Widukind und "jüngeres Stammesherzogtum"

Dieses Thema im Forum "Völkerwanderung und Germanen" wurde erstellt von Milka, 16. März 2004.

  1. Milka

    Milka Gast

    Hallo ich bin Milka und ich habe eine Frage bezüglich der Widukind Quelle und des "jüngeren Stammesherzogtums". Ich muss eine Hausarbeit in diesem Bereich schreiben. Es geht darum die Quelle Widukind von Corveys auf das "jüngere Stammesherzogtum" hin zu untersuchen und daraus dann eine Fragestellung für die Hausarbeit zu finden.
    Eine sehr schwierige Aufgabe wie ich finde! Kann mir Irgendjemand weiter helfen?????
     
  2. Hamilkar

    Hamilkar Neues Mitglied

    Tut mir leid Milka, darüber weiß ich nichts.
    Scheint wirklich eine schwere Fragestellung zu sein.

    Das einzige was ich dir also bieten kann wäre eine googlesuche, aber ich denke, darauf hast du auch schon zurückgegriffen.
    Eine Möglichkeit wäre es jedoch mal irgendwo dort vor ort per email nachzufragen. Vielleicht gibt es dort ja irgendein heimatmuseum oder Abtei die dir weiterhelfen können.

    hier ist ein verweis zur abtei:
    www.hoeckmann.de/geschichte/corvey.htm

    Vielleicht ist hier aber noch jemand anderes der dir besser weiterhelfen kann als ich.
     
  3. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Ich kann dir eine Literaturliste zu Widukind von Corvey anbieten. Sie ist ziemlich umfangreich und du wirst nicht alles finden, aber vielleicht ergibt sich etwas... Die Quelle findest du auf jeden Fall in der MGH. (MGH bedeutet übrigens Monumenta Germaniae Historiae, DIE Edition zu mittelalterlichen Dokumenten, leider meist auf Latein...)

    Editionen
    P._Hirsch-H.E. Lohmann, MGH SRG, 19355
    A._Bauer-R._Rau, AusgQ 8, 1971 [lat.-dt.]
    Literatur
    Verf.-Lex. IV, 946-958 [K._Hauck]
    E.E. Stengel, Die Entstehungszeit der »Res gestae Saxonicae« und der Ks.gedanke W.s I. v. Korvei (Corona Quernea [Festg. K._Strecker, 1941]), 136-158 [veränderter Nachdr.: E.E. Stengel, Abh. und Unters.en zur ma. Gesch., 1960, 328-341]
    M._Linzel, Die Entstehungszeit von W.s Sachsengesch., Sachsen und Anhalt 17, 1941-43, 1-13 [auch: M._Linzel, Ausgew. Schrr., II, 1961, 302-311]
    H._Beumann, Die sakrale Legitimierung des Herrschers im Denken der otton. Zeit, ZRGGermAbt 66, 1948, 1-45 [auch: E._Hlawitschka, Kg.swahl und Thronfolge in otton.-sal. Zeit, 1971]
    H._Beumann, W. v. Korvey. Unters.en zur Gesch.sschreibung und Ideengesch. des 10. Jh., 1950
    H._Keller, Das Ksm. Ottos d. Gr. im Verständnis seiner Zeit, DA 20, 1964, 325-388 [auch: Otto d. Gr., hg. H._Zimmermann (WdF 450), 1976, 218-295]
    L._Bornscheuer, Miseriae regum, 1968
    H._Beumann, Historiograph. Konzeption und polit. Ziele W.s v. C., Sett. cent. it. 17, 1970, 875-894 [auch: H._Beumann, Wiss. vom MA._Ausgew. Aufsätze, 1972, 71-108]
    E._Karpf, Herrscherlegitimation und Reichsbegriff in der otton. Gesch.sschreibung des 10. Jh., 1985
    C._Brühl, Dtl.-Frankreich. Die Geburt zweier Völker, 1990
    H._Beumann, Entschädigungen von Halberstadt und Mainz bei der Gründung des Ebm.s Magdeburg (Ex ipsis rerum documentis [Fschr. H._Zimmermann, hg. K._Herbers, H.H. Kortüm, C._Servatius, 1991]), 383-398
    G._Althoff, W. v. C._Kronzeuge und Herausforderung, FMSt 27, 1993, 253-272
    J._Fried, Der Weg in die Gesch. Die Ursprünge Dtl.s bis 1024 (Propyläen Gesch. Dtl.s, 1, 1994)
    H._Keller, Machabaeorum pugnae (Iconologia Sacra [Fschr. K._Hauck, hg. H._Keller-N._Staubach, 1994]), 417-437
    H._Keller, W.s Bericht über die Aachener Wahl und die Krönung Ottos I., FMSt 29, 1995, 390-453
    J._Fried, Die Kg.serhebung Heinrichs I. (MAforsch. nach der Wende 1989, hg. M._Borgolte, 1995 [Beih. zur HZ 20]), 267-318.

    Das Lexikon des Mittelalters schreibt auch einiges zu Widukind, ich glaube nur, dass ich es aus urheberrechtlichen Gründen nicht zitieren darf. Schreib mir am besten eine E-Mail, ich schicke dir dann die Einträg, die du brauchen könntest.

    Lg

    Schini
     
  4. Widukind

    Widukind Neues Mitglied


    Ich nehme an, hier wirst Du fündig:

    http://home.t-online/home/jochen.seidel/territ1.htm

    Gruß W.
     
  5. Schini

    Schini Neues Mitglied

  6. Gast

    Gast Gast

    Bonjour Schini,

    merci boku!


    Widukind
     
  7. Milka

    Milka Gast

    Vielen Dank für die Hilfe!!!!

    Hallo liebe Besucher des Geschichtsforums,
    Ich habe mich sehr über die Antworten, insbesondere Leiteraturverzeichnis &Linkverweis gefreut!
    Inzwischen war ich wegen der Fragestellung bei meinem zuständigen Professor.
    Er meinte ich solle mich allgemein auf die Widukindquelle beziehen und nicht nur auf eine Episode. Als Unterpunkt könne man z.B. das Verhältnis Konrads I. zu den sächsischen Herzögen beleuchten und daraus folgend untersuchen wie in der Widukindquelle das Verhältnis zu den Herzögen beschrieben wird als die Sachsen selber Könige sind.... Ich finde auch diese Herangehensweise total schwierig!
    Kann mir jemand helfen diese Fragestellung noch mehr zu spezifizieren bzw. Tipps für dessen Bearbeitung geben????
    Ich würde mich wahnsinnig freuen!!!!
    LG
     
  8. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Zuerst einmal wirst du mit der Originalquelle arbeiten müssen, da du daraus zitieren werden wirst (in diesem Fall: Albert BAUER; Reinhold RAU (Überss.), Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 8), Darmstadt 1971).

    Ich würde bei einer solchen Arbeit vom Allgemeinen zum Besonderen vorgehen, d.h. am Anfang Entstehungszeit, Autor, Überlieferung, Umfang und das andere philologische Zeugs ;) anführen, dann den Aufbau und den Inhalt der Quelle beschreiben und schließlich Besonderheiten herauspicken und genauer darauf eingehen. Sehr hilfreich sind bei einer solchen Arbeit wohl auch Vergleiche, entweder innerhalb der Quelle (die ich leider nicht kenne) oder zu anderen Quellen oder zu Darstellungen in der Sekundärliteratur.

    Du mußt dir die relevanten Stellen aus der Quelle ganz genau ansehen und vor allem aus dem Text Nuancen der Beschreibung herausarbeiten. Das ist eine sehr kleinteilige, philologische Arbeit, die aber bei Mediävisten - die ja vorwigend mit Texten arbeitet - fast unumgänglich ist. Wenn du Probleme mit der Wortbedeutung hast (o.g. Ausgabe ist zweisprachig, aber nachschlagen hildt immer), suche dir einen guten lateinischen Thesaurus oder ein mittellateinisches Wörterbuch. Dein Professor kann dir sicherlich eines empfehlen.

    Vielleicht siehst du dir in historischen Periodika die Aufsätze zu anderen Quellen an, dort kannst du dich ja von einem Konzept "inspirieren" lassen...
     
  9. milka

    milka Neues Mitglied

    Hallo,

    Schini, vielen Dank für die Infos!!!
    Werde dementsprechend vorgehen.

    Nur die Widukind Quelle an sich macht mir immer noch ganz schön zu schaffen. Ich finde es sehr schwer das Verhältnis zwischen den ottonischen Königen und den Herzögen in einen Konsens zu bringen, da die Quelle so detailliert die verworrenen Personenverhältnisse beschreibt. D.h. man müsste ja alle einzelnen Verhältnisse auseinanderdefinieren, um ein einigermaßen qualitativ aussagendes Ergebnis zu erzielen. Das würde aber von der Menge her für eine Doktorarbeit locker reichen, den Rahmen für meine Hausarbeit aber sprengen.

    Oder gibt es vielleicht schon allgemeingültige Aussagen über die Sicht Widukinds zum Verhältnis der Ottonischen Könige zu den Herzögen?
     
  10. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Ich habe wegen eigener Forschungen den Essayband der großen Otto-Ausstellung in Magdeburg 2001 gerade zuhause, der auch für dich interessant sein könnte. Dort stehen ein paar Aufsätze, die dich interessieren könnten, bes der Aufsatz von Dietmar Salewsky.

    Eine kurze Auswahl an Literaturquellen:
    • Puhle, Matthias [Hrsg.]: Otto der Große, Magdeburg und Europa, Band I, Mainz, 2001
    • Leyser, Karl: Herrschaft und Konflikt. König und Adel im ottonischen Sachsen, Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte 76, Göttingen 1984
    • Althoff, Gerd: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat, Stuttgart/Berlin/Köln, 2000
    • Karpf, Ernst: Herrschelegitimation und Reichsbegriff in der ottonischen Geschichtsschreibung des 10. Jahrhunderts, Historische Forschungen 10, Stuttgart 1985
    Sonst würde ich noch empfehlen, das Lexikon des Mittelalters mal nach ottonischen Begriffen zu durchforsten, vielleicht ist da noch ein Hinweis dabei.
     
  11. milka

    milka Neues Mitglied

    Hallo Schini,

    Nochmals vielen Dank!
    :)
     

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