Wie konnte es Hitler gelingen, Handlanger für seine fanatischen Ziele zu gewinnen?

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Bommel, 5. April 2011.

  1. Bommel

    Bommel Neues Mitglied

    @floxx78
    deinen 2. Punkt finde ich sehr interessant.



    Aber nun verstehe ich nicht mehr den Zusammenhang zwischen der Frage, wie es Hitler gelang, diese "Handlanger" zu "erwerben", und der Rüstungsindustrie...

    Vielleicht kann mir jemand den Zusammenhang genauer erläutern.
     
  2. Bommel

    Bommel Neues Mitglied

    Indoktrination finde ich auch als passend, was denkt ihr dazu?
    Es hängt mehr oder weniger mit den Theorien von ElQuijote zusammen.
     
  3. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Vielleicht löst du dich auch noch ein Stück weit von der Person Hitler und wirfst noch einen Blick auf die Rahmenbedingungen, die das Etablieren des Nationalsozialismus in Deutschland und dabei insbesondere in den Köpfen der Menschen ermöglichte. (Silesia und Thanepower haben dir bereits Links gesetzt, in denen du u.a. das nachlesen kannst)

    Indoktrination kann man erst leisten, wenn man den Menschen grundsätzlich schon "hat", sprich auch eintsprechendes Machtgefüge besteht, durch das die Indoktrination stattfinden kann. El Quijote gibt dazu schon die Hinweise auf die beiden populären Klassiker, hier noch die Links: Milgram-Experiment ? Wikipedia und Stanford-Prison-Experiment ? Wikipedia (es reicht übrigens bei beiden nicht, die Filme gesehen zu haben, die lassen ein paar wesentliche Punkte weg ;)). Bei beiden Experimenten wird aber bereits ein Machtgefüge (Versuchsleiter - Versuchsteilnehmer) vorausgesetzt und wärend des Experiments vorgegeben (Lehrer-Schüler bei Milgram - Gefägniswärter-Gefangener bei Stanford). Ein weiteres, zwar wissenschaftlich nicht ganz so sauberes, von der Grundaussage her aber brauchbares Experiment wäre noch "The Third Wave" (The Third Wave ? Wikipedia) sowie Ash mit seinem Konformitätsexperiment (Konformitätsexperiment von Asch ? Wikipedia). Zur Auslegung der Wirkungsweise siehe aber auch der wichtige Hinweis von Floxx zum Fanatismus und entsprechenden Distanzierungsargumentationen.
     
  4. Water

    Water Neues Mitglied

    Ich finde es leider recht "normal", dass Hitlers Partei gewählt wurde. Er hat wohl einige Dinge "geleistet", die die Menschen gut fanden (z.B. Rückgang der Arbeitslosigkeit). Ich bin mir sicher, würde heute einer aus 4 Mio Arbeitslosen eine Million machen, würden das auch viele toll finden und den Bundeskanzler der das schafft, wieder wählen. Ist nunmal so.
    Und die Ideologie, Antisemitismus usw. ist ein Zeitgeistphänomen, Hitler war nicht der erste, der auf die Idee kam. Das waren ja Ideen der Zeit, die es auch schon lange vorher gab und Vorurteile, die viele wirklich hatten. Man muss es ja so sehen, die wussten ja damals auch noch nicht, dass Millionen Juden in Konzentrationslagern sterben werden, wenn sie jetzt ein bisschen antisemitisch sind... man kann eigentlich nur im Nachhinein sagen, dass es falsch war, diese Idee zu unterstützen. Vorher war es halt eine Idee, von der alle irgendwie ergriffen waren. Heute denken auch viele Amerikaner, der Irakkrieg ist gut, weil man die Terroristen und die Islamisten bekämpfen muss, egal ob Krieg eine miese Sache ist oder ob Islamist=Terrorist evtl. ein Vorurteil ist.
    Dazu kommt noch die Machtergreifung, Errichtung einer Diktatur, wo es Repressionen gibt, wenn man sich dagegen wehrt, Überwachungsapparat usw... und es gab in Deutschland auch keine besonders alte demokratische Tradition. Die Weimarer Republik war die erste deutsche Republik, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Vorher gab es ein Kaiserreich und davor mehrere Könige oder Herzöge u.ä.
    Die Leute waren also auch mehr an "eine" Regierungsperson gewöhnt und fanden das vielleicht "typisch deutsch".
    Ansonsten gibt es so ein Buch von Viktor (?) Klemperer: LTI - Lingua Tertii Imperii. Da geht es um die Sprache. Sprache war im NS und auch in der DDR extrem wichtig, um die Massen bei Laune zu halten. Die immer gleichen Formeln prügeln wirklich jedem die Ideologie ein. Im Roman 1984 wird das "Neusprech" genannt, da werden negative Wörter einfach nicht mehr verwendet, damit alles positiv wirkt. Nach der Wende gab es einige Leute, die die Formeln immer noch verwendeten, ohne groß darüber nachzudenken. Wenn man es nicht tat, fiel man ja negativ auf. Und wenn man alles, was man äußern kann, genormt kriegt und sich das einschleift, dann denkt man auch bald nicht mehr anders. Ganz besonders, wenn man als Kind da reingeboren wird und keine anderen Formulierungen hört, die man vergleichen kann. Manche Menschen hinterfragen sowas nicht, weil sie es gar nicht wahrnehmen, dass Sprache so wichtig ist.
    Außerdem gab es noch diese ganzen Massenveranstaltungen... geh doch heute mal auf ein Konzert oder zum Public Viewing bei der Fußball-WM... da machst du auch mit. Dem kann man sich ja kaum entziehen. Damals gabs dann Strafen, wenn man sich dem entzogen hat. Der ganze Tag war geplant, jeder MUSSTE in irgendeiner Organisation sein usw... eine Wahl, wie heute ("ach das ist blöd, ich hasse Fußball, ich bleib zuhause") gabs nicht wirklich.
    Ich würde sagen, die Menschen haben sich damals nur sehr eingeschränkt frei für Hitler entschieden... welche Alternative gab es denn? Die gab es sicher, aber was passierte denn, wenn man sie wählte? Wenn man nicht erlebt hat, was Hitler letztendlich getan hat, dann konnte man nicht wissen, was man hätte besser machen können. Man hatte vielleicht gar nicht das Gefühl, dass es schlimm werden würde.
     
  5. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Rückgang der Arbeislosigkeit kam erst nach 1933. Das ist kein Argument, weshalb die Leute NSDAP wählten.

    Was hat den die Partei Hitlers vor 1933 geleistet?




    Stimmt Antisemitismus war zu dieser Zeit verbreitet. Nur gibt es eben auch hier Unterschiede. Richtig man wusste nicht das es mal einen Holocaust geben würde. Das wissen wir heute.

    Es gab aber schon einige die bereits vor 1933 und dann danach erkannt haben was es bedeutet wenn Hitler an der Macht ist. Die haben die Idee nicht unterstützt.


    Nenn mir doch bitte die Quelle die belegt, dass es Strafen gab, wenn man nicht an die Parteitage ging? Es waren auch nicht alle Deutschen in der NSDAP oder in der Hitlerjugend. Wenn man nicht in der Partei war, konnte man seine berufliche Karriere vergessen. Deshalb traten viele bei, aber ein Zwang gab es nicht.


    Finde diese Erklärung sehr einfach.

    Über das Wahlverhalten gibt es ein sehr gute Lektüre.

    Jürgen W. Falter:
    Hitlers Wähler.
    München: C. H. Beck Verlag 1991

    Und über die NSDAP
    Wolfgang Benz (Hrg.)
    Wie wurde man Parteigenosse?
    Die NSDAP und ihre Mitglieder
    Fischer Verlag. 2009
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2011
  6. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Könntest Du, bei Deiner Kompetenz sicherlich ein leichtes, kurz die Maßnahmen beschreiben, die zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit geführt haben. Bitte in einer quantifizierbaren Beschreibung bzw. Analyse und wenn es geht bitte auch die entsprechenden Quellen.

    Unabhängig von der völlig zutreffenden Kritik von Ursi an dem zeitlichen Kontext.

    Würde mich doch interessieren, vielleicht auch nur um, mal wieder, dem beliebten Spiel der Mythen- und Legendenbildung auf die Spur zu kommen.
     
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  7. Minerve

    Minerve Neues Mitglied

    Medien als Meinungsführer

    Noch nicht explizit genannt, aber m.E. sehr wichtig waren die Massenmedien (Siehe auch Waters Anmerkungen zur Sprache), spätestens nach deren Gleichschaltung. Zeitungen und Radio mit ihren gefilterten Informationen haben es vielen Menschen "erleichtert", dem NS-Regime zu folgen bzw. zu glauben.
    Hätte es damals schon Internet gegeben...
     
  8. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Die Gleichschaltung der Massenmedien ging nicht Knall auf Fall über die Bühne. Anfangs hat sich Hitler sogar durchaus eine nicht gleichgeschaltete Presse gewünscht, da er nicht in allen Zeitungendas gleiche lesen wollte. Bloß hat er, genau wie Goebbels, vergessen zu erläutern, wie weit die Presse denn in ihrer Berichterstattung gehen darf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2011
  9. Bommel

    Bommel Neues Mitglied


    Also hierzu hätte ich Beispiele. Hitler wollte Krieg machen, dafür brauchte er natürlich Waffen, Soldaten, Munition etc.
    Ganz klar das in der Rüstungsindustrie viele Menschen einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben, oder, aufgrund der wiedereingeführten Wehrpflicht, bei der Wehrmacht gelandet sind.

    Da stimme ich voll und ganz zu, auch wenn es Alternativen gab, wer wollte schon Nachteile haben, nur weil der nicht in DER Partei war..
     
  10. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Nein. Siehe Ursis Beitrag zum fehlerhaften zeitlichen Bezug. Zudem ist das weder eine quantifizierte Analyse oder Betrachtung, ganz zu schweigen davon, dass es sich auf eine Quelle berufen würde.

    Kommt ebenfalls wieder auf den zeitlichen Bzug an. Bis 33 hatte jeder die Wahl, ohne dass er was zu befürchten hatte.
     
  11. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Hier wird aber ganz schön vermischt. Man muss schon unterscheiden, von welcher Zeit wir sprechen. Man kann die Situation nach 1933 nicht mit der vor 1933 gleichsetzten.

    Mal ein paar Fakten:

    5. Januar 1919 Gründung der Deutschen Arbeiterpartei durch Anton Drexler und Karl Harrer.
    Mitgliederzahl: 20 bis 40 Personen.

    Am 12. September 1919 besuchte Hitler im Auftrag des Reichswehrgruppenkommandos eine Versammlung der DAP. Trat kurz darauf der Partei bei und wurde Werbeobmann.

    Im Februar 1920 Umbenennung zur NSDAP. Bei der Verkündung des 25 Punkte Parteiprogramms waren 2000 Besucher anwesend (ist nicht belegt ob das alles Mitglieder waren).

    Ende Januar 1922 Parteitag in München, anwesend 6000 Mitglieder.

    Januar 1923 20 000 Mitglieder

    Verbot der NSDAP

    Wiedergründung im Februar 1925.

    Mitgliederzahl stieg von 27 000 Ende 1925 auf über 130 000 (Sept. 1930) und 850 000 (Jan. 1933) auf 2,5 Millionen im Frühjahr 1933.

    Die Partei machte am 1.1.1935 einen Stichtag. Hier zählte die offizielle Parteistatistik 2 493 890 Personen, 66% davon waren nach dem 30.1.1933 eingetreten. Die Mitgliednummern zeichnen, da fortlaufend ohne Rücksicht auf Abgänge vergeben, ein falsches Bild von der Realität. So waren am Stichtag 1935 schon über 4 Millionen Mitgliedsnummern vergeben worden.

    Nach der Machtübernahme musste die NSDAP-Führung eine Aufnahmesperre verhängen. Dies geschah im April 1933. 1937 wurde diese Aufnahmesperre gelockert und 1939 ganz aufgehoben. Ausgenommen von dieser Aufnahmesperre waren die Angehörigen der Jugendorganisationen der NSDAP.

    Am 2. Februar 1942 erfolgte eine totale Mitgliedersperre, diese galt für den Dauer des Krieges. Auch hier waren die HJ ausgenommen.
     
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  12. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Wann bitte gab es denn nach 1933 noch freie Wahlen?, für das die deutsche wahlberechtigte Bevölkerung der NSDAP ihre Stimme hätte geben können?

    Wann wurde denn bitte die Wende in der wirtschaftlichen Talfahrt des Deutschen Reiches auf dem Weg gebracht?

    Auf welche Maßnahmen wurden zurückgegriffen, um dies zu realisieren?

    Was war Hitler vor dem 30.Januar 1933? Ein ehmaliger Gefreiter des Ersten Weltkrieges. Ein billiger Operettenputchist. Ein Krimineller, der im Knast gesssen hat. Chef ein Partei, die eher an einer Schägertruppe, Mörder und Schreihälse erinnert, als an Poltiker, die auf seriöser und konstruktiver Art und Weise die Probleme des Deutschen Reiches lösen wollten. Chef einer Partei, die Deutschland und Europa ins Elend stürzen wollte. Das war für jedermann in sein Schandwerk "Mein Kampf" nachprüfbar. Was hatte Hitler also vorzuweisen, was ihn dazu qualifizierte Reichskanzler zu werden?
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2011
  13. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    @Turgot: Eine kleine, aber wichtige Provinzposse hast Du in Deiner Auflistung nicht berücksichtigt. Hitler war bis 1932 kein Deutscher! und wäre somit auch nicht wählbar gewesen. Wenn man ihm nicht hilfreich dennoch den Weg geebnet hätte, eher fast "last-minute-mäßig".

    Einbürgerung Adolf Hitlers ? Wikipedia
     
  14. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied


    Stimmt! Wie konnte ich das auch nur vergessen.:winke:
     
  15. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Kurz zu den Wahlen:

    Selbst nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gab es noch Wahlen. Besonders interessant scheint mir die Reichstagswahl 1933 zu sein:

    Obwohl die NSDAP massiv (unter anderem durch Verhaftungen) Druck auf die Wähler ausübte, konnte sie nicht einmal die absolute Mehrheit erreichen.

    Vgl.: Reichstagswahl 1933 ? Wikipedia
     
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  16. Bommel

    Bommel Neues Mitglied

    Was ist denn jetzt an dem zeitlichen Bezug so fehlerhaft?
    Dann beweise doch einmal das Gegenteil.
    "[FONT=Arial,Helvetica,sans-serif]Durch die Kriegspläne Adolf Hitlers wurde die Wiederaufrüstung Deutschlands zu einem der zentralen Inhalte nationalsozialistischer Politik. Die Wiederbewaffnung hatte bereits während der Weimarer Republik heimlich begonnen und wurde seit der Machtübernahme der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) am 30. Januar 1933, insbesondere seit dem Austritt aus dem Völkerbund im Oktober 1933, forciert." [/FONT][FONT=Arial,Helvetica,sans-serif]Durch die Kriegspläne Adolf Hitlers wurde die Wiederaufrüstung Deutschlands zu einem der zentralen Inhalte nationalsozialistischer Politik. Die Wiederbewaffnung hatte bereits während der Weimarer Republik heimlich begonnen und wurde seit der Machtübernahme der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) am 30. Januar 1933, insbesondere seit dem Austritt aus dem Völkerbund im Oktober 1933, forciert.(Deutsches Historisches Museum Berlin)
    Dafür braucht man freilich Arbeiter, so Panzer bauen sich schließlich nicht von allein.


    "...[/FONT][FONT=Arial,Helvetica,sans-serif]führte das Deutsche Reich am 16. März 1935 die ebenfalls im Versailler Vertrag untersagte allgemeine Wehrpflicht wieder ein. Geplant war dieser Schritt bereits seit 1933. Mit dem "Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht" wurde die Reichswehr in Wehrmacht umbenannt. Die Dauer des Wehrdiensts wurde zunächst auf ein Jahr festgesetzt und im August 1936 auf zwei Jahre verlängert. Die ersten Wehrpflichtigen stellte der Jahrgang 1914. Das deutsche Friedensheer sollte aus 36 Divisionen mit insgesamt 580.000 Soldaten bestehen und bis 1939 kriegsfähig sein." (ebenfalls Deutsches Historisches Museum Berlin)
    580.000 Soldaten sollten es sein, und laut Versailler Vertrag durfte Deutschland nur 100.000 haben, dass sind 480.000 Deutsch Arbeitslose weniger...

    Ist dir das Beweis genug?
    [/FONT]
     
  17. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Weil er nicht zu deiner Frage passt. Du Fragst schließlich wie Hitler seine Handlanger gewonnen hat. Das muss logischerweise vor 1933 passiert sein, insbesondere wenn man sich die von dir gepostete Namensliste anschaut, oder? ;)

    Um ehrlich zu sein: nein. Das belegt nicht die Ausgangsbehauptung Hitler hätte die Arbeitslosigkeit beseitigt, zumindest nicht unmittelbar. Quantifizierbar bedeutet, dass du belegst, dass x Arbeitslose aufgrund von Programm y der Regierung Hilter wieder zu einer Beschäftigung kamen.
     
  18. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Das bringt mich auf einen Gedanken:

    Wäre nicht zu trennen,

    a) welche Handlanger/Symphatisanten Hitler für die Machtübernahme "gewonnen" hat (1928/33)

    b) welche Handlanger er für den Weg in Aufrüstung, Revisionismus und innepolitische Repression/Diktatur gewonnen hatte (1933/38)

    c) dto. für den Weg in den Krieg, wobei die Abgrenzung zu b) schon schwierig wird (1939)

    d) dto. für den Weg in Vernichtung/Massenmord (1939/45)

    Also: quasi ein Eskalations- oder meinetwegen Stufenmodell.:winke:

    Dabei ist mir klar, das es personelle Kontinuitäten gibt. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussionen zum Widerstand gab es dabei auch "Aussteiger".
     
  19. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Natürlich hatte Hitler auch vor ´33 schon Anhänger. Klar auch, dass viele von ihnen im nationalsozialistischen Deutschland Karriere machten.

    Aber auch nach ´33 brauchte es noch "Handlanger" - und daher musste das NS-Herrschaftssystem auch noch nach der Machtübernahme an Zustimmung interessiert sein.

    Die Frage Bommels ist also durchaus berechtigt. Den Zeitbezug (vor oder nach der Machtübernahme) zu beachten, ist in meinen Augen eher nebensächlich. Entscheidend ist die Frage nach der Zustimmung der Bevölkerung.


    EDIT: Vgl. silesias Systematisierung oben.
     
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  20. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Schon klar, die Gesuchten
    waren meines Wissens nach alle schon vor 33 dabei. Eine Verschiebung, der Ursachen um vorher stattgefunde Wirkungen zu erklären passt, mE daher nicht wirklich.

    Eine entsprechende deutliche Abgrenzung der Ursache-Wirkungszusammenhänge, wie von dir beschrieben, vorausgesetzt, sonst sind wir wieder bei "Hitler wurde gewählt, weil er die Arbeitslosigkeit beseitigt hat".
     

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