Wie sah damals wirklich die Höfische Gesellschaft / Welt aus ?

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von Gast, 16. Januar 2011.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo liebes Forum,
    da ich moment an meiner Facharbeit in Deutsch arbeite, hätte ich zwei wichtige Fragen an euch. Thema: Vergleich der Höfischen "Welt" in Don Karlos und Kabale & Liebe

    1. Wie sah damals wirklich die Höfische Gesellschaft/Welt in der Zeit des Sturm und Drangs aus? (Kabale & Liebe)

    2. Wie sah damals wirklich die Höfische Gesellschaft/Welt aus am Hofe von König Philipp II (1556–1598.) Sprich der achtzigjährige Kriege, in dem die niederländischen Provinzen ihre Unabhängigkeit von Spanien erkämpften. ( Don Karlos )

    Hoffe auf zahlreichige Beiträge die mir weiterhelfen :)
     
  2. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

    @Gast

    In Bezug auf "Kabale und Liebe" und dem höfischen Leben kannst Du hier einige Anregungen entnehmen ("Hessen-Kassel" paßt da schon sehr gut).

    http://www.vhghessen.de/inhalt/zhg/ZHG_106/04_Loewenstein_Hofhaltung.pdf

    Du schreibst ja in Deutsch und nicht in Geschichte, also auch noch ein Romantipp:

    Lion Feuchtwanger, Jud Süß.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jud_S%C3%BC%C3%9F_(Feuchtwanger)

    Wenn Du Dich noch weitergehend beschäftigen möchtest, dann schau hier, ist zwar Frankreich und am Hof L. XIV, Regentschaft bzw. L. XV. Die Memoiren sind einfach klasse.

    Louis de Rouvroy, duc de Saint-Simon ? Wikipedia

    Zum spanischen Hofzeremoniell schau hier:

    http://www.wsg-hist.uni-linz.ac.at/historicum/Graue-Reihe/Graue Reihe 38.pdf

    Betrifft zwar den österreichischen Hof und der Untersuchungszeitraum liegt auch nach P. II., aber der österreichische Hof verwandte das spanische Hofzeremoniell; wissen wir ja alle, spätestens seit "Sisi" ;). Dort findest Du auch umfangreiche Literaturangeben.

    M. :winke:
     
  3. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Melchior hatte schon einige gute Tipps gegeben. Im Grunde stellt sein Beitrag schon ganz gut dar, dass es von Hof zu Hof deutlich unterschiedlich ausschaute.
    Die einen Höfe orientierten sich an französischem, die anderem an österreichischen Vorbild, wieder andere entwickelten scheinbar ein ganz eigenes Zeremoniell. Soweit ich bis jetzt Mosers das "Teutsche Hofrecht" (1754) recht verstanden habe, musste man sich quasi an jedem Hof erneut informieren, was dort usus war. Z.B. war an manchen das Tragen vom Stock in Gegenwart des Souveräns untersagt. An einigen Höfen waren für Herren bestimmte Degen üblich, an anderen war das Degentragen generell untersagt.
    An kleineren Höfen gab es garnicht sämtliche Hofchargen, welche man an großen Höfen kannte (also Hofmarschall, Kammerherr, Kammerfräulein etc.).
     

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