Ich mache hier mal einen neuen Faden auf, weil die Diskussion um den Luftkrieg bezüglich B- und C-Waffen im anderen Faden wirklich ziemlich off-topic ist:
Ich denke es lohnt sich durchaus mal ein paar Gedanken daran zu verwenden, inwieweit bereits der Einsatz von Senfgas geeignet gewesen wäre die Todeszahlen bei Luftangriffen, im Besonderen auf der Seite der Westalliierten (auf der deutschen Seite fehlte einfach die Möglichkeit strategischer Bombardements in diesem Ausmaß), in die Höhe zu treiben.
Das Schlimme an Senfgas wären nicht extrem hohe Tötungsraten durch das Gas an und für sich gewesen, sondern der Umstand, dass das Zeug schwerer ist als Luft. Damit hätte man die Menschen aus den Luftschutzkellern/ -Bunkern treiben können.
Man stelle sich mal theoretisch einen in drei Wellen gestaffelten Angriff gegen eine Industriestadt vor, bei der die erste Welle Senfgas abwirft, mit der Folge, dass die Bewohner aus den Luftschutzkellern getrieben werden, die zweite Welle Sprengbomben, primär um Verkehrsknotenpunkte und Produktionsstätten zu treffen und überall die Dächer abzudecken und dann die dritte Welle, die Brandbomben abwirft um alles in Brand zu setzen.
Die realen Bombardements, im Besonderen die, die zu großen Bränden in den Städten führten, waren schon ziemlich tödlich, wären die Menschen durch Gas aus den Schutzräumen getrieben worden, hätte das noch weit schlimmer ausgesehen.
Außerdem wären mit Gasen, auch mit Senfgas möglicherweise Ziele angreifbar geworden, die ansonsten eher schwierig durch Bombardements zu erwischen waren.
Stellen wir uns mal vor, was passiert wäre, wenn Gas und sei es "nur" Senfgas in die Bewetterungsanlagen von Bergwerken oder in die Belüftungen unterirdisch verlegter Produktionsstätten eingedrungen wäre.
Das hätte ganze Belegschaften erwischt und die Produktion ganzer Betriebe wahrscheinlich einige Zeit komplett lahmgelegt. Gerade im Falle der Bergwerke wäre damit natürlich auch die Energieversorgung der Fabriken und die Betriebsmittelversorgung der Eisenbahn betroffen gewesen.
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Ich denke, auch wenn die Kapazitäten für die extrem tötlichen chemischen Waffen eher nicht vorhanden waren, hätten sich - wenn man gewollt und tatsächlich keine moralischen Skrupel gehabt hätte - mit den vorhandenen Möglichkeiten ganz Beträchtliches anstellen lassen, um Todeszahlen in die Höhe zu treiben.
Deswegen würde ich nach wie vor dafür plädieren mit der Einschätzung, da wären Bezüglich des Luftkrieges oder dem Einsatz nich Konventioneller Massenvernichtungswaffen (inklusive auch Nuklearwaffen) keine nennenswerten Skrupel mehr vorhanden gewesen, etwas vorsichtig sein.
Du wirst Recht haben. Der Hauptfokus damals lag in der Tat beim billigem Senfgas. Das vorhandene Zeitfenster fuer Forschung, Entwicklung und vor allem Gegenmassnahmen war fuer Tabun-Sarin-Soman einfach nicht vorhanden.
Ich denke es lohnt sich durchaus mal ein paar Gedanken daran zu verwenden, inwieweit bereits der Einsatz von Senfgas geeignet gewesen wäre die Todeszahlen bei Luftangriffen, im Besonderen auf der Seite der Westalliierten (auf der deutschen Seite fehlte einfach die Möglichkeit strategischer Bombardements in diesem Ausmaß), in die Höhe zu treiben.
Das Schlimme an Senfgas wären nicht extrem hohe Tötungsraten durch das Gas an und für sich gewesen, sondern der Umstand, dass das Zeug schwerer ist als Luft. Damit hätte man die Menschen aus den Luftschutzkellern/ -Bunkern treiben können.
Man stelle sich mal theoretisch einen in drei Wellen gestaffelten Angriff gegen eine Industriestadt vor, bei der die erste Welle Senfgas abwirft, mit der Folge, dass die Bewohner aus den Luftschutzkellern getrieben werden, die zweite Welle Sprengbomben, primär um Verkehrsknotenpunkte und Produktionsstätten zu treffen und überall die Dächer abzudecken und dann die dritte Welle, die Brandbomben abwirft um alles in Brand zu setzen.
Die realen Bombardements, im Besonderen die, die zu großen Bränden in den Städten führten, waren schon ziemlich tödlich, wären die Menschen durch Gas aus den Schutzräumen getrieben worden, hätte das noch weit schlimmer ausgesehen.
Außerdem wären mit Gasen, auch mit Senfgas möglicherweise Ziele angreifbar geworden, die ansonsten eher schwierig durch Bombardements zu erwischen waren.
Stellen wir uns mal vor, was passiert wäre, wenn Gas und sei es "nur" Senfgas in die Bewetterungsanlagen von Bergwerken oder in die Belüftungen unterirdisch verlegter Produktionsstätten eingedrungen wäre.
Das hätte ganze Belegschaften erwischt und die Produktion ganzer Betriebe wahrscheinlich einige Zeit komplett lahmgelegt. Gerade im Falle der Bergwerke wäre damit natürlich auch die Energieversorgung der Fabriken und die Betriebsmittelversorgung der Eisenbahn betroffen gewesen.
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Ich denke, auch wenn die Kapazitäten für die extrem tötlichen chemischen Waffen eher nicht vorhanden waren, hätten sich - wenn man gewollt und tatsächlich keine moralischen Skrupel gehabt hätte - mit den vorhandenen Möglichkeiten ganz Beträchtliches anstellen lassen, um Todeszahlen in die Höhe zu treiben.
Deswegen würde ich nach wie vor dafür plädieren mit der Einschätzung, da wären Bezüglich des Luftkrieges oder dem Einsatz nich Konventioneller Massenvernichtungswaffen (inklusive auch Nuklearwaffen) keine nennenswerten Skrupel mehr vorhanden gewesen, etwas vorsichtig sein.
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