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Alt 04.01.2017, 14:07   #1
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PoseidonNeptun ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Altgriechisch

Hallo, ich lerne Altgriechisch, also versuche es. Eines der ersten Wörter ist z.B. "alter Mann"
Meine Frage ist jetzt, ist "alter Mann" ein wichtiges Wort im Altgriechischen oder einfach einfach zu merken? Oder sonst was?
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Alt 04.01.2017, 15:39   #2
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In Sparta war die Gerousia der Ältestenrat, ihre Mitglieder waren die Geronten. Hilft dir das weiter? Oder habt ihr ein anderes Wort für 'alter Mann' gelernt?
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Alt 04.01.2017, 18:25   #3
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PoseidonNeptun ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Altgriechisch

Das klingt logisch. "Alter Mann" heisst in meinem Lehrmittel nämlich "geron". Vielen Dank : )
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Alt 12.01.2017, 19:35   #4
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Adolina kann nur auf Besserung hoffen
Zitat:
El Quijote Beitrag anzeigen
In Sparta war die Gerousia der Ältestenrat, ihre Mitglieder waren die Geronten. Hilft dir das weiter? Oder habt ihr ein anderes Wort für 'alter Mann' gelernt?
dazu paßt, daß spartanisch gerontischoos, nach Greisenart heißt. Lateinisch übrigens geronticos, adv..
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Alt 12.01.2017, 21:27   #5
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Zitat:
Adolina Beitrag anzeigen
Lateinisch übrigens geronticos, adv..
Was natürlich aus dem Griechischen übernommen wurde. Belegt ist es im Lateinischen außerdem anscheinend nur ein einziges Mal, nämlich in einem von Sueton zitierten Brief von Augustus an Tiberius (Sueton, Augustus 71). Vielleicht bezeichnete "geronticos" eine bestimmte Form des Würfelspiels.

Geändert von Ravenik (12.01.2017 um 21:55 Uhr).
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Alt 19.01.2017, 11:56   #6
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Adolina kann nur auf Besserung hoffen
Zitat:
Ravenik Beitrag anzeigen
Was natürlich aus dem Griechischen übernommen wurde. Belegt ist es im Lateinischen außerdem anscheinend nur ein einziges Mal, nämlich in einem von Sueton zitierten Brief von Augustus an Tiberius (Sueton, Augustus 71). Vielleicht bezeichnete "geronticos" eine bestimmte Form des Würfelspiels.
Ich habe es aus Stowasser entnommen. Er verweist auf Übernahme aus dem Griechischen.
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Alt 26.01.2017, 14:38   #7
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Der Stowasser richtet sich an Schüler. Schon da sind andere besser, bringen auch Bedeutungen des Mittellatein oder markieren Grund- und Aufbauwortschatz. Aber zum Lernen ist das Wörterbuch das Beste, das der Schüler gut versteht.

Zitieren würde ich aus dem Georges (Ausführliches Lateinisches Handwörterbuch) oder dem Neuen Georges. Für eine Frage wie hier, kann man natürlich auch einmal in den Thesaurus linguae latinae schauen.

Zum 'alltäglichen' Gebrauch nehme ich den "Taschen-Heinichen", 99 bei Pons als 'Globalwörterbuch Heinichen' nachgedruckt. Der ist ob des Formats gut mitzuführen, bringt auch Bedeutungen des Mittellateins und treffende Übersetzungen ohne Schnickschnack.

(Wenn Du am Mittelalter interessiert bist, schaff Dir das günstige Mittellateinische Glossar an.)

Geändert von Riothamus (26.01.2017 um 14:49 Uhr).
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Alt 13.02.2017, 23:56   #8
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Wie schwer ist diese Sprache eigentlich für einen deutschen Muttersprachler (was zumindest einen guten Ausgangspunkt darstellt, da Deutsch die schwerste indogermanische Sprache ist) zu erlernen? Ich nehme mal an, es ist schwieriger zu erlernen als Englisch, welches eine eher einfache Grammatik hat und dem Deutschen ähnlicher ist und bewegt sich auf einem Niveau wie Latein?

Und liege ich mit meiner Vermutung richtig, dass es bei Altsprachen, problematisch wäre, z.B. normale Alltagsgespräche zu führen oder eine Kurzgeschichte, die in der heutigen Zeit spielt, zu schreiben, da diesen Sprachen für moderne Dinge, die es damals noch nicht gab, logischerweise die Begriffe fehlen?

Geändert von Idomenio (14.02.2017 um 00:06 Uhr).
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Alt 14.02.2017, 03:08   #9
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Für Latein hat der Vatikan die Sprache aktuell gehalten. Mitunter wurde dabei übersehen, dass es schon treffende Ausdrücke gab.

Es gibt Clubs, Chatrooms und Foren auf Latein. Mittlerweile wird sogar regelmäßig ein Online-Kurs abgehalten, es sprechen zu lernen.

Im Altgriechischen gibt es einige Erscheinungen mehr als im Latein. Und Latein ist in der Version Ciceros und Caesars hängen geblieben, weil das die Sprache der Oberschicht war. Kleine und größere Änderungen hat man in der Renaissance wieder ausgemerzt. Im Gegensatz dazu ist es mit Griechisch nicht so einfach. Homer benutzt eine Mischung von äolischem und ionischem Dialekt, die zudem älter ist, als die Dialekte der klassischen Zeit. In der Schule lernt man den attischen Dialekt der klassischen Zeit. Ein guter Teil der Dichtung ist im äolischen Dialekt, Chorlieder im Dorischen, Herodot schrieb Ionisch. Nach Alexander entstand mit der Koine neben den Dialekten eine Art Standardgriechisch, neben dem die Dialekte fortbestanden. Das Griechisch der Bibel, wie es Theologen lernen, ist eine vom Hebräischen geprägte Version der Koine. Da ist es schon schwierig von 'dem' Altgriechischen zu sprechen.

Dafür gibt es mit dem Griechischen Lehrgang von Günther Zuntz ein Standardwerk für Autodidakten. Da kannst Du ja mal drin blättern.

EDIT: Auf der Wikipedia-Seite ist ein Link zu einer Online-Version.

Geändert von Riothamus (14.02.2017 um 04:05 Uhr).
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Alt 14.02.2017, 08:29   #10
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Zitat:
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Wie schwer ist diese Sprache eigentlich für einen deutschen Muttersprachler (was zumindest einen guten Ausgangspunkt darstellt, da Deutsch die schwerste indogermanische Sprache ist) zu erlernen?
Ich habe da ernsthafte Zweifel, das Deutsch die am schwersten zu erlernende indoeuropäische Sprache ist. Im Deutschen haben wir nur vier Fälle, in den slawischen Sprachen dagegen sieben und in den baltischen bis zu vierzehn.
Über die baltischen Sprachen kann ich nicht viel sagen, aber im Slawischen wird der Fall vielfach durch die Präpositionen regiert, d.h. die Präposition bestimmt darüber, ob das Wort ein Nominativ, ein Genitiv oder in Instrumental etc. ist. Hinzu kommt in den slawischen Sprachen die Differenzierung verschiedener Zischlaute. Also Deutsch als schwerst zu erlernende indoeuropäische Sprache? Ich glaube nicht.
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Alt 14.02.2017, 14:33   #11
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Die schwerste Indogermanische Sprache ist immer noch Sächsisch. Es gibt kaum jemand, den man versteht, wenn er das spricht!

So, ernst: Was ist mit Sanskrit?
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Alt 14.02.2017, 16:39   #12
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Idomenio ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Den "Griechischen Lehrgang" hab ich mir als PDF runtergeladen und werde morgen mal reinschauen.

Dass Deutsch die schwierigste indogermanische Sprache ist, habe ich mal irgendwo gelesen. Angeblich hätte das ein britisches Sprachinstitut herausgefunden.
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Alt 14.02.2017, 22:06   #13
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Zitat:
Idomenio Beitrag anzeigen
Wie schwer ist diese Sprache eigentlich für einen deutschen Muttersprachler (was zumindest einen guten Ausgangspunkt darstellt, da Deutsch die schwerste indogermanische Sprache ist) zu erlernen? Ich nehme mal an, es ist schwieriger zu erlernen als Englisch, welches eine eher einfache Grammatik hat und dem Deutschen ähnlicher ist und bewegt sich auf einem Niveau wie Latein?
Ich fand Altgriechisch deutlich schwieriger als Latein, weil es viel mehr Formenreichtum gibt: eine zusätzliche Zeit (Aorist), zusätzlich zu Indikativ und Konjunktiv noch den Optativ, zusätzlich zu Aktiv und Passiv noch Medium. (Dass es neben Singular und Plural noch den Dual gibt, fällt wegen der Seltenheit seines Gebrauchs kaum ins Gewicht.) Konjugationen gibt es zwar nur zwei, die sich aber weitaus erheblicher voneinander unterscheiden als die verschiedenen Konjugationen im Lateinischen. Auch das Vokabellernen fand ich schwieriger, denn während mir etliche lateinische Wörter durch Lehn- oder Fremdwörter im Deutschen oder Englischen schon einigermaßen bekannt waren, war das bei griechischen Wörtern weit weniger oft der Fall.
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