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Alt 21.11.2016, 14:55   #81
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Einen bestimmten rechtsextremen Bodensatz werden wir immer haben, damit muss man sich in allen europäischen Staaten abfinden. Aber im Gegensatz zur Front National, die bis zu 15% der Wählerstimmen in Frankreich erreicht, ist bei uns der Rechtsextremismus zwar eine ärgerliche und zuweilen beängstigende Erscheinung (insbesondere in manchen ostdeutsche Regionen), doch macht sich das bei den Wählerstimmen in Land und Bund nicht oder kaum bemerkbar.
Ein kurzer unkommentierter Exkurs in die aktuellen Befunde der Friedrich Ebert Stiftung, auch weil es direkte Bezüge hat zum historischen Weltbild.

Und auch, weil das Forum auf der Grundlage des GG agiert, das es zu schützen gilt.

Spiegel
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...a-1121845.html

FES Studie
http://www.fes-gegen-rechtsextremism...t%C3%A4nde.pdf
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Es dient nicht dem nationalen Interesse, die Ergebnisse historischer Analysen zu verschleiern oder zu behindern. Herwig: Clio deceived, S. 43
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Alt 21.11.2016, 19:36   #82
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Ein kurzer unkommentierter Exkurs in die aktuellen Befunde der Friedrich Ebert Stiftung, auch weil es direkte Bezüge hat zum historischen Weltbild.

Und auch, weil das Forum auf der Grundlage des GG agiert, das es zu schützen gilt.
Mein Beitrag stammt aus dem Jahr 2011!

Dass sich die Situation bekanntlich geändert hat, ist eine Binsenweisheit.
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Alt 21.11.2016, 20:03   #83
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Dieter Beitrag anzeigen
Mein Beitrag stammt aus dem Jahr 2011! Dass sich die Situation bekanntlich geändert hat, ist eine Binsenweisheit.
Man muss da nichts mit geänderten Situationen verharmlosen. Die rechtsradikalen Ansichten werden seit Jahrzehnten gemessen und sind schon Thema vor über 30 Jahren. Siehe links im Themeneinstieg.

Die Relativierung auf einen angeblichen Bodensatz und seine angebliche Bedeutungslosigkeit hat ebenfalls eine jahrzehntelange Historie.

Die Situation der Einstellungen hat sich im Gesamtumfang nicht wesentlich geändert. Die parteibezogenen Verschiebungen bzw. Konzentrationen gegenüber früher sind lediglich Ausdruck von Sammlungsbewegungen, wie den Analysen zu entnehmen ist.
__________________
In der Theorie sind Theorie und Praxis das Gleiche. In der Praxis sind sie es nicht (Yogi Berra). Der Unterschied ist Unsicherheit (Stephen Ross).
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Alt 22.11.2016, 17:26   #84
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silesia Beitrag anzeigen
Man muss da nichts mit geänderten Situationen verharmlosen. Die rechtsradikalen Ansichten werden seit Jahrzehnten gemessen und sind schon Thema vor über 30 Jahren. Siehe links im Themeneinstieg.
Man muss links- und rechtspopulistische Tendenzen weder verharmlosen noch unnötig aufpusten.

Mentalitäten und die Empfänglichkeit für bestimmte Ideologien und Weltbilder verändern sich über die Jahrzehnte. Was noch vor zwanzig Jahren als inakzeptabel galt, kann Jahre später breitere Bevölkerungsschichten erfassen. In dieser Hinsicht haben aich die genannten "Analysen" leider allzu häufig geirrt,
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Alt 11.01.2017, 19:52   #85
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Die bpb hat eine neue Publikation aufgelegt, die für Frankreich versucht zu erklären, wieso die traditionellen Milieus aus denen sich die Parteien rekrutierten, nicht mehr die gleiche Bindungskraft aufweisen.

Und macht auch deutlich, wie kompliziert es mittlerweile ist, Politik nach dem traditionellen links-rechts-Schema vorzunehmen und dass vor allem auf der Rechten ein Prozess der Ausdifferenzierung von Milieus und Positionen eingesetzt hat.

Wen es interessiert, der findet in den Thesen von Eribon sicherlich nachdenkenswerte Thesen.

Rückkehr nach Reims | bpb
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Alt 17.01.2017, 13:20   #86
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In seinem Buch "Vom Wesen und Wert der Demokratie" hat sich Kelsen, als einer der demokratischen Vertreter der Staatslehre in der Weimarer Republik mit der Form und dem Wesen der Demokratie auseinander gesetzt.

Und den freien Wettbewerb der aufgeklärten und informierten Bürger als Garanten der Demokratie benannt.

Auch wenn er einschränkt, dass die Demokratie die "schlechteste" Form der Regierung sei, weil sie den radikalen Gegner der Demokratie durch ihre offenen demokratischen Regeln, Popper spricht von der "Offenen Gesellschaft", eine Plattform für ihre extreme Ideologie bietet. Und diesen Kreisen auch die Möglichkeit zur Organisation bietet, also die "Gelegenheits-Struktur" bereitstellt, die erst eine gewaltorientierte Politik möglich macht (vgl. Literatur im Thread zu Straßenschlachten in der Weimarer Republik)

In diesem Sinne ist es richtig, radikale extreme und teilweise auch zynische und inhumane politische Standpunkte nicht durch Gerichte etc. zu verbieten. Es sind die aufgeklärten und couragierten Bürger einer Demokratie, die die Marginalität dieser Sichtweise verdeutlichen sollten. Und auch müssen, damit Radikale eine Minderheit in der demokratischen Gesellschaft bleiben.

So zumindest die Sicht eines der bedeutendsten Staatsrechtler der Weimarer Republik.

vgl. zum Demokratieverständnis von Kelsen:

https://www.jura.uni-wuerzburg.de/fi...xte/Kelsen.pdf

http://www.kj.nomos.de/fileadmin/kj/...ross_S_306.pdf
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Geändert von thanepower (17.01.2017 um 13:42 Uhr).
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