Zeugenbericht ?

Mfelix

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Der Tenoumer – Wikipedia Krater wird auf ein Alter, mindestens 10000 jahre geschätzt.

Panoramic-view-of-Tenoumer-Crater-lg.jpg


Für Leute die dort lebten muss es êin einprägendes Ereignis gewesen sein.

Sind das (s.Unten) Berichte von Augenzeugen zu dem Einschlag in Mauretanien oder sogar vlt. die ältesten Zeitzeugnisse überhaupt?
Denn, letzterer Stein zeigt möglicherweise, zwei Metoriten im Anflug (einer noch weit weg und der andere auf Kollision ,es könnte aber auch die Sonne sein) und da es noch andere Impakte wie den Temimichat-Ghallaman und https://de.wikipedia.org/wiki/Aouelloul in Linie gibt ,ist es bemerkenswert.

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Hast Du eigentlich den von Dir eingangs verlinkten Wikipedia-Artikel gelesen?
Ihm zufolge gehen die drei Krater nicht auf dasselbe Impaktereignis (also eine Serie von parallelen Einschlägen mit mehreren Meteoriten im Anflug) zurück.
 
Die Petroglyphen wurden in Ida Ou Kazzo (Hoher Atlas) gefunden(?) ,bei betrachten der Darstellungen kam mir aber auch der Verdacht einer neuzeitlichen Fälschung, in den Sinn da der Meteor verschieden abbgebildet wurde einmal Kreis,Ringe und Spirale und es gibt keinen Wikiartikel dazu.
 
Wo kommen die Steine, bzw. die Bilder denn her? Der Hintergrund und der Größenvergleich mit Hilfe des Kugelschreibers sehen irgendwie nicht sehr professionell aus.
Die gravierte Sandsteine (Ida 1–3) sind aus der Region Tiwrare/Ida Oukazzou (ca. 100 km nördlich von Agadir). Ida 3 zeigt eine Tifinagh-ähnliche Inschrift.


Autor ist Abderrahmane Ibhi
 
Die gravierten Steine wurden ja im Zusammenhang eines tatsächlichen Impaktes gefunden .
"Am 18. Juli 2011 wurde gegen 2 Uhr morgens Ortszeit von mehreren Personen im Tal des Ouadi Draa (Wadi Draa) östlich der Oasenstadt Tata in Marokko ein heller Feuerball beobachtet...berichtete, dass der Feuerball zunächst eine gelbe Farbe hatte, dann grün wurde und das gesamte Gebiet beleuchtete, bevor er in zwei Teile zu zerbrechen schien; über dem Tal waren auch zwei Überschallknallgeräusche zu hören."

Schaut man sich die scheinbaren ,prähistorischen Gravuren mal genauer an sieht man Überhaupt keine übliche Patina durch Sonneneinstrahlung und Wetter oder dass sie ausgebuddelt wurden, erkenne ich auch nicht . Auch ist es unüblich gewesen ,in der Steinzeit für die Gegend ,Steine aus dem Flusstal für das Ritual der "Steinritzung" zu nehmen,mit Wahrscheinlichkeit ist es also ein Hoax .
 
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Ich bin sehr skeptisch.
  • Die Fundumstände sind nicht genannt,
  • es sind drei Steine mit anthropomorbphen Darstellungen, die dasselbe Ereignis beschreiben sollen
  • Ungewöhnlich wäre das als Ensemble an einem Ort, noch ungewöhnlicher bei verstreuter Auffindung und gleichzeitig stilistischer Ähnlichkeit, erst recht wenn keine anderen bildlichen Darstellungen vorliegen.
Die Inschrift ist in Tifinagh:
  • Tifinagh ist eine recht junge Schrift
  • Die Inschrift ist ungewöhnlich lang
  • Inschriften und anthropomorphe Darstellungen auf einzelnen Steinen sind selten
  • Einige Strukturen sind plastisch, reliefartig ausgearbeitet, auch das ist selten, meist handelt es sich ja um flache Petroglyphen
  • Die Bildfläche ist geschliffen
  • Es fehlen Verwitterungsspuren im geschliffenen Bildbereich
Die Forscher sagen allerdings, dass bei Auffindung Inkrustationen bestanden:
"Es handelt sich um zwei sehr flache, fast kreisförmige Kieselsteine aus melanokratischem, kryptokristallinem Quarzsandstein. Sie weisen Korrosionsspuren und eine oberflächliche Verkalkungsschicht aus dünnen Karbonatplättchen auf. Nach sorgfältiger Reinigung von Ida 1 (Bürsten und Essig) offenbart die einzige gravierte Seite dieses Stücks eine spektakuläre Szene, in der ein Mann und eine Frau zu sehen sind, die offenbar durch den Einschlag eines Meteoriten erschüttert sind (Abbildung 1)."
 
Der ist Professor für Petrologie und hat sich offensichtlich auf Meteorite spezialisiert, hat mehrere Bücher über Meteorite (in Afrika) geschrieben und auch etwas über marokkanische Klingen (Blades) aus Meteorit, was man wohl als eine Art petrologisch-archäologischer Arbeit fassen muss.
Die undatierten Petroglypen, die hier präsentiert werden können natürlich Meteoriten darstellen. Nun können wir, da wir die Interpretation kennen, kaum noch unvoreingenommen auf die Petroglyphen schauen. Und hier sehe ich das Problem. Die Petroglyphen wurden (bei einer Feldbegehung?) durch das Team von Abderrahmane Ibhi gefunden. Da Ibhi auf Meteoriten spezialisiert ist, ist natürlich naheliegend, dass er in den Petroglyphen das sieht, womit er sich beruflich beschäftigt. Es könnte sich also bei der Interpretation um einen Bestätigungsfehler handeln. Ich schreibe könnte, da ich die Interpretation durchaus für plausibel halte. Aber ist das nicht vielleicht auch schon wieder ein Bestätigungsfehler?!
 
Auf seiner öffentlichen Facebook-Seite stellte Abderrahmane Ibhi kürzlich ein paar auf Arabisch gesprochene Videos zu den Steinen ein. Die Untertitel-Funktion mit Übersetzung war nicht sehr hilfreich, aber so weit ich mitbekam, konnte seit 2018 weder das Alter bestimmt noch die Inschrift entziffert werden. In der englischen Publikation von 2018 hoffte er noch auf eine Altersbestimmung mittels der Kalkablagerungen.
 
Die Sprache ist Tashelhit, die Schrift ist Tifinagh. Das passt auch zu Essaouira.

konnte seit 2018 weder das Alter bestimmt noch die Inschrift entziffert werden.

Im englischsprachigen Kommentar zu dem Text von 2018 stand ein Übersetzungsvorschlag:

"Gestern herrschte Dunkelheit. Nun seht! Da ist die Sonne."

Nun gut: Die Gottheit der Sonne ist Tafukt (Tifinagh: ⵜⴰⴼⵓⴽⵜ).

Das was auf der Inschrift wie ein "X" aussieht, ist ein "+", also
steht dort ⵜⴼⵓⴽⵜ , wenn der Vokal "ⴰ" für "a" ausgelassen wird.
[Die Göttin Tanit, oder besser Tinit, würde ohne Vokale "TNT" "+ⵏ+" mit Vokalen "Tinit" / "+ⵉⵏⵉ+" geschrieben]

Also ist tatsächlich das letzte Wort der 2. Zeile "Sonne" bzw.  Tafukt. Und das passt nicht zum Meteor.
 
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Spätestens wenn man versucht ,die Zeilen zu entziffern fällt einem beim vierten Buchstaben auf ,dass es neuzeitlichen Ursprungs ist.

Der Buchstabe Yaz wird im Neotifinagh rund geschrieben
440px-Ida_3_petroglyph_reading-1335183165.jpg

Ein Neolithiquer würde für Buchstaben, die alte,einfachere rechteckige Variante einmeißeln

gravures.jpg
 
Ich nehme weiterhin den Übersetzungsvorschlag des englischsprachigen Kommentators Abdellah el Haloui als Anregung:
"Gestern herrschte Dunkelheit. Nun seht! Da ist die Sonne."

Hier noch ein weiteres Häppchen:

Tashelit (ⴰⵙⵢⴼⵔⴰ) bedeutet auf Deutsch "die Stunde" oder "die Zeit".
[Erste Zeile, oben rechts]

Nun gut: Die Gottheit der Sonne ist Tafukt (Tifinagh: ⵜⴰⴼⵓⴽⵜ).


Das was auf der Inschrift wie ein "X" aussieht, ist ein "+", also
steht dort ⵜⴼⵓⴽⵜ , wenn der Vokal "ⴰ" für "a" ausgelassen wird.
[Die Göttin Tanit, oder besser Tinit, würde ohne Vokale "TNT" "+ⵏ+" mit Vokalen "Tinit" / "+ⵉⵏⵉ+" geschrieben]

Also ist tatsächlich das letzte Wort der 2. Zeile "Sonne" bzw.  Tafukt. Und das passt nicht zum Meteor.

Wenn ich als Nicht-Linguist und Nicht-Muttersprachler 60% des Textes entziffern kann, spricht das für einen neuzeitlichen Text.

Ich verstehe allerdings nicht, warum Abderrahmane Ibhi und sein Team da nicht weiter kamen.

Noch etwas anderes fällt mir (sehr spät¹) auf:
  • Der Text ist von oben nach unten, und von links nach rechts geschrieben.
  • Die meisten älteren berberischen Inschriften sind aber von rechts nach links geschrieben.

Jetzt gibt es für mich zwei naheliegende Möglichkeiten:

Die Steine sind eine Fälschung. Ich oder @Mittelalterlager bekämen sie mit einem Dremelschleifer und etwas Schleifpapier auch hin. Vor allem die reliefartige Ausarbeitung und der "souvenirfähige" Stein sprechen dafür.

Oder, die Steine sind eher neuzeitlich, aber echt:
  • Dann könnten sie, da transportabel (anders als die sonst übliche Felswand...),
  • eine Art Liebesbrief sein:
  • Eine Nachricht, die man in Ruhe neben der Arbeit an wechselnden Plätzen z.B. als Hirte ausarbeitet,
  • und dann an einem unverfänglichen, aber für Sender und Empfänger naheliegenden Ort ablegt,
  • wo die Geliebte sie genau so unverfänglich erkennt und liest.
Also eine Dating-App vor der Erfindung des Mobiltelefons...

¹ nur anekdotisch: Ich hatte mich als Junge mal in der Altstadt von Barcelona verlaufen, weil ich die Topographie spiegelbildlich im Kopf hatte.
 
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