Widerstandskämpfer-Gerechte unter den Völkern

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Dernburg, 11. November 2005.

  1. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Das mit dem Rückzugsbefehl bei El Alamein ist so eiine Sache, die Funksprüche sind zu spät ausgewertet worden, liegen geblieben usw. ein Major wurden von Hitler degradiert. Rommel hat einen Hitler Funkspruch mit Durchhalteparolen für eine Antwort auf einen Funkspruch in dem er den Rückzugsbefehl meldete gehalten, und hat darauf den rückzugsbefehl aufgehoden, um ihn 24 Studen später erneut zu geben. Die 24 Stunden Verzögerung führten aber zu erheblichen verlusten, die sonst nicht eingetreten wären. Hitler kannte aber als er die allg. Durchhalteparolen funken ließ, Rommels Rückmarschbefehl noch gar nicht. Bei einer Enigma seien die Walzen nicht sauber gelaufen, musste gereinigt werden.

    Rommels Rolle in Italien ist sehr diffus. Zu beachten bitte ich aber, dass der September 1943 10 Monate vor dem 20. Juli 1944 lag! In dieser Zeit kann man seine Meinung schon grundlegend ändern.

    Aber wie gesagt, der General Rommel war zweifellos Hitlers Geschöpf, er wäre nie mehr als Oberstleutnant geworden. Aber welcher andere besuchte Hitler und forderte ihn auf den verlorenen Krieg zu beenden?

    Grüße
    Repo
     
  2. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    das hat freilich noch Nichts mit Rommel als "Mann des Widerstands "zu tun!

    Hitler zu etwas überreden wollen-und ihn aus dem Weg zu räumen, sind doch nicht vergleichbare Widerstandsansätze. Wo ist die mutige Tat aus moralischer Einsicht ?
     
  3. Wellington

    Wellington Neues Mitglied

    @Arcimboldo

    Dein Beitrag über Rommel und seine Befehle gegenüber ital. Widerstandkämpfern fand ich sehr interessant.

    Leider bin ich in der Geschichte nicht allzu bewandert, deshalb meine Frage:

    Kann es möglich sein, dass Rommel hier auch differenzierte?

    Rommel wurde als General von seinen Männern vereehrt. Seine taktischen Fähigkeiten machten ihn zu einem der meist bewunderten Generäle des WK II. Aber auch im Hinblick auf seine Soldaten, soll er nicht wie manch anderer mit rücksichtlosen und sinnlosen Befehlen um sich geschmissen haben, sondern stets darauf bedacht gewesen sein, seine Soldaten zu schützen.
    Auch gegenüber geschlagenen Feinden war er doch stets militärisch korrekt.

    Ist es nicht möglich dass der von Dir beschriebene Befehl daher rühren könnte, dass durch diesen Widerstand seine Soldaten Opfer des Widerstandes wurden?
    Kann es sein, dass er den Widersatnd gegen die, welche die Verantwortung hatten gebilligt, vielleicht auch in irgendeiner Form von Tun und/oder Unterlassen gefördert hat, während der Widerstand gegen seine Soldaten ihn zu dieser Haltung trieb...als Folge davon, dass eben seine Männer dabei drauf gingen?

    Wie gesagt, eine These meinerseits...möglich? :confused:
     
  4. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Moment, "Hitler zu etwas überreden wollen" ????

    er hat die Beendigung des verlorenen Krieges von Hitler verlangt!
    Dass das bereits akute Lebensgefahr bedeutete, dürfte wohl unbestritten sein. Ich denke schon, dass das ein Widerstandsansatz ist.

    Sein Plan die Westfront "zu öffnen" wäre zu diesem Zeitpunkt auch der einzig noch gangbare Weg gewesen.
     
  5. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Hier sind keine Widerstandskämpfer gemeint, sondern die regulären ital.Truppen, die nun einem anderen Befehl unterworfen waren, das ist m.E. ein großer Unterschied.
    Mir kommt es drauf an, herauszuarbeiten, ob es nicht vorallem moralische, ethische Motive sind , die das Prädikat "Männer und Frauen des Widerstands "" verdient haben,und nicht diejenigen wie Rommel , aus pragmatisch -taktischen Erwägungen agieren.
    Von Hitler zu verlangen den Krieg zu beenden, um zu retten, was zu retten ist, mag ehrenwert sein für viele Opfer, die dann nicht mehr sinnlos verheizt würden. Reicht die Einstellung aber für eine geistig-moralische Wende eines Nachkriegs-Deutschland ?
    Die Widerstandskämpfer der weißen Rose z.B. haben eben diese moralische
    Notwendigkeit gesehen,auch Verantwortung gegenüber anderen Menschen ,auch im unterdrückten Ausland ,zu übernehmen und konsequent zu handeln.
     
  6. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Kann man zweifellos so sehen.
    Aber sehr viel bleibt dann vom 20. Juli auch nicht übrig.
    Es ist die Frage was dann überhaupt übrig bleibt.

    Die hohen ethischen Maßstäbe die Du hier anlegst können wohl nur sehr wenige Menschen erfüllen.
    Denke ich mal.

    Grüße Repo
     
  7. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Die geistig-moralische Einsicht , wenn auch spät, zu spät, sehe ich bei den Widerstandskämpfern des 20.Juli durchaus gegeben.

    Mich wurmt z.B, das es zwar viele Bundeswehr Kasernen mit dem Namenspatron Rommel gibt, aber wo sind die Kasernen mit dem
    Namen der Widerstandskämpfer, die doch inzwischen bekannt sind -über die prominenten Vertreter des 20. Juli hinaus.
     
  8. Seres

    Seres Neues Mitglied

    Um mal wieder auf die Edelweisspiraten zurückzukommen:

    Heute, 15.11.05, ist auf SWR 2 "Dschungel" ist das Thema "Edelweisspiraten"
    Für diejenigen, die swr 2 nicht empfangen können, oder diejenigen, die die Sendung verpassen, sei auf Podcast hingewiesen.
     
  9. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Der militärische Widerstand ist natürlich schon so eine Sache. wobei, ich habe das von Dir genannte Buch von Knab vor ein paar Jahren gelesen. Zum Teil schreibt der schon einen hanebüchenen Blödsinn. (Ich glaube bei Mölders)Also als Quelle ist der nicht unbedingt ernst zu nehmen.
    Rommel als Schwabe hat bei mir natürlich schon mal Bonuspunkte gebe ich gerne zu.

    Grüße Repo
     
  10. Papa_Leo

    Papa_Leo Aktives Mitglied

    Nur mal zur Erinnerung: Die Ausgangsdiskussion drehte sich nicht um Rommel als Mann des Widerstandes, sondern ob die Männer des 20. Juli - zu denen Rommel eigentlich gar nicht gehörte - in gleichem Atemzug zu nennen sind wie die Geschwister Scholl.
     
  11. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied

    Thx 4 bringin back the topic;) :fs: ....


    Zumindest rechtlich wurden die Männer des 20. Juli nicht im selben Atemzug wie die Scholls, die Edelweißpiraten und andere genannt. Im Gegenteil: Widerstand (mindestens in Teilen) wurde lange nur dann anerkannt, wenn eine "reelle Chance auf Veränderung der Zustände" bestanden hat. Und das war eben nur beim 20.Juli konkret.
     
  12. Innuendo

    Innuendo Neues Mitglied

    übrigends haben Stauffenberg und Rommel heute beide Geburtstag
     
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