Authentische Ausstattung in Spielfilmen

Ende der 80er gab's mal ein sehr "farbenblindes" Casting bei Peter Brook's Adaption eines anderen Nationalepos, nämlich des Mahabharata. Kann sein, dass indische Zuschauer das auch nicht so toll fanden, aber zu dieser Zeit war das noch ein origineller Zug. Bei den heutigen Filmen ist dies natürlich schon lange nicht mehr der Fall und zudem von oben aufoktroyiert (außerdem war der Mehrteiler von Brook ursprünglich ein Theaterstück, kein pseudo-realistischer Kinofilm mit "gritty" Atmosphäre). Vier Darsteller tauchen übrigens fast zur selben Zeit auch noch in La révolution française auf.
 
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Bei den heutigen Filmen ist dies natürlich schon lange nicht mehr der Fall und zudem von oben aufoktroyiert (außerdem war der Mehrteiler von Brook ursprünglich ein Theaterstück, kein pseudo-realistischer Kinofilm mit "gritty" Atmosphäre). Vier Darsteller tauchen übrigens fast zur selben Zeit auch noch in La révolution française auf.
Wer soll denn das "von oben" sein? Das Casting wird doch von den Filmleuten vorgenommen. Manchmal scheint es mir, als ob man sozusagen "Hingucker" haben will. Ich frage mich, ob 1997 auch bei dem Zweiteiler "Die Abenteuer des Odysseus" soviel wie Vanessa Williams als Calypsso diskutiert wurde. Die TV-Produktion hätte ja auch nach modernen Standards einen imposanten Cast mit Christopher Lee, Geraldine Chaplin und weiteren, der eher an einen großen Kinofilm erinnern würde. Wenn man es sich leisten kann, macht man sich durch berühmte Schauspieler deren Ruf, Bekanntheit oder sowas zu Nutze.
Ich habe den Eindruck, dass heute dank Youtube und Co soviel über einen Film rumdiskutiert wird im vorhinein, dass Leute rumschimpfen, welche sich sogar evtl. nie vorhatten den Streifen anzuschauen.
Ich glaube, dass in fast allen Filmen in letzter Zeit, die ich im Kino sah ("Rose", "Vivaldi und ich", "Der Graf von Montechristo" usw.) garkein Colour-Blind-Casting stattfand. Also kann doch ein Filmschaffender offensichtlich irgendwelche Schauspieler aussuchen, die ihm für die Rolle am passensten erscheinen. Manchmal empfinden wir ja auch Schauspieler als unpassend, wenn diese eigentlich ganz gut sind. Ich denke da z.B. an einen tollen Schauspieler, der in einem öde inszenierten Film recht verloren wirkt oder ein teurer Schauspieler, der offenbar keinen Bock hatte und nur wegen der Kohle da war und der Regisseur ihn auch nicht dazu bringen konnte sich Mühe zu geben.
 
Wer soll denn das "von oben" sein? Das Casting wird doch von den Filmleuten vorgenommen.
Es gibt schon bestimmte Vorgaben, wenn ein Film heutzutage bei den Oscars Gewinnchancen haben möchte ("inclusion of ethnic minorities, marginalised groups etc.").

Ich glaube, dass in fast allen Filmen in letzter Zeit, die ich im Kino sah ("Rose", "Vivaldi und ich", "Der Graf von Montechristo" usw.) garkein Colour-Blind-Casting stattfand.
Ja, sind halt auch keine Filme aus dem anglophonen Raum.
 
Ich habe jetzt einen Trailer zu einem kroatischen Film namens Posljednji Rimski Bog gesehen. Es geht da um das spätrömische Reich unter Diokletian. Die Dialoge waren auf Lateinisch abgehalten. Hier ein paar Screenshots:

Blitz-Hrvatska---Posljednji.jpg


 
auf dem ersten Bild das das Kettenhemd mit langen Ärmeln, gab es das zu Diokletians Zeit? @Mittelalterlager ja, die "punkige" Helmzier (?) ist eigenartig, und die Windelhosen der Gladiatoren wirken nicht allzu kleidsam (könnten die realistisch sein? irgendwie spuken mir antike Gladiatorenabbildungen durch den Kopf)
 
Ich sehe in dem Helm keinen "kampftechnischen Mehrwert", ich halte den eher für hinderlich!
Waren diese Kettenhemden eventuell bei Auxilareinheiten in Benutzung? Bei regulären römischen Einheiten finde ich da auf die schnelle nix.
 
Die Idee, dass es diese Helme in spätrömischen Zeit gegeben hat, stammt wohl von einem Fresko aus Syrakus:
 
Einen "Schnitzer" habe ich jetzt auch entdeckt. ;) Einer der Gladiatoren trägt nämlich einen Helm wie eine bekannte Figur aus einem berühmten "Römerfilm". Vielleicht ist das ja als Witz gedacht.
 
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