Zusammenhang DTSB, ZK und FKS?

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von Sandraaaaaaa, 14. Juni 2021.

Schlagworte:
  1. Sandraaaaaaa

    Sandraaaaaaa Neues Mitglied

    Hallo liebe Community,
    Ich versuche mir gerade einen Überblick über das Dopingsystem in der DDR zu verschaffen. Ich bin mir aber noch nicht sicher, wie die Verbindung zwischen DTSB, ZK und FKS ist. Wer stand in der Befehlskette über wem und erteilte die Aufträge?
    Vielen Dank
    Sandra
     
  2. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Sport war nicht gerade meine Welt.
    Obwohl ich den Angelsport schon als Jugendlicher pflegte.
    Der Anglerverband der DDR war ja den DTSB als eigenständiger Verband angegliedert.

    Zum >FKS< würde ich empfehlen bei WIKI zum Text FKS auch den Artikel zum „Staatlichen Komitee für Körperkultur und Sport“ zu lesen. Ebenso ist es wahrscheinlich auch wissenswert welche Rolle mit Gründung des staatlichen Komitees noch der existierende „Deutsche Sportausschuss“ dann spielte.

    Was das ZK anbelangt, es gab die grundsätzliche Linie auch des Sportes vor. War auch ein Steckenpferd von den sportausübenden 1. Sekretär des ZK. Sein Wahlspruch damals „Jedermann an jedem Ort - einmal in der Woche Sport“. Auch zu diesen Spruch gibt es im Netz einige Aussagen.

    So eine Struktur wie bei Sport findet man ja auch in der Industrie.
    Den Fachbereichen war in der Regel ein eigenständiges Forschungsinstitut angegliedert.
    Zu Beispiel Bauwesen -> Bauakademie.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2021
  3. Beaker

    Beaker Aktives Mitglied

    Das ZK (Zentralkomitee) der Kommunistischen Partei bzw. in der DDR der aus KPD und SED zwangsvereinigten SED war die höchste Instanz im Staat. In der Verfassung von 1949 war das noch nicht so deutlich herausgarbeitet. Liest man aufmerksam man die Verfassung von 1968 aufmerksam, wird direkt im ersten Satz, ganz ohne das ZK überhaupt zu nennen, deutlich, daß das ZK die Zügel in der Hand hatte.
     
  4. Traklson

    Traklson Aktives Mitglied

    Hier steht ein wenig drin:

    Bericht der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“

    7.4. Doping im DDR-Leistungssport S. 84.

    7.5 Die Rolle der SED und des MfS bei der Durchsetzung der Sportpolitik S. 84.

    https://dserver.bundestag.de/btd/12/078/1207820.pdf

    Ich würde auch noch einmal bei Wikipedia die Einzelnachweise und Weblinks durchgehen. Zum Beispiel hier könnte noch Informatives stehen:

    Das systematische Doping in der DDR, die Hierarchie des staatlich geplanten Zwangsdopings
     
  5. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Hier ist ein wenig was durcheinander gekommen.

    Die SED entstand aus KPD und SPD.
    Der Vereinigungsparteitag im sowjetischen Teil Deutschlands war am 21 und 22.04.1946 in Ostberlin.
    In die Geschichte ist das Foto mit dem Händedruck Wilhelm Pieck (KPD) und Otto Grotewohl (SPD) im Hintergrund Walter Ulbricht (KPD) bekannt geworden.
    Dieser Händedruck wurde dann der Mittelpunkt des SED Logo.

    Gedacht war, das in den 3 alliierten Zonen ebenfalls die KPD und SPD zur SED sich vereinigt.
    Fand aber nicht aus bekannten Gründen statt (Kurt Schumacher und Wilhelm Knothe, beide SPD). Die KPD wurde dann 1956 verboten.

    Lediglich in Westberlin gabs diese SED. Hatte aber dort nie politisches Gewicht. In Westberlin nannte sich diese Partei SEW (Sozialistische Einheitspartei Westberlin).
     
  6. Beaker

    Beaker Aktives Mitglied

    Natürlich. Danke für die Korrektur.
     
    Ralf.M gefällt das.

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