Zerfall der UdSSR

Dieses Thema im Forum "Russland | Sowjetunion | Osteuropa" wurde erstellt von Ostgote, 21. April 2012.

  1. Berthold

    Berthold Neues Mitglied


    Unsinn ?

    Das brauchte ich nicht zu lesen, denn ich habe rund 3 Jahre in der UdSSR gelebt und habe da vieles selbst erlebt. Mit dem Weinanbau war ja nur ein Beispiel.
     
  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Offenbar warst Du da von den wesentlichen Informationen abgeschnitten, erleben ist ja auch ein weiter Begriff.

    Was ich dazu oben geschrieben habe, ist Stand der wirtschaftshistorischen Aufarbeitung der Fakten.

    Ich kann Dir zusätzlich gern Details der inneren RGW-Wirtschaftsbeziehungen und Warenströme aufreißen sowie die Preismechaniken im internen RGW Import/Export aufzeigen. Dabei übrigens einige Interna aus der Aufarbeitung.
     
  3. Berthold

    Berthold Neues Mitglied


    Du darfst davon ausgehen, dass ich schon ganz gut informiert war / bin.
     
  4. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ich gehe nur von Fakten und seriösem Forschungsstand aus.
    Der ist oben beschrieben.

    Von sonst nix.
     
  5. Tom

    Tom Neues Mitglied

    Mal in ganz ganz großen Zügen: Der real gewordene Kommunismus konnte gar nichts anderes sein als eine „Modernisierungsdiktatur“ (C.F.v. Weizsäcker), die den osteuropäischen Staaten, vor allem Russland, später dann auch China, das Aufholen gegenüber dem Westen erleichtern sollte. Die russische Revolution reiht sich damit ein in verschiedene Versuche von Iwan Grosny über Peter I. bis zu den Reformen Alexanders II., Russland zu modernisieren und zu „verwestlichen“. Der Staat Lenins und Stalins war nichts als eine Fortsetzung der zaristischen Selbstherrschaft unter anderem Namen und mit einer anderen Ideologie. Im Falle einer erfolgreichen Politik und Wirtschaft wäre er letztendlich im Kapitalismus sans phrase angekommen und nirgendwo sonst.

    Diese Modernisierung ist aus verschiedenen inneren und äußeren Gründen, von denen viele hier genannt wurden, gescheitert. In Ostasien verlief die Geschichte dagegen anders. Hier hatte Japan als erstes asiatisches Land vorgemacht, wie man mit dem Westen gleichziehen und ihm Paroli bieten konnte. Andere asiatische Gebiete folgten, mit größtem Erfolg dann China, indem es – auf den ersten Blick höchst merkwürdig, aber im Grunde nur folgerichtig – unter Führung einer kommunistischen Partei vom Staatskapitalismus zum fast lupenreinen Kapitalismus überging. Die chinesische Revolution war im Unterschied zur russischen erfolgreich und machte China zur Weltmacht.

    Das Ergebnis ist nun, dass die Welt in vieler Hinsicht wieder dort steht, wo sie nach dem 2. Weltkrieg schon war. Russland, vom Westen abgestoßen, treibt seine unabhängige Machtpolitik und nähert sich mehr und mehr China an. Der Westen, also vor allem die USA, steht händeringend vor einem ihm gegenüber einigen und unabhängigen riesigen Asien und versucht verzweifelt irgendein „roll back“. Folgerichtig ist das, was heute läuft, größten Teils die Wiederkehr des kalten Krieges.
     

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