  3. Sascha

    Sascha Neues Mitglied

    Sicher, war da schon früher etwas, aber das was heute dort steht ist definitiv nicht mittelalterlich.
    Ein Besuch im Museum ist übrigens zu empfehlen, tolle Sachen aus allen menschlichen Epochen.
    Auch diese unsägliche Nazidesign unten im Bergfried sollte mal gesehen haben zusammen mit dem Dokumentationszentrum.
    Die Burg in seiner Erbauungsform sollte übrigens nur gegen Aufständische Bauern helfen und hat keine „wirkliche“ militärische Bedeutung
     
  4. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Ich war vor Jahren mal anläßlich eines Studienprojektes auf der Wewelsburg. Vor Jahren konnte man sich den Schlüssel für den Nordturm mit der Krypta und dem "Saal der Obergruppenführer" noch einfach beim Infozentrum abholen. Einige Neonazis hatten einmal einen Abdruck des Schlüssels genommen und nachts eine Kultfeier in der Krypta veranstaltet, was in der westfälischen Neonaziszene für Erheiterung sorgte.

    Seitdem müssen rechte Besucher an der geführten Tour durch die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Wewelsburg/ Niederhagen teilnehmen, wenn sie den Nordturm besichtigen wollen. Auf der Burg ist heute eine Jugendherberge untergebracht, und wenn man so manche Einträge im Gästebuch liest, kann es einem angst und bange werden.


    Die Arbeiten im Saal der Obergruppenführer, ein im Boden eingelassenes Sonnenrad aus Marmor wurden alle von Hand von Häftlingen angefertigt. Die Marmorplatten wurden in Handarbeit geschliffen und poliert, wobei nicht wenige Zeugen Jehovas beschäftigt waren, die sich bei der SS einer gewissen Beliebtheit erfreuten, weil sie keine Fluchtversuche unternahmen und als recht willig galten. Sie verweigerten allerdings jeden Eid und den Militärdienst und zwar äußerst konmsequent. So sollten die Buchenwalder Gefangenen entlassen werden, wenn sie sich nur zum Treueeid gegenüber Hitler verpflichteten- kein einziger Gefangener meldete sich.

    Das Verhältnis der eigentlich konservativ- katholischen Wewelsburger zur SS und dem eigens ernannten "Burghauptmann" war reecht heikel, und bei Himmlers gigantomanischen Plänen für einen SS- Vatikan sollte das Dorf dann auch verschwinden. Himmler glaubte, dass sich dort "germanische Kraftlinien" kreuzten und er versammelte ein recht dubioses "Expertenteam" um sich. Dabei wurde er unter anderem von dem ehemaligen österreichischen Offizier Willigut unterstützt, der sich innerhalb der SS "Weißthor" nannte. Unter anderem ließ Himmler auch nach dem Heiligen Gral fahnden, und der bunteste Vogel in dieser Voliere schräger Vögel war Otto Rahn, ein durchaus renommierter Forscher, der schließlich wegen seiner Verstrickung in die SS- und nicht zuletzt wegen der eigenen Homosexualität Suizid verübte.
     
  5. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Das, was wir heute unter der Wewelsburg kennen, ist definitiv neuzeitlich.
    Da die Internetpräsenz zur Burg im Startbeitrag bereits angesprochen wurde, vgl. dazu auch http://www.wewelsburg.de/media/wewels02_neu.jpg

    Eben, auf der betreffenden Seite gibt es eine Veranschaulichung betreffs der bereits 1123 erwähnten Burg im Bezug zur neuzeitlichen, heute bekannten Anlage: http://www.wewelsburg.de/media/drahtmodell_gross.jpg

    Zur Burggeschichte bzw. den verschiedenen Anlagen - denn davon müssen wir hierbei mE sprechen - vgl. eben auch Geschichte der Wewelsburg

    Aufgrund des Sachverhalts und da auch die Diskussion eher in Richtung Neuzeit weist, habe ich den Thread nach "Sonstiges in der Neuzeit" verschoben...
     
  6. Tekker

    Tekker Gast

    Hatten wir das Thema Wewelsburg nicht schonmal vor geraumer Zeit? Scorpios Beitrag kommt mir sehr vertraut vor... :confused:
     
  7. Sascha

    Sascha Neues Mitglied

    Auf alle Fälle sollte man in die Überlegungen einbeziehen,das Paderborn einen Steinwurf weit entfernt ist schon recht frü ein "großer" Ort, selbst vor den Franken. Der Hellweg ist brachte Reichtum und Strahlte die paar Kilometer bestimmt aus.
     
  8. Adal-Batturich

    Adal-Batturich Neues Mitglied

    Der Grund für meine Frage war eben folgender:
    Es gibt eine Saga von den Söhnen Ragnar Lodbrocks, in der sie eine Stadt/Burg einnehmen Namens "Vifillsborg" und niederbrennen. Wo diese stand, konnte bis heute leider nicht sicher ausgemacht werden. Eine Theorie sieht darin den burgundischen Stützpunkt "Wifilsburg", der auf den Ruinen von Aventicum errichtet wurde, nachdem die Alemannen dieses "eingeebnet" haben. Doch müsste eine solche Zerstörung zweifellos in den lokalen Chroniken verzeichnet sein, was aber nicht der Fall ist, ausserdem ist ein Wikingerüberfall in die Westschweiz sehr unwahrscheinlich.
    Vom Namen her konnte man auch die Wewelsburg hinzuziehen, doch deren Existenz ist im 9. Jahrhundert noch nicht belegt.
     
  9. Sascha

    Sascha Neues Mitglied

    Und bei der Wewelsburg ist kein großer Fluß, der schiffbar ist. Außerdem wäre Verstärkung aus großen Paderborner Pfalz innerhalb von ein paar Stunden da...
     

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