Zeitzeuge aus Auschwitz

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Wieger, 27. Juni 2006.

  1. Scarlett

    Scarlett Neues Mitglied

    Habe ich auch gerade gelesen, schade, dass er nie zur Verantwortung gezogen wurde.
     
  2. Rikadea

    Rikadea Mitglied

    Ich hab den Text auch gerade gelesen und kann nur zustimmen.
    Das Grauen überschreitet einfach die Vorstellungskraft....
     
  3. geschichtsfan07

    geschichtsfan07 Neues Mitglied

    Schon mehrfach war ich, durch "schulische Geschichtsexkursion" im KZ Buchenwald. Ein riesiges Gelände, wenn man außerdem die ganzen Außenlager, wie Mittelbau-Dora, mit dazu zählt. Sehr unwohl fühlte ich mich während des ganzen Aufenthaltes. Sehr schrecklich fand ich die Genickschussanlage. Zwar ist diese nachgebaut, aber das ändert für mich nichts daran. Eine Mitarbeiterin erklärte was wann gemacht wurde um den Häftlingen vorzugaukeln, dass sie zur ärztlichen Untersuchung müssten. Danach Krematorium, Leichenkeller,... Alle machten wir uns dünn um nicht einer Wand zu nahe zu kommen, alle hasteten wir aus den Gebäuten um nicht der Letzte zu sein.
    Zwar ist so eine Exkursion nichts für schwache Nerven, aber durch solche Veranstaltungen weis man erst wirklich wie schrecklich diese Zeit war.
     
  4. Köbis17

    Köbis17 Gast

    Hallo,

    ich kann Dir nur sagen dito, da ich auch ürsprünglich aus Thüringen stamme, haben wir auch als 14 Jährige das KZ Buchenwald besucht. Allerdings gab es damals, also mitte der 80iger noch mehr vom Ursprung des Lagers zu sehn. Was ich nie vergessen werd, waren die ausgestellten -Dinge-, was die Nazis so aus den überesten der Menschen machten. Schrecklich wozu Menschen fähig sind.
    Und ich erinnere mich an den kalten Wind, der über den Ettersberg zog.
    Sowas lässt bleibende Eindrücke.
     
  5. geschichtsfan07

    geschichtsfan07 Neues Mitglied

    Als der Glockenturm, der bei den Massengräbern steht, blechern die volle Stunde verkündete, lief es mir eiskalt den Rücken runter.
    Die Gegenstände mit der tätowierten Haut von Häftlingen sahen wir nicht, aber dafür ein riesiges Bild im Krematorium, worauf ein Leichenberg abgebildet war. Momente und Eindrücke, die man nicht vergisst.
     
  6. Rikadea

    Rikadea Mitglied

    Hallo alle miteinander,

    ich war bisher nur in einem Frauenkonzentrationslager. Undzwar Ravensbrück. Auch von da hab ich viel Eindrücke mitgenommen, die mir noch immer in Erinnerung sind. Unter anderem der große Appellplatz, wo die Zählungen durchgeführt wurden, das große Tor, durch das die vielen Menschen das Lager betraten und noch so einige andere Sachen.
    Wirklich schaurig...
     
  7. geschichtsfreek

    geschichtsfreek Gesperrt

    Ich war schon oft in Konzentrationslagern, es ist jedes Mal etwas anders, wenn ich das Gelände eines ehemaligen KZs betrete, dann ist mir immer erst etwas unheimlich.

    Ich denke es ist gut, das man sich solche Orte anschauen kann, um zu sehen, was für eine grausame Zeit der Nationalsozialismus war.
     
  8. Rikadea

    Rikadea Mitglied

    Seit gegrüßt ^_~

    Also wie gesagt war ich erst in einem Konzentrationslager und das ist auch schon eine Weile her.
    Aber ich finde es auch gut das man sich diese Orte immer noch ansehen kann. Es trägt auch dazu bei, dass man sich eine eigene Meinung und ein eigenes Bild machen kann.
    Trotzdem ist es mit dem menschlichen Verstand wohl kaum nach zu empfinden, was damals wirklich ablief.
     
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  9. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Ich war vor Jahren mal im kleinsten eigenständigen KZ Wewelsburg- Niederhagen bei Paderborn. da ist heute eine Gedenkstätte und eine Jugendherberge untergebracht, viel gefruchtet hat es offenbar nicht, wenn man sich so manche einträge im Gästebuch ansieht. Vor ein paar Jahren haben Neonazis im Nordturm, wo dieKrypta und der "Saal der Obergruppenführer" untergebracht sind. Damals holte man sich noch einfach einen Schlüssel für den Nordturm im Büro ab, und die Jungs haben daraufhin offenbar einen Nachschlüssel besorgt.
     
  10. Rikadea

    Rikadea Mitglied

    Ach du dickes Ei!
    Da ist ja mächtig was nach hinten los gegangen. Bei sowas kann man echt nur verständnislos den Kopf schütteln.
    Hoffentlich haben die da Heute einiges geändert und gehen nun sorgfältiger mit dieser Gedenkstätte um, auch wenn das dort geschah alles andere als schön war.
     
  11. Tekker

    Tekker Gast

    :confused: Fehlt da nich noch was? :grübel:
     
  12. Rikadea

    Rikadea Mitglied

    Ich würde sagen ja, aber vielleicht ist es ganz gut das man nicht weiß was die angestellt haben. Sicher war es nichts gutes...
     
  13. geschichtsfan07

    geschichtsfan07 Neues Mitglied

    Wenn man dort ist, habe ich persönlich festgestellt, ist es für einem umwichtig ob das KZ ein Massenvernichtungs- oder Arbeitslager war. Fest steht, dass Menschen brutal ermordet wurden.
    Man denkt an das Leid dieser Menschen und nicht an Zahlen und Fakten.
    Auch darum finde ich, dass man solche Exkursionen machen muss. Denn nur so kann man sich wage vorstellen was in dieser unmenschlichen Zeit geschah.
     
  14. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Die Unterscheidung zwischen Konzentrationslagern und Vernichtungslagern nimmt sich wirklich nicht viel. Dachau, Buchenwald oder Wewelsburg Niederhagen waren keine Vernichtungslager wie Auschwitz, Belzec, Chelmo und Treblinka, das eine reine Mordfabrik war, wo Häftlinge binnen Stunden nach ihrer Ankunft vergast wurden. Trotzdem waren "Ausfälle" durch Misshandlung und willküraktionen des SS Personals an der Tagesordnung. Ebenso Versuche an Häftlingen.

    Ein beliebter Trick war, einem Gefangenen die Mütze abzunehmen und sie über die Postenkette zu werfen. Wenn der Gefangene sie dann wiederholen sollte, wurde er "auf der flucht erschossen". Ein SS- Untersturmführer in Vilnius, ein Mann namens Kittel hatte den Spleen, Juden eine Zigarette zu schenken, und ihnen dann "Feuer zu geben", sprich sie zu erschießen.
     
  15. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Allerdings, die Jungs hatten wohl eine Kultfeier im Nordturm organisiert, ein allerdings peinlicher Vorfall, der in Neonazikreisen heute noch für Heiterkeit sorgt.

    Wewelsburg war allerdings ein besonderes Kapitel, und der SS- Burghauptmann und seine mannen waren bei der eigentlich stockkonservativ- katholischen Ureinwohnerschaft ziemlich unbeliebt, zumal das Dorf verschwinden sollte.


    Himmler plante, die Wewelsburg sozusagen zum "SS- Vatikan" auszubauen, wo er im Kreise seiner Gruppenführer bestattet werden wollte.
     
  16. Rikadea

    Rikadea Mitglied

    Das glaube ich gerne das es da bei den Neonazis äußerst viel Heiterkeit gab. Ich finde das nur eine riesige Sauerei! (entschuldigt die Wortwahl)
    Und das was Heinrich Himmler vor hatte, will ich mir lieber gar nicht erst ausmalen...
     

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