Wie herrschten die Kaiser des 13. & 14. Jahrhunderts

Dieses Thema im Forum "Das Heilige Römische Reich" wurde erstellt von 555555555555555, 8. März 2016.

  1. Hallo Zusammen,

    Ich würde gerne mal wissen, wie der Kaiser im 13. und 14. Jahrhundert geherrscht hat.

    Viele Grüße
     
  2. J-M-K

    J-M-K Mitglied

    Hallo 5,
    ich weiß nicht wie genau du das wissen willst, aber schau dir mal die Lebensläufe von Friedrich II und Karl IV an. Wobei Friedrich II, so weit ich das beurteilen kann ein eher ungewöhnlicher Kaiser war.
    Generell muss man bedenken dass die Kaiser im Heiligen Römischen Reich keine Alleinherrscher waren und weit weg vom Absolutismus wie z.B. in Frankreich waren. Solange sich die Landesfürsten nicht gegen den Kaiser stellten hatten diese ziemlich freie Hand.
     
  3. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    Hallo!
    Da würde ich die Werke von Gert Althoff heranziehen, zum Beispiel "Spielregeln der Politik im Mittelalter"
     
    1 Person gefällt das.
  4. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Die Frage nach dem "Wie" ist durchaus mehrdeutig zu beantworten.

    Es geht im Kern um die Frage der Legitimation von weltlicher Macht. Diese ist, entsprechend dem mittelalterlichen Weltbild durch "Gottesgnadentum" vermittelt (vgl. Wiki zum Konzept)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesgnadentum

    Vor diesem Hintergrund ist der Papst die Instand, die den "göttlichen Willen" Interpretiert und für die entsprechende Legitimation von Herrschaftshäusern sorgt (vgl. dabei z.B. R. Bendix: Kaiser, deutsche Fürsten und die Autorität des Pabstes, in ders.: Könige oder Volk. Bd. 1, S. 196ff)

    Aus der Sicht der Päpste, bis ca. 11. Jahrhundert, war das "Reich im Grunde der weltliche Arm der Kirche, hatte die Aufgabe, die Missionstätigkeit der Kirche zu schützen und dzu fördern, und war damit letztlich dem Pbst Rechenschaft schuldig." (ders. 197).

    Die fränkische bzw. die "kaiserliche Theorie" der Herrschaft betonte dagegen stärker die Eigenständigkeit der weltlichen Herrschaft und im 11. Jahrhundert prallten diese beiden Sichten unversöhnlich aufeinander (vgl. Investiturstreit)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Investiturstreit

    Soweit die staatsrechtliche Sicht. Ansonsten erfolgte die reale Ausübung der Macht im Rahmen der Spielregeln des "Fürsten" von Machiavelli, ohne dass natürlich die handelnden Personen sich dessen intellektuell bereits bewußt waren. In diesem Sinne war es Loyalität, Psychologie, Verwandtschaftsbeziehungen bzw. Heirat oder nicht selten pure Machtanwendung, die die Frage nach dem "Wie" auch beantwortet. Allerdings eher im instrumentellen Sinne.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2016

Diese Seite empfehlen