Spielfilme angesiedelt im 16.Jhd.

Dieses Thema im Forum "Dokumentarfilme/Spielfilme" wurde erstellt von Legat, 13. Oktober 2014.

  1. Legat

    Legat Aktives Mitglied

    Zuletzt bearbeitet: 13. Oktober 2014
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  2. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Zuletzt bearbeitet: 13. Oktober 2014
  3. Fulcher

    Fulcher Aktives Mitglied


    Vor kurzem sah ich Die Prinzessin von Montpensier im TV. Für meinen Geschmack zuviel Herz-Schmerz, aber die Ausstattung konnte sich sehen lassen (hatte damals auch einen César für Bestes Kostüm gewonnen).
     
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  4. Fulcher

    Fulcher Aktives Mitglied

  5. Fulcher

    Fulcher Aktives Mitglied

  6. Legat

    Legat Aktives Mitglied

    Hab nun "Kenau" bei mir rumliegen. Der Klappentext, der was von 300 Niederländern imh eroischen Abwehrkampf gegen eine Übermacht an Spaniern erzählt schreckt etwas ab :D
     
  7. Legat

    Legat Aktives Mitglied

    Soo. Habe den Film gerade gesehen. Die Ausstattung war sehr durchwachsen. So haben die meisten mittelalterliche Schwerter geschwungen und mehrere Söldner Strickkettenhauben aufgehabt. Andererseits aber auch Doublets (geschlossen! :D ) und Puffhosen.
    Die Story war recht gut, wenn auch abweichend von der der "echten" Kenau. Hauptthema des Film ist halt die Frau, ohne all zu sehr feministisch/emanzipatorisch zu wirken.
    Empfehlenswert :)
     
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  8. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Der Admiral - Roaring Currents

    Bei diesem etwas über zweistündigen Film aus dem Jahr 2014 handelt es sich um eine südkoreanische Großproduktion, die in Südkorea zum bislang meistgesehenen Film wurde.
    Inhaltlich geht es um die 1597 stattgefundene Seeschlacht von Myongnyang des legendären koreanischen Admirals Yi Sun-sin gegen eine gewaltige japanische Übermacht. (Die ebenso legendären Schildkrötenschiffe spielen im Film leider nur eine geringe Rolle.) In dieser Schlacht nutzte eine winzige koreanische Flotte eine Meerenge mitsamt tückischer Strömung und ihre Kanonen-Feuerkraft, um einer zahlenmäßig weit überlegenen japanischen Flotte schwere Verluste zuzufügen. Die Schlacht, deren detaillierte Darstellung mehr als die Hälfte der Laufzeit einnimmt (ohne jemals langweilig zu werden), scheint (mit einigen Abweichungen) halbwegs korrekt wiedergegeben worden zu sein. Der Admiral selbst, der sein Häuflein demoralisierter Männer mit harter Hand zusammenhält, wirkt allerdings nicht sonderlich sympathisch. (Vielleicht wird sein Führungsstil in Südkorea aber anders bewertet.)
     
  9. Fulcher

    Fulcher Aktives Mitglied

    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2015
  10. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    Ich habe mir jetzt die 6 Teile der BBC-Serie "Wölfe" (nach den Romanen "Wölfe" und "Falken" von Hilary Mantel) ansehen können.

    Erster Eindruck: Sicher nichts für Menschen, für die Serien wie "The Tudors" der Maßstab ist. Die werden sich da wohl langweilen.

    Zweiter Eindruck: Trotz Kürzungen finde ich, dass die Buchserie recht detailgetreu umgesetzt wurde. Eine sehr ruhige Serie, die auf das Können der Schauspieler/innen baut, die eigentlich alle auch nicht wie Glamour-Stars wirken, eindeutig ein Kammerspiel und ziemlich düster, was die Stimmung betrifft. Keine Action (für eine Fernsehserie des 21. Jahrhunderts ungewöhnlich und ich habe den Eindruck, dass es in der Serie noch ruhiger zugeht, als in den Romanen, nach denen gedreht wurde), keine wirklichen Sexszenen ...
    Der wesentliche Unterschied zu den Büchern "Wölfe" und "Falken": einzelne Szenen wurden umgestellt, was mich aber nicht gestört hat - dies dürfte den unterschiedlichen Medien (Roman ist nun mal nicht gleich Film) geschuldet sein. Daher ist die Anfangsszene etwas anders als im Buch, sie ist auf die Einführung von Thomas Cromwell angelegt.

    Wie authentisch die Ausstattung ist, kann ich nicht beurteilen. Mir persönlich hat sie gut gefallen. Sehr schöne Lokalisationen, meistens in Innenräumen, zum Teil eher düster, eher gedeckte Farbgebung.

    Die Schauspieler/innen fand ich insgesamt sehr überzeugend. Zentrum ist wie in den Büchern eindeutig Thomas Cromwell, der auch fast in jeder Szene auftritt. Der Schauspieler Mark Rylance war mir bis Anfang des Jahres unbekannt, allerdings ist er zurzeit in österreichischen Kinos in "Der Unterhändler - Bridge of the Spies" zu sehen, und in diesem Film ist er mir bereits positiv aufgefallen. Nachteilig ist vielleicht, dass beide Rollen einen ähnlichen Persönlichkeitstyp haben, ich fand ihn jedenfalls als Cromwell mit Blick auf die Bücher eine Idealbesetzung, obwohl sein zurückhaltendes Spiel sicher nicht unbedingt das sein dürfte, was heutige Fernsehbesucher gewöhnt sind. Thomas Cromwell ist bei Mantel eher ein scheinbar ruhiger, vermutlich introvertierter Typ, dem wir bei ihr nur deshalb nahekommen, weil der Roman weitgehend aus seiner Sicht erlebt wird. In einem Film lässt sich das nicht wirklich umsetzen, daher muss Rylance sehr viel durch seine Mimik rüberbringen, und ich finde, dass ihm das wirklich gelungen ist.

    Damian Lewis als Henry VIII. hat es da leichter, und ich finde durchaus, dass er für die bisherige Gala der Schauspieler, die diese Rolle gespielt haben, bestens ergänzt, was aber sicher auch der doch sehr interessanten Figur der Vorlage geschuldet sein dürfte.

    Recht gut gefallen haben mir übrigens auch Jonathan Pryce als Kardinal Wolsey, Joanne Whalley als Katharina von Aragon und vor allem die unbekannte Bühnenschauspielerin Natasha Little in der kleinen Rolle der Elizabeth Cromwell, schon erstaunlich, wie viel eine gute Schauspielerin aus einer relativ "unwichtigen" und "konservativen" Frauenrolle (Typus "brave Ehefrau" ) gemacht hat. (Natasha Little ist vielleicht einigen hier durch die BBC-Serie "Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit nach dem Roman von William Makepeace Thackeray bekannt, die sich relativ genau an die Romanvorlage hält. Allerdings dürfte wohl der der Kinofilm mit Reese Witherspoon von 2004 bekannter sein, der allerdings einen ganz anderen Akzent setzt.)

    Insgesamt hat mir der Fernsehserie sehr gut gefallen.
     
  11. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    @ Teresa C.

    Nach meinem und Céciles Dafürhalten war die Ausstattung sehr schön, deutlich besser als in "The Tudors", wobei "The Tudors" ja auch ganz bewusst modern und sexy wirken sollte.
    Die Spannung bezieht die Serie offensichtlich einfach aus dem schauspielerischen Talent der Darsteller, Action etc. braucht man dafür nicht. Wenn man nicht zuschaut, sondern nur den Text hört, hat man freilich den Eindruck, es würde aus einem Geschichtsbuch oder einem alten Hörspiel/-buch der 1980er vorgelesen, so stark reihen sich da v.a. in der 1. Episode Fakten aneinander, welche die Biographie v.a. Cromwells und Wollseys beleuchten. M.E. steht die Serie eindeutig in einer Tradition der großen britischen Miniserien, die schlicht unter dem Begriff "Masterpiece" zusammengefasst wurden und in die auch "I, Claudius" oder "The first Churchills" fallen. https://en.wikipedia.org/wiki/Masterpiece_(TV_series)) Das erklärt den völlig anderen Duktus als die "modernen" Actionproduktionen mit Sex and Crime à la "Rome" oder "The Tudors". Typisch für die alten Serien waren exzellente Schauspieler, die nichtmal unbedingt durchs Kino bekannt sein mussten.
    Mir hat die Serie ganz gut gefallen und ich empfand sie nicht direkt als langweilig, auch wenn ich nicht behaupten kann, dass ich gebannt vor der Mattscheibe hing - tue ich bei Geschichts-Action aber auch nicht. :D Sehr rührend fand ich als kurz und knapp gezeigt wurde wie Cromwells Frau und Töchter plötzlich starben. War sehr glaubhaft und nicht so überzogen wie sonst mancher Filmtod.

    Vielen Dank für Deine Einschätzung!
     
  12. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    "1526 - Der Medici-Krieger" (2001)

    Das sehe ich genauso. Diese extreme Fokussierung auf die Gefühlswelt der Dame ist einfach nichts für mich gewesen, auch wenn ich von den Bildern her den Film recht schön fand. Die Handlungsorte waren ja auch sehr beeindruckend.

    Ich habe jetzt mal "Der Medici Krieger" gesehen.
    Das ist ja eher ein Kunstfilm, der aus laufenden Rückblenden aus der Perspektive der Hauptfigur Joanni de Medici (Christo Jivkov) besteht. Es werden die letzten Wochen im Leben des Capitano de Medici geschildert. Von den Heeren sieht man wenig, da die Landschaft in einem Meer von Nebel und Schnee untergeht; obendrein spielen die meisten Szenen bei ziemlicher Dunkelheit. Medici hat sich in eine verheiratete Dame verliebt. Dies hält ihn aber nicht davon ab, v.a. gegen den deutschen Feldherrn Frundsberg (Nikolaus Moras) eine Verfolgungsjagd abzuziehen. Joanni soll das Passieren der Kaiserlichen über den Po verhindern, bekommt aber durch die Untreue seines Feldherrn und der lokalen Fürsten, welche die marodierenden deutschen Landsknechte nicht in ihrer Gegend haben wollen, Steine in den Weg gelegt. 1/3 des Films besteht aus dem Sterben des Capitano nachdem er von einem der wenigen leichten Geschütze getroffen worden ist, die Frundsberg von ital. Verbündeten zugespielt worden sind. Wozu Frundsberg überhaupt um die paar Recken Medicis zu vernichten solche Tricks nötig hätte, leuchtete mir nicht ein.

    Der Film verweigert sich hinsichtlich Spannung oder Action komplett und man sollte daher durch den Titel "Der Medici-Krieger" oder auch "Il mestiere delle armi" nicht verleiten lassen, an einen klassischen Historienfilm mit Schlachten etc. zu denken. Ich kann nicht behaupten mich irgendwie unterhalten gefühlt zu haben. Künstlerisch ist das Ganze sicherlich ganz ordentlich, was Ermanno Olmi (Regie) da ablieferte. Ich kann mich auch entsinnen, dass es vorab in der SpäMi-Szene eine größere Diskussion über den Film gab.

    Schwer einzuordnen, der Film.
     
  13. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    "Jede Art von Kunst ist gut, außer die, die langweilig ist." Voltaire
     
  14. Teresa C.

    Teresa C. Aktives Mitglied

    Hat sich eigentlich jemand den Film "Katharina Luther" angesehen, der vor einigen Tagen im Fernsehen gezeigt wurde?
     
  15. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    "Verrat im Namen der Königin" - "Saint-Germain ou la Négociation" (Regie: Gérard Corbiau) F 2003

    Handlung:
    Der Baron de Malassise (Jean Rochefort) kehrt von seiner diplomatischen Mission in Italien zurück, um festzustellen, dass seine von ihm vernachlässigten Güter von seinen Verwaltern veruntreut werden. Doch statt diese zu belangen oder abzusetzen stürzt er sich in neue Aufgaben. Denn die Königin (Marie-Christine Barrault) wünscht ihn als Führer der Verhandlungen mit den Hugenotten. Malaissise gelingt es die Hugenotten an den Verhandlungstisch zu locken und er vermag alles im Sinne der Königin auszuführen. Doch während er nach seiner Meinung einen Sieg nach dem anderen auf dem Feld der Diplomatie erzielt entfremden sich seine Gattin (Caroline Veyt) und sein Sohn (Yohan Salmon) zusehends von ihm. Am Ende steht der große Diplomat vor einem persönlichen Scherbenhaufen und einer Katastrophe.

    Der Film bezieht seine Brillanz aus dem exzellenten Spiel der gesamten Darstellerriege von Jean Rochefort bis hin zu Didier Sandre. Vom Charakter her eher ein Kammerspiel, aber eines bei dem die Spannung inklusive der ganzen Tragik vor allem durch die Reserviertheit und Verschlagenheit des Protagonisten auf leisen Sohlen kommt.
    Das Drehbuch ist fulminant wie sich immer mehr offenbart, dass Malassise letztlich in all seiner Eleganz gegen sich selbst arbeitet und sich zugrunde richtet.

    Die Ausstattung und das Kostümbild sind ganz ordentlich, die Handlungsorte wie gewohnt bei solchen Filmen aus Frankreich fantastisch.
    Wer auf Action steht wird sich wahrscheinlich unglaublich langweilen.

    Mir hat der Film sehr gut gefallen, m.E. einer der besten mit Jean Rochefort. 9 von 10 Spitzfindigkeiten.
     
    Neddy, Teresa C. und Saint-Simone gefällt das.
  16. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Der Film - englischer Titel "Emperor" - ist laut manchen Quellen (imdb) in der Postproduktion. Scheint aber schon ziemliche Schwierigkeiten zu geben. Ich kenne bis jetzt keinen Kinostart. Sieht ja sehr aufwändig aus und Adrien Brody als Karl V. mal ne interessante Besetzung, wenngleich die Zusammenfassung der Handlung eher strange klingt.
     
  17. Chan

    Chan Aktives Mitglied

    Aber durchaus nach meinem Geschmack, vor allem in Anbetracht der Hauptdarstellerin Sophie Cookson, die mir aus "Kingsmen" bekannt ist (siehe Bild). Adrien Brody als Karl V. (siehe Bilder) ist optisch eine gute Wahl und wird die Rolle des psychisch sehr unausgeglichenen Kaisers sicher auch darstellerisch überzeugend bewältigen. Regisseur Lee Tamahori hat sich bisher u.a. durch einen Bond-Film (Stirb an einem anderen Tag) und zwei weitere Actioner (Next, xXx2-The next Level) hervorgetan. Im Jahr 2006 hatte er das Pech, einem Undercover-Cop auf den Leim zu gehen, der sich als Stricher ausgab. Bei dieser Gelegenheit war der Starregisseur als Drag Queen kostümiert. Man kann ihm also auch von daher hinreichende Kompetenz für die Inszenierung des "Emperor"-Plots attestieren.

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  18. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Naja, Mädel mit Bogen auf Rachetour klingt halt etwas abgedroschen. Das Cover erinnerte eben an die letzten Leinwandheldinnen, die mit Bogen rumrannten - Cate Blanchett in dem "Robin Hood", Keira Knightley in "King Arthur" und Josefine Preuß in "Die Pilgerin". Macht erstmal nen seltsamen eindruck, Adrien Brody in der Rüstung wirkte aber sehr stimmig und da er ein großartiger Charakterschauspieler ist, wird er das sicher gut hinbekommen so einen schwierigen Charakter wie Karl V. zu spielen. :) Ich würde es mir sowieso im Kino anschauen, die Fotos sahen ja ganz gut aus.
     
  19. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    "Nova Zembla - Unbekanntes Land" NL 2011 (Regie: Reinout Oerlemans)

    Handlung: Die Geschichte wird aus der Sicht des Gerrit de Veer (Robert de Hoog) erzählt. Gerrit liebt die Tochter des Geistlichen und Gelehrten Petrus Plancius (Jan Decleir). Doch diese (Doutzen Kroes) macht ihm klar, dass ihr Vater einer Ehe nie zustimmen würde, weil Gerrit ein Habenichts ist. Deswegen beschließt Gerrit 1596 sich der Forschungsreise des Willem Branetzs (Derek de Lint) anzuschließen, denn für die Umrundung Asiens in nördlicher Richtung winken satte Prämien. Die Mannschaft ist auch höchst motiviert. Bald schon zeigt sich, dass der Kapitän des Schiffes Jacob van Heemskerk (Victor Reinier) und Braentzs sich uneins sind in allem. Barentzs wirft Heemskerk vor zu nachsichtig zu sein, was bei der letzten Reise zu einer Meuterei führte. Gerrit wurde nur als Chronist mitgenommen, der in einem Tagebuch die Besprechungen der Anführer und die Erlebnisse notieren soll. Daher gerät er mit vielen Mannschaftsmitgliedern aneinander, die seine Teilnahme für unnötig halten. Vor allem der starke Claes (Semmy Schilt) macht Gerrit das Leben schwer bis ihn dieser einmal vor dem Tod rettet. Mit der Zeit erkennen die Anführer der einfachen Seeleute, die endlich erfahren wollen, was Barentzs und Heemskerk bereden. Heemskerk fühlt sich nämlich von Plancius und Barentzs hintergangen, da diese mehr Proviant als eigentlich nötig geladen hatten. Während Heemskerk die große Insel Nova Zembla südlich umrunden will, beharrt Barentzs auf einer nördlichen Umrundung. Obwohl Heemskerk eigentlich der Kapitän ist, gibt er klein bei, weil die Männer laut Heemskerk eher dem charismatischen Barentzs folgen. Noch immer vertrauen alle darauf, dass man nach China gelangen und durch einen günstigen Handel mit Reichtümern heimfahren würde. So verschlägt es allerdings das Schiff bei der Umsegelung von Nova Zembla ins Packeis und zerberstet. Die Mannschaft rettet sich an Land, wo sie eine Hütte genannt "Das bewehrte Haus" (Het Behouden Huys) errichtet. Durch die zahlreichen Vorräte scheint erstmal die Überwinterung gewährleistet. Dennoch sterben zusehends die Männer. Der Kapitän wird im Kampf mit einem Eisbär schwer verwundet und auch Barentzs liegt darnieder. Die ehemaligen Führer der Expedition beschließen, dass Gerrit, obwohl er das erste Mal dabei ist, die Rettung von allen leiten möge, da er sich immerhin mit Seekarten und Sternen auskennt, auch wenn er keine seemännische Praxis hat. Gegen den Widerstand einiger Aufmüpfiger gelingt es Gerrit die anderen davon zu überzeugen, dass man mit den verbliebenen Booten nach Westen aufbrechen müsse, als es plötzlich wieder hell wird. Geritt will auch die Kranken retten und nimmt sie mit. Auf der nächsten Insel, die sie erreichen stirbt Barentzs und Geritt gerät mit Vos (Toin Kuilboer), einem der Aufrührer aneinander, der Gerrits Aufzeichnungen als Zeugnisse ihres Scheiterns vernichten will. Doch sie werden dort auch von dem Schiff des Kapitäns Jan Corneliszoon Rijp gerettet und schließlich in die Niederlande zurückgebracht, wo Gerrit die Öffentlichkeit mit dem Ausgang der Expedition konfrontiert.

    Der Film konzentriert sich eigentlich auf das Leben im Bewehrten Haus und dem Aufeinandertreffen verschiedener Charaktere auf engem Raum, die notgedrungen unter Extrembedingungen zusammen leben müssen.
    Dabei wird offenbar sehr frei mit den Umständen umgegangen. Gerrit de Veer war nie ein reiner Schreiberling, sondern Schiffszimmermann, was seine Schlüsselrolle bei der Fahrt von Nova Zembla nach Hause erklärt. Auch die Uneinigkeit zwischen Rijp und Barentzs kommt nicht vor, sondern wird auf Heemskerk und Barentzs übertragen.
    Ich muss zugeben, dass solche Forscherfilme nicht so mein Fall sind. Deswegen hat er mich einfach nicht wirklich interessiert, v.a. da die Szenen auf See doch recht beschränkt waren. Für Fans des Genres aber bestimmt sehenswert.
    Was mir gut gefiel waren die Schauspieler allen voran Robert de Hoog und Victor Reinier. V.a. Robert de Hoog ist seit "Skin - Hass war sein Ausweg" in den Niederlanden sowas wie ein Star.

    Mich würde die Meinung von Fans des Themas dazu interessieren.

    7 von 10 Ankern.
     
  20. Fulcher

    Fulcher Aktives Mitglied

    Hätte vielleicht Bock gehabt, den Film anzuschauen, aber schon im Trailer ist ja zu sehen, dass das gezeigte Schiff nicht zur dargestellten Epoche passt. Sowas wie der Nachbau der Golden Hind hätte da eher gepasst. Diese Replik wurde ja auch für die Verfilmung von James Clavell's Shogun verwendet. Heuer soll es übrigens eine neue Adaption des Romans geben.
    Golden Hinde (1973) - Wikipedia
     

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