Reisetipps Polen

Dieses Thema im Forum "Ausstellungen | Historische Sehenswürdigkeiten" wurde erstellt von rena8, 2. Februar 2014.

  1. rena8

    rena8 Aktives Mitglied


    Der Reiseplan ist noch ganz vage, Krakau soll der abschließende Höhepunkt sein. Posen und Breslau und ein paar kleinere Orte dazwischen möchte ich mir ansehen. Ansonsten bin ich an Hinweisen interessiert von Usern, die in letzter Zeit im westlichen Teil Polens waren. Was muß man gesehen haben? Gibt es spezielle Geheimtipps?:winke:
     
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  2. Wsjr

    Wsjr Aktives Mitglied

    Freilichtmuseum Biskupin kann ich nur empfehlen, speziell wenn die mal wieder irgendwelche Aktionen und dergleichen haben.

    Muzeum Archeologiczne w Biskupinie - AKTUALNO?CI

    Ostrov Lednici kann man auch unterwegs mitnehmen wenn man gerad da vorbeifährt, viel gibts da nicht zu sehen aber die Polen machen ein großes Brimborium drum weils eines der ersten Zentren des Piastenstaates war.

    Und ja Stettin ist auch sehr schön und gibt einiges zu sehen.
     
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  3. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied


    ...im Falle spezieller Interessen... ;)

    Posen / Poznan
    hier kann man die preuss. und später kaiserreichlichen Festungsanlagen anschauen: es gibt Führungen, auch sind sie sehr gut dokumentiert
    Twierdza Pozna? ? Wikipedia, wolna encyklopedia
    www.walkowiak.pl/Fortyfikacje/Twierdza Pozna? i inne fortyfikacje

    Krakau / Krakow
    nachdem man alle relevanten Sehenswürdigkeiten abgeklappert hat, kann man sich das größte erhaltene österreichische Festungsensemble anschauen
    Twierdza Kraków ? Wikipedia, wolna encyklopedia
    Twierdza Kraków - galeria zdj??. Festung Krakau - gallery of pictures

    ...ok, ich lass es dabei bewenden, was Festungen betrifft :)

    aber in Posen MUSST du unbedingt eiskaltes Lech Pils trinken - ein super Bier! :)
     
  4. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Also Festungen sind ja nicht so ganz mein Fall, dekumatland. Aber da Posen sowieso gesetzt ist, werde ich im Vorbeigehen an dich denken.:winke:
    Wsjrs Tipps treffen eher meine Interessen. Biskupin werde ich auf jeden Fall machen, überlege schon, ob ich die 3. Sept-woche hinkriege, scheint der jährliche Festivaltermin zu sein.
    So ein Handwerksmuseum wäre nett, wegen der Weber.
     
  5. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    :cry:

    :yes: und köpf dort ein Lech! Großes Indianerehrenwort, ein tolles Bier

    falls Masowien noch zu Westpolen zählt: ca 50km von Warschau entfernt liegt das Kaff Zelazowa Wola. Dort findet sich museal hergerichtet das Geburtshaus von Frederic Chopin.
     
  6. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Sicher PKW, oder?
    Kommt ja immer auf die Zeit an.

    Poznan - Wroclaw – Krakow.
    Auf der Route Wroclaw – Krakow liegt Czestochowa.
    Sollteste Dir überlegen.
    Von Wroclaw südöstlich kann man auch Schloss Fürstenstein empfehlen.

    In Krakow und Czestochowa war ich das letzte mal 2010.
    In Wroclaw vor meiner Rente viel. Ich hatte dort einen Lieferanten für Verpackungsfolie.
     
  7. Wsjr

    Wsjr Aktives Mitglied

    In Posen und Stettin gibt auch schöne archäologische Museen. Wenn du dort warst wirst du genug Gesichtsurnen für den Rest deines Lebens gesehen haben :D
     
  8. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Falls Du ein Hotel suchst.
    In Krakau war ich im Park Inn (sieh Foto).
    In Wroclaw im Novotol.
    Novotel mittlere Preisklasse, gutes Hotel. Da hatte ich immer ein Limit von der Firma :weinen:.
    In Krakau das war besser, da war ich auch privat als Rentner.

    Krakau 2010.jpg
     
  9. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Nein, kein Auto, mit Öffis. Das könnte eine Herausforderung werden, weil ich viele Strecken vorab zu Hause planen muß. Polen soll ein gutes Bahnnetz haben und zwischendrin hoffe ich auf öffentliche Busse.





    Ja, so ungefähr hatte ich gedacht. Mit Bahn/Fernbus bis Posen, Biskupin und dann Richtung Süden, kommt drauf an, wie die Bahnstrecken verlaufen.

    Super, das will ich auf jeden Fall hin. Czestochowa ist außerdem auch schon wieder eine größere Stadt. Mir ist aufgefallen, dass die Orte, die ich anpeile, alle recht groß sind.



    An Schloss Fürstenstein kann ich mich dunkel erinnern, kurz nach der Wende war ich schon mal in der Gegend um Walbrzych. Einige Orte will ich nochmal besuchen, weil ich neugierig bin, wie sie sich in den über 20 Jahren seither verändert haben.
    Bei Schloss Fürstenstein ? Wikipedia begegnet mir schon wieder das ominöse Projekt Riese ? Wikipedia, das hatte ich vor einiger Zeit schon mal hier im GF angesprochen. Und darüberhinaus die vielen KZs mit Nebenstellen und Außenlagern. Bei diesem Thema bin ich noch unschlüssig, wahrscheinlich kann ich die Nazizeit nicht ausblenden, wenn sie mir schon bei der Vorinformation ständig begegnet.

    Und hast du Geheimtipps zu Wroclaw außer den Hotels? Es soll übrigens eine low budget-Reise werden, also ist mir Novotel vielleicht schon zu teuer.:winke:

    Wsjr, kommt mir gerade so vor, als konzentriere sich die Archäologie um Posen? Dann würde ich mich ja auch zeitlich folgerichtig bewegen auf der Reise.
     
  10. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Das war immer mein Problem.
    Ich war zwar dienstlich sowohl in der DDR als auch nach der Wende viel unterwegs, aber eben dienstlich.
    Museumsbesuche, Besuche von Kirchen oder ähnliches waren da meistens zeitlich nicht drin.
    Am Tag in der jeweiligen Firma, abends dann in der Regel gemeinsames ausgedehntes Essen.

    In Wroclaw in der Regel in der Innenstadt, in einem Restaurant das Lemberger Küche hat.
    Ist den Firmeninhaber bei dem ich war sein Lieblingsrestaurant.
    Warum erklärte er auch mir.
    Wir wissen ja was nach 45ig dort ablief und dies erklärt auch, warum er sich mit Lemberg und dessen Küche verbunden fühlt.

    Wenn ich mich nicht täusche, wurde zerstörtes in 2. WK nach 45ig sukzessive im alten Stil, sprich Deutsch wieder aufgebaut bzw. restauriert.
    Ähnlich findest Du dies ja auch in Gdañsk.

    Nach dem Essen noch einen Bummel in der Innenstadt.
    Er erklärte mir da die deutsche Geschichte dieser Stadt.

    Erinnere mich auch an eine Ausstellung, die sich recht umfangreich mit der deutschen Geschichte von Wroclaw beschäftigte.
    Wirklich sehr umfangreich, ich war da überrascht. Diese Ausstellung blendete auch nicht die Zeit von 33ig – 45ig aus, incl. Fotos der Aussiedlung.
    War gleich in der Nähe des recht prachtvollen Rathauses (Außenbereich für jedermann zugängig).
    Vielleicht gibt’s diese Ausstellung sogar noch, war ja recht solide und wetterfest gebaut.

    Wroclaw hat ja durch die Studenten ein recht ausgeprägtes Nachtleben, wenn’s im Sommer war, ist da immer was los, es ist da alles voll mit Menschen, sprich vor allem Studenten.
    Ach so... ;)
    Irgendwelche Sorgen um mein Eigentum, auch das in der Jacke, brauchte ich mir nicht zu machen. Wroclaw ist nicht Rom oder Neapel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2014
  11. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Kannst du dich erinnern, welches das war? Wroclaw hat ja viele Museen, auch wieder ein archäologisches, wsjr! Das Museum zu jüdischer Friedhofskunst würde mich interessieren, kennt das jemand? Museen in Breslau


    Mit Etaphotels habe ich vom Preis/Leistungsverhältnis ganz gute Erfahrungen gemacht, der einzige Nachteil ist, das die oft nicht in der Innenstadt sind, so auch in Wroclaw, mal sehn. Hotel in WROCLAW - ibis budget Wroclaw Stadion


    Da mache ich mir sowieso keine Sorgen, das kann dir überall passieren, mir bisher nur in meiner Heimatstadt.
    Andere Frage, wie schätzt du das mit den Sprachen ein. Kommt man mit englisch zurecht? Ich überlege nämlich, ob ich einen kleinen Polnischkurs machen sollte. Auf jeden Fall muß ich mich an den Sprachklang gewöhnen und fange am besten mit den Ortsnamen an. Meist kann man ja besser lesen als verstehen, gilt das auch für polnisch?
     
  12. corto

    corto Aktives Mitglied

  13. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich kann nur aus leidvoller Erfahrung sagen, dass Polnisch sauschwer ist.

    Zunächst einmal die verschiendenen Laute:

    ą - a mit Tendenz zu einem nasalen o (Dombrowski ist eigentlich Dąbrowski)
    ć/ci vs. c
    ę - e mit Tendenz zu einem nasalen o
    ł - ein weiches /w/ wie in Whiskey, alterniert aber mit /l/, ist eben historisch ein /l/
    ń/ni (wie spanisch ñ)
    ó - naja, das geht, ist historisch ein /o/ welches phonetisch zu /u/ geworden ist, aber in verschiedenen Flektionsklassen wieder zu /o/ wird (dann fällt der Akzent weg)
    s vs. ś/si
    ź/zi vs. z vs. ż
    ch = ch
    cz = tsch
    sz = sch
    rz


    dz

    Dann sind die Zahlen völlig unlogisch. Auf eins folgt der Nominativ, auf zwei bis 21 der Genitiv Plural, ab 22 dann wieder der Nominativ Plural, dann aber wieder einige Zahlen der Genitiv Plural.
    Dann gibt es mehr Fälle als im Deutschen, etwa Vokativ und Instrumental. Die werden teilweise von verschiedenen Verben regiert, wenn aber Präpositionen hinzukommen, dann ist plötzlich alles ganz anders... Wie man sieht... ich habe keinen so rechten Zugang zum Polnischen gefunden...
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Februar 2014
  14. Wsjr

    Wsjr Aktives Mitglied

    Gibts eigentlich auch irgendeine Sprache die du nicht sprichst El Quijote? :D
     
  15. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Puh, das klingt nicht gut, dabei habe ich gerade eben über die optimale Strategie telefoniert. Es gibt ein Wochenendseminar zu polnischer Kultur mit ein bißchen Sprache. Und dann ein paar Termine mit einem polnischen Muttersprachler, der uns ein paar Grundbegriffe beibringt, so die höflichen Floskeln und wie man am besten nach Weg und Öffiverbindungen fragt. Zahlen würde ich dann schreiben, wenn das so schwer ist. Man kann sich auch schriftlich auf einen Preis einigen.:winke:
    Achja und dann fange ich an und laß mir von einem sprechenden Lexikon die ganzen Ortsnamen auf polnisch vorsprechen, schon dieses Wroclaw klingt abenteuerlich. Scheinbar rollen die Polen auch noch das R, zusätzlich zu den ganzen S-Lauten und das w könnte auch eher wie das spanische W halb nach B klingen. Kannst du das bestätigen El Q? Und kannst du nun etwas polnisch oder hast du aufgegeben?
     
  16. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Die lieben Sprachen.
    Ich würde sagen, sehe es entspannt.
    Da wo Du hinfahren willst, kommst Du sicher mit Deutsch gut zu recht.
    Falls Du auch noch Englisch kannst, sehe ich überhaupt keine Probleme.
    Russisch brauchste dort nicht ;).

    Du schreibst von einem polnischen Muttersprachler.
    Möchte fast wetten, der spricht auch Deutsch.

    Wenn Du was kaufen willst...
    Kommt darauf an was Du kaufen willst und wo Du es kaufst.

    Hier bin ich mir nicht so sicher ob die überall Euro nehmen.
    Ich hatte vorsichtshalber immer Zloty bei mir.

    Bei einer Rückfahrt aus Weisrussland hatte ich sogar mal mit Dollar in einer kleinen Gaststätte in einen kleinen Ort Probleme.
    War sicher kein böser Wille, aber die Inhaberin geht dann mit diesen Geld zur Bank und dort erfährt sie den amtlichen aktuellen Tauschkurs und was noch viel wichtiger ist, ob das Geld echt ist.

    Mach Dir nicht zu viel Gedanken, fahre einfach hin.
    Polen ist ein sehr schönes Land.
     
  17. rena8

    rena8 Aktives Mitglied

    Ja, klar, der lebt ja hier, fährt aber nicht mit und soll uns nur ein bißchen was beibringen.
    Und ja, halbwegs rechne ich schon damit, dass einige deutsch können. Es schadet aber nicht, wenn ich sie höflich auf polnisch ansprechen kann.

    Ach, an Geldwechseln hatte ich noch gar nicht gedacht.

    Da bin ich jetzt schon sicher.:winke:
     
  18. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Auf jeden Fall Złoty mitnehmen. Wenn hier in D jemand mit Dollar, Pfund oder Yen bezahlen wollte, würden wir denjenigen auch seltsam anschauen...

    Was das Deutsche angeht: Meine Schwiegerfamilie in Polen hat z.T. deutsche Vorfahren und von denen spricht niemand mehr deutsch (abgesehen von einigen deutschen Ausdrücken im Schlesischen). Meine Schwiegermutter und ihre Schwester haben Deutsch gelernt, weil ihre Eltern sich immer auf Deutsch unterhielten, wenn sie etwas vor ihren Kindern verheimlichen wollten. Von den Kindern der Cousinen meiner Freundin sprechen zwei Deutsch, weil sie's in der Schule gelernt haben, die meisten haben aber Englisch. Ich würde nicht mit breiten Deutschkenntnissen rechnen.

    Polnisch und viele hundert andere jedenfalls nicht...
     
  19. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    mittlerweile gibt es in Krakau drei Hotels, die sich in ehemaligen österreichischem Forts befinden! Man kann da, salopp gesagt, im Kasemattencorps frühstücken - wie dem auch sei: man kann also in historischen Gemäuern bequem und komfortabel übernachten.

    Natürlich ist es sinnvoll, vor Ort nicht mit Euro, sondern mit Zloty zu bezahlen - allerdings gibt es beinahe an jeder Ecke Geldautomaten, wo man sich mit Brgeld versorgen kann. Ich empfehle, für die Anreise eine Handvoll Zloty vorab zu tauschen und danach jeweils vor Ort an den Geldautomaten zu gehen (so hab ich ich das seit Jahren immer gemacht)
     
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  20. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Es liegt wohl nicht auf deiner Route, aber Danzig und das ehemalige Ostpreussen fand ich wunderschøn.
    Die Sprache macht einem wirklich zu schaffen, aber mit Engl. und Deutsch wirst du dich schon durchschlagen.
    Vielleicht wirst du ja sogar auf Deutsch angesprochen - ein netter ælterer Herr wollte sich mit mir unbedingt ueber die dt.-poln. Vergangenheit unterhalten. Das war in einem Supermarkt.

    Nach Krakau wuerde ich auch gerne mal. Poniatowski ist dort beigesetzt.

    Gruss, muheijo
     
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