Welche Bücher sollte eine Hausbibliothek haben?

Sorry, ich habe mich oben falsch ausgedrückt.
Ich meine natürlich schon Geschichtsbücher, aber halt keine diese Nischenaspekte behandeln (zB. sowas wie das Kloster Nütschau im Lauf der Zeit oder so.)

Ich finde einen umfassenderen Ansatz besser.
Ich überlege mir dieses Buch zu kaufen:
Wolfgang Behringer - Der große Aufbruch (Globalisierungsgeschichte der Neuzeit)

die ganzen Bücher aus der Reihe von Gerda Henkel haben so einen umfassenderen Ansatz
Dort ist auch von Jürgen Osterhammel das Buch die Unterwerfung der Welt erschienen.
 
H.G. Wells: A Short History of the World, 1922 (dt. kleine Geschichte der Welt)
Das Buch hatte ich und es gehört zu den wenigen die ich weggeworfen habe.

Ouuh der Wells H. G.!
Bedeutungsschwer doch quellenleer,
ein jeder Satz... wenn ich es recht erinnere.
Später hab ich dann tatsächlich richtig gelesen von ihm "A World set Free".
Eine echte Hammerstory. Ein SF von 1913 in dem er die Atombombe vorherdenkt und den Atomkrieg in 50er Jahren stattfinden lässt.
Die Story selbst ist echt Klasse.
Aber der Stil, grausam. Jedem Satz entquillt betonte Wichtigkeit aus den Untiefen der tiefsten Gründe.
Grässlich.

Aber mei, Geschmäcker sind verschieden.
Es soll sogar Leute geben die freiwillig, ja gar mit Genuss, den gar garst'gen Wagner hören.
 
In einer Hausbliothek gehört m.E. auch der gelegentlich als 1. Roman der östlichen Welt bezeicnete Roman „Die Geschichte vom Prinzen Genij“ - Eine Geschichte wie sie geschrieben wurde um das Jahr Eintausend unserer Zeitrechnung von Murasaki, genannt Shikibu, Hofdame der Kaisein von Japan.
Murasaki Shikibu lebte zwischen * ende des 10. Jahrhundert - † anfang 11. Jahrhundert.

Ich habe die 2. Auflage der englischen Übersetzung von Artur Waley (Arthur Waley – Wikipedia ) nach der japanischen Ausgabe von 1672 – 1094 Seiten). Kostete damals 19,50 MDN.

Und so könnte ich so einige Bücher nennen, aber zu einen Boris Balkan hats bei mir nicht gereicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey Leute,
ich überlege so, was ist der Grundbestand, den eine eigene Bibliothek haben sollte?
Ich meine damit, was sind Klassiker, die man immer mal wieder zur Hand nimmt?
Geht das überhaupt, vielleicht 10 Bücher zu haben, die man immer wieder zur Hand nimmt, einfach weil sie so gut sind?
Meine Favoriten wären wohl:

Theodor Mommsen - römische Geschichte
Jacob Burckhardt -
Edward Gibbon - Verfall und Untergang des Römischen Imperiums
Paul Kennedy - Aufstieg und Fall der großen Mächte
Heinrich August Winkler - Der lange Weg nach Westen
Christopher Clark - Die Schlafwandler

Was sind aus eurer Sicht die Pflichtwerke?

Danke
Euer Enriko
Das hängt doch sehr stark von den Interessengebieten ab. Eine Grundlage an Geschichte kann man (mit Glück) in der Schule bekommen.

Ich schaue bei mir im Schrank beispielsweise immer wieder in Werke der Regionalgeschichte. Aber die brauche ich einfach auch für meinen Blog. Ich schlage noch manchmal in die Bände zur Deutschen Geschichte von Heinz Schilling und Horst Möller nach wie "Höfe und Allianzen". Ich mochte auch sehr gern die damals sehr günstig verkauften Bücher einer Reihe vom Magnus Verlag wie "Der Mensch im Barock" mit Aufsätzen zu verschiedenen Themen wie "Der Soldat" oder sowas.
 
Ein Freund von mir erzählte mir letzthin, er hätte seinen Schülern von mir erzählt, ich hätte da ein Buch, wo die Ereignisse jeden Tages während des 3. Reiches verzeichnet seien und das könne ich auswendig.

Nun... Es stimmt, dass ich ein solches Buch besitze, eigentlich sind es zwei. In diesen beiden Bänden ist tatsächlich von Januar 1933 bis Sommer oder Herbst 1945 (also über das Weltkriegsende hinaus) jeder Tag verzeichnet, Bd. II. beginnt mit dem 1. Septmber 1939.
Verzeichnet sind politische Ereignisse in Dtld. oder die Dtld. betreffen, wirtschaftliche Ereignisse und kulturelle Ereignisse (auch Exilanten betreffend).
Diese beiden Bücher, die derzeit leider nicht in meiner Wohnung stehen, sondern eingelagert sind, sind i.d.T. - und deswegen erzähle ich das - zwei wertvolle Nachschlagewerke, daneben hatte ich noch immer ein Personen-Lexikon zum Dritten Reich stehen. Je nachdem, womit man sich beschäftigt, sind solche Nachschlagewerke sehr wertvoll. Alles andere liest man nur ein mal (Hey, wer bin ich und was habe ich mit dem echten El Quijote gemacht?!?) und danach u.U. nie wieder.

Was an der Geschichte, die mein Freund seinen Schülern erzählt hat, nicht stimmt, ist, dass ich das alles auswendig wüsste. Definitely not. Far away.
 
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