Zukunft der menschlichen Evolution

Dieses Thema im Forum "Geschichte der Naturwissenschaften" wurde erstellt von manganite, 7. September 2004.

  1. Suedwester

    Suedwester Gast

    Beurteilen kann man es schon, nur nicht "sehen". Warum sollten ausgerechnet beim Menschen biophysikalische Naturgesetze (Mutationen) nicht wirken und bei allen anderen Lebewesen doch? Bzw. wenn sie generell nicht mehr wirken (also bei allen Lebewesen inklusive Mensch) warum dann ausgerechnet jetzt nicht mehr, die letzten paar hundert Millionen Jahre aber doch? Nee, ich behaupte, nach allern mir zur Verfügung stehenden Informationen komme ich einzig und allein zu dem Schluß, daß auch innerhalb der Art Homo sapiens sapiens die Evolution wirkt.

    Naja, in meinem persönlichen Falle ist es so, daß ich, sagen wir mal vor 100.000 Jahren Dank meiner Gene wahrscheinlich kaum eine Chance gehabt hätte, in ein fortpflanzungsfähiges Alter zu kommen. Heute ist das kein Problem mehr und ich habe meinen "Gendefekt" an meine Kinder und damit an den allgemeinmenschlichen Genpool weitergegeben. Selbstverständlich hast Du Recht, wenn Du sagst, daß heute die meisten Gefahren für uns menschengemacht sind. Das ändert aber nichts daran, daß man mit diesen äußeren Faktoren durch wiederum äußere Faktoren (Medikamente z.B.)
    heute einfacher zurecht kommt. Ich sehe es durchaus so, daß - um es vorsichtig auszudrücken - der menschliche Genpool heute ein weiteres Spektrum aufweist als früher.

    Eher ein Zeichen für zunehmende Apparatemedizin. Durch ständigen beruflichen und privaten Kontakt zu diversen Hebammenpraxen kann ich den Trend bestätigen, daß zur Zeit die meisten Kaiserschnitte geplante bzw. Wunschkaiserschnitte sind, wo sich die werdende Mutter ohne medizinische Indikation für diese Art der Geburt entscheidet.

    Bye
    Suedwester
     
  2. Penseo

    Penseo Neues Mitglied

    Guten Morgen Südwester,

    ich habe mich vielleicht missverständlich ausgedrückt..
    Mir ist schon klar, dass die Medizin heute Menschen mit Gendefekten weiterhilft, während sie vor einiger Zeit noch nicht überlebensfähig gewesen wären. Was ich meinte ist, dass dieses Auswahlkriterium durch die menschliche Entwicklung weggefallen ist. Das macht ja den Menschen aus, dass er derart in die Natur eingreifen kann.

    Ich bin auch der Meinung, dass wir uns "weiterentwickeln", aber dass wir eben nicht direkt von einer Generation zur nächsten einen sichtbaren, massenhaften Gensprung erwarten können. Das dauert einfach.
     
  3. zefux

    zefux Neues Mitglied

    Ich bin der Meinung das diese kurze phase des ausschaltens Der Hauptfaktoren doch nur ein Wipernschlag in der Zeit ist. 100 jahre sind nicht viel die 40000 jahre des Homo sapien sapiens sind auch nicht viel mehr aber hier ist schon mehr passiert z.B. Die Eiszeit aber der Mensch hat sich bis auf größe nicht besonders verändert selbst die Unterschiede Neandertaler und homo sapiens sapiens sind nicht besonders ausgepragt und den gab es 400000 Jahre. Anderes Beispiel Dinosaurier die ganze Gruppe gab es 150 Millionen Jahre pickt man sich einzelne Arten aus sind da einge bei, die sich in bis zu 3 Millonen Jahre kaum veränderten. Das zeigt Einfach es dauert unwahrscheinlich lange bis sich ne Art verändert. Das liegt an unserem Universum, plötzlich veränderungen die Klimawandel auslösen kommen halt nicht so oft vor, aber nur diese geben ein wirklich großen Evolutionsschub in der Zeit zwischen den Katastrophen ändert sich nicht viel. Was aber in den nächsten 1000 Jahren unser Evolution ganz endscheidend und auch die aller andern Wesen beenflussen wird das wird die Besiedlung anderer Planeten. Wenn der Mensch es es erstmal geschafft hat andere Planeten zu erreichen was glaubt ihr wie viele möglichkeiten einer entwicklung und plötzlicher ereignisse kommen dann auf die Menschheit zu?
     
  4. Lungos

    Lungos Neues Mitglied

    Ich glaube das verändert nicht viel, außer das man weiß, dass da oder dort auch Menschen hingekommen sind.
    Die Entfernung ist zu groß. Funkwellen brauchen Jahrzehnte um die Erde zu erreichen.
    Heute hierhin und morgen dort hin beamen wird´s wahrscheinlich niemals geben. Die Reise zu fremden Planeten in eingefrorenem Zustand ist immer eine Zeitreise in die Zukunft. Man weiß nie, was einen letztendlich erwartet. Wer sich auf eine Reise zu anderen Planeten begibt, der weiß dann, dass er seine zurückgelassenen geliebten Menschen nie mehr wieder sehen wird...
     
  5. zefux

    zefux Neues Mitglied

    Ich beszog mich hier auf die Evolution des Menschen. Wenn er es mal genügend Planeten besiedelt hat wird er so gut wie nie mehr austerben können weil soviel schlimme ereignisse gibt es nicht um mehere hundert planeten gleichzeitig auszulöschen und bis ne Sonne Terror macht haben sich die Meschen längst aus ihrer reichweite ausgebreitet. Ich glaube an die Technik die Menschheit wird durch Terraforming den Mars und ähnlich Planeten bewohnbar machen können. Aber an Kälteschlaf glaub ich wieder nicht sonder eher an viele sich selbsterhaltene Raumschiffgemeinschaften die ihr Ziel erst nach vielen Genertationen erreichen. Es wird dann Planteten geben die den Höststand an Wissen haben und ander die wieder in die Steinzeit fallen, weil sie durch ihre Isolation keine möglichkeit haben einmal verlorenes wissen wieder zu erlangen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Februar 2006
  6. hyokkose

    hyokkose Gast

    Erst einmal sollte er sich darum kümmern, daß die Erde bewohnbar bleibt.

    Das dürfte doch wohl unendlich einfacher sein, als einen toten Planeten zum Leben zu erwecken - und schon das scheint gar nicht so einfach zu sein.
     
  7. zefux

    zefux Neues Mitglied

    was sollte die Erde denn dauierhaft unbewohnbar machen? Irgendjemand wird immer überleben. Menschen könnern sich auf die schlimmsten bedingungen einstellen bei den Saurier aussterben haben auch viele Tiere überlebt. Und z.B. Ratten werden meiner meinung nie austerben. Menschen sind wie Ratten. Wenn die Menschheit weiter sozialbleiben will und auch nicht auf Nachkommen verzichten will wird ihr nichts anderes übrigbleiben als auch den Mars zu besiedeln Bisher werden es immer mehr menschen nicht weniger daran ändern auch Kriege und Seuchen nichts. Vielleicht wird sich die population einpendeln, aber das wird nur mit millionen von hungerstoten einhergehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2006
  8. hyokkose

    hyokkose Gast

    Oh, da gibt es schon ein paar Szenarien.


    Mag sein, daß ein paar überleben - aber dann braucht auch niemand mehr die Frage der Überbevölkerung unseres Planeten durch Kolonisierung des Mars oder ferner Sonnensysteme zu lösen.
     
  9. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    folgende Frage kommt zwar aus einem andren thread, die Antwort dazu passt hier mMn jedoch besser
    In diesem Artikel: http://www.newscientist.com/article.ns?id=dn8483 wird auf eine enorme Menge an Genen verwiesen, die sich erst in den letzen 50.000 Jahren verändert haben. In einem artikel von Natur&kosmos, der über das gleiche thema schreibt, wird gesagt, dass ein großteil dieser Gene sich sogar erst in den letzten 10.000 Jahren geändert hat. Also schon in "geschichtlicher Zeit". Als Ursache führt man die größere Gefahr von Infektionen an, di durch das Zusammenleben mit Nutztieren entsteht und die Entwicklung von Resistenzen fördert.
    Der Mensch steht also doch nicht soweit außerhalb der Selektion wie manche (inklusive mir) hofften/dachten.
     
  10. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

    Interessanter Artikel. Die Erkenntnis, dass die Evolution in den vergangenen Jahrzehntausenden schneller vorangegangen ist als in den 200 000 (oder 8 Mio) Jahren davor halte ich für geradezu revolutionär. Allerdings meine ich, dass der Autor in der Schlussfolgerung Angst vor der eigenen Courage bekommen hat. Diese wäre nämlich viel weitergehend, als er mit seiner tumben Hühnergrippe-Theorie einräumt (vielleicht hatte er Angst vor roten Sternchen wg. Spekulation).

    Seien wir einmal spaßeshalber etwas weniger zurückhaltend.

    Wie ich bereits in meinem Beitrag
    http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?p=139055#post139055
    ausgeführt habe, besteht der Unterschied zwischen dem Homo sapiens zu allen anderen Tieren darin, dass er sich "sein Gehirn selbst baut", da der Großteil des Gehirnwachstums des Menschen nach der Geburt, also unter sozialer Kontrolle (Erziehung) stattfindet.

    Offensichtlich ist der jüngste Teil der Evolution überwiegend unter sozialer anstatt unter natürlicher Kontrolle verlaufen. Das heißt, dass die Entscheidung, ob jemand überlebt oder nicht, bzw. ob er sich fortpflanzt oder nicht, in diesem Zeitraum mehr von anderen Menschen als vom Säbelzahntiger bestimmt wurde.

    Als Analogie fällt mir ein sehr kreationistischer Bereich der Evolution ein: die Hundezucht. Die Entscheidung, wer sich weiter fortpflanzen darf und wer nicht (d. h. kastriert und verkauft wird), hängt allein vom Willen des Züchters ab, und dieser von einem Zuchtziel, das wiederum vom Verkaufserfolg des Welpen (z.B. "ist der ber süüüüß") abhängt. Die "Evolution" des Hundes verläuft also ausschließlich in der sozialen Umgebung (des Menschen), und dadurch um Größenordnungen schneller als die der Tiere in der Steppe.

    Man kann also sagen, dass der Mensch sich in gewisser Weise selbst "gezüchtet" hat. [Heute hängt die Zahl der Kinder eines Paares mehr vom Steuerberater ab als vom zitierten Säbelzahntiger. :rofl:]

    Fazit: Die Evolution des Menschen hat nicht aufgehört. Ganz im Gegenteil. Sie rast wie nie zuvor.
     
  11. manuel87

    manuel87 Neues Mitglied

    die Frage ist ob ethisches Denken auf lange Zeit gesehen letzten endes nicht doch grausamer ist.
     
  12. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Hwä? Führ das mal bitte genauer aus, ich kann dir nicht ganz folgen.
     
  13. manuel87

    manuel87 Neues Mitglied

    Weil die natürliche Selektion wie oben erwähnt durch Medizin unterbunden wird und deshalb genetisch minderere Menschen sich weiter fortplanzen können. (omg das hört sich fast faschistisch an^^)
     
  14. M.A. Hau-Schild

    M.A. Hau-Schild Premiummitglied

    Da würde mich dann aber mal interessieren woran du das Festmachst ab wann wer "genetisch minderweritg" ist?

    Ich meine, nehem wir Stephen Hawkins.
    Ein Brillianter verstand, in einem nicht sehr funktionsfähigen Körper.'Welches soll nun der ausschlaggebende Punkt sein?

    Aber natürlich ist das nicht das worauf du in erster Linie hinaus wolltest. Ich wollte es nur noch mal gesagt haben.
    Du erkennst aber durchaus schon die Problematik die sich ergibt.

    Hinzu kommt, das ist etwas was man auf jeden Fall bedenken sollte, das handeln, helfen und füreinander einstehen in einer gemeinschaft, hat den Menschen überhaupt erst in die Lage versetzt dahin zu kommen wo wir heute sind.

    Ein Mensch außerhalb der Gemeinschaft hatte einst in der Natür fast keine überlebenchance.
    Das unterlassen von hilfe und mediziniescher versorgung stellt für mich eine abwendung von diesen Prinziep dar.

    Einmal davon abgesehen das meines wissens nach keinen Beweis für eine verschlechterung der Gene gibt, welche über den Lauf dieser schon längst hätte eintreten müssen.
     
  15. Penseo

    Penseo Neues Mitglied

    Da kann ich aber nur meinem Vorredner zustimmen.
    Schon die Bezeichnung "minderwertig" bedeutet Abwertung. Und von da ist der Schritt dann auch nicht mehr weit bis zu der Einordnung in die Kategorie "auszusondern" oder "zu entsorgen". Und das hatten wir ja in der deutschen Geschichte schon einmal.
    Du siehst ja selber ein, dass Deine Argumentation sich nicht nur fast, sondern ganz nach NS-Ideologie anhört, auch wenn Du es vielleicht nicht so gemeint hast.
     
  16. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    naja, "minderwertig" hin oder her. (Das "Problem" der Bezeichnungen sollte nach unserer Geschichte als bekannt vorausgesetzt sein.)

    Fakt ist aber doch, dass Gendefekte, z.B. genetisch bedingter Krebs oder "Geburtsfehler" (welche auch immer) heutzutage dank der Medizin dazu führen können, dass man im Gegensatz von vor einem Jahrhundert bis ins zeugungsfähige Alter überlebt, und deshalb diese Gene an die nächste Generation vererbt (Dabei meine ich genetisch vererbbare Krankheiten, solche, die sich nicht weitervererben, können wir hier außen vor lassen). Sollten diese Gene dominant sein, würden auch die Erben von "gesunden" und krebsgenetischen Eltern diese bekommen, usw. Ähnlich wie die natürliche Haarfarbe blond, die langfristig von dem Planeten ausstirbt.

    Aber ich glaube kaum, dass dieser Eingriff in die Selektion der Menschheit großen Einfluss nimmt, denn man sollte dabei bedenken, dass die ganz überwiegende Mehrzahl der Menschheit nicht durch die moderne Medizin erreicht wird, insofern dort also noch die natürlich Evolution selektiert.
    Den Genpool der Menschheit insgesamt tangiert insofern die "Selektion" der westl. Industriestaaten nur peripher.
    Außerdem ist nicht gesagt, dass nicht in einigen Jahrhunderten die Gendefekte, als welche sie heute bezeichnet werden, dann zum überleben wichtig sind, in welcher dann modifizierter Form auch immer.

    Ciao und LG, lynxxx
     
  17. Penseo

    Penseo Neues Mitglied

    Na gut, beschränken wir uns auf die vererbbaren, schweren, ohne medizinische Zuwendung tödlichen Gendefekte. Nicht jeder Träger dieser Defekte muss ja auch zwangsläufig ein Kind bekommen. Denn dank unserer modernen Medizin gibt es Verhütung, es gibt vorgeburtliche Diagnostik und Genberatung.
    Aber selbst wenn es gendefekte Nachfahren gibt, verstehe ich die Problematik nicht. Anscheinend gibt es ja auch Möglichkeiten, die Krankheit am Ausbruch zu hindern, sonst hätte der Vorfahr sich ja nicht fortpflanzen können. Das Kennzeichen unserer menschlichen Gesellschaft ist ja, dass wir die Überlebensbedingungen formen können. Und medizinische Versorgung gehört zumindest in den wohlhabenden Ländern dazu.
     
  18. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Klingt sehr böse. Der Mensch hat seine Umwelt schon so sehr verkorkst, dass er vermutlich gar nicht mehr lange genug da ist um eine Zeit zu erleben, in der "genetisch mindere" Menschen die Mehrheit bilden (PS: Ich glaube manchmal Brillenträger sind in unserer Gesellschaft schon die Mehrheit)

    Erstmal, Blonde sterben nicht aus. Das Gen bleibt erhalten, kommt aber nciht in jedem Falle zur Ausprägung. Trotzdem kann es weitervererbt werden und Generatioenn später wieder auftauchen. Die meisten Erbfehler sind rezessiv. Dominante Fehler stehen nämlich unter einem sehr starken Selektionsdruck und verschwinden schnell aus dem Genpool.
     

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