Wie der Römer seine Beute verteilte

9-10 cm? Dann kann es doch eigentlich nur ein Weg sein, oder? Andererseits, schnurgerade den Berg hoch?
Ja. Allerdings ist das schon ein Grenzwertiger Bereich in den Lidar Daten. Also muss man schon etwas mit Filtern rumspielen das es sichtbar wird.

Die Möglichkeit einer Fernleitung, wegen dem Ziel des Weges auf dem Lützelberg, bleibt weiterhin bestehen. Allerdings im Wald wo er auch in der normalen Schummerung besser zu sehen ist, ist in der Google Earth Zeitleiste keine Schneise durch einen Bau zu erkennen. Nur in der historischen Befliegung ist eine kleinere Fläche gerodet.

Wie ich geschrieben habe ist auch dort die Möglichkeiten der Fernerkundung erschöpft und es hilft nur lokalhistorisches Wissen und/oder Boots on the ground.

Unbenannt-1.jpg
 
Es wäre natürlich dumm, das Kastell auf den Messpunkt zu stellen, und umgekehrt. Die Punkte Waldgirmes, Lollar und Wölfersheim wurden ja auch nicht in die Lager gesetzt.
ich weiß nicht, wie dumm "die Römer" waren beim vermessen - aber dass ein Römer seinen Wachhund herbei pfeift, diesem folgende Rede hält: "Hier! Sitz! Aufgemerkt, Caesar, wir gehen itzo Gassi zum Römerlager Lollar, dort kriegst du frisches Aqua und ich ein Glaserl Mulsum oder zwei...", dann Leine und Römernavi handhabt und nach einiger Lauferei im rechtwinkeligen Zickzack erfreut ausruft "Vivat, Victoria! Da isser ja, der Vermessungspunkt Sumpflager Lollar" und sich umschaut, ob er das Lager irgendwo erblickt - das halte ich für wenig wahrscheinlich.
Die Römer müssten dann meistens "dumm" vorgegangen sein, denn sie legten den zentralen Messpunkt für rechtwinklige Kreuzungslinien - Decumanus/Kardo - jedenfalls mitten ins Lager.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja. Allerdings ist das schon ein Grenzwertiger Bereich in den Lidar Daten. Also muss man schon etwas mit Filtern rumspielen das es sichtbar wird.

Die Möglichkeit einer Fernleitung, wegen dem Ziel des Weges auf dem Lützelberg, bleibt weiterhin bestehen. Allerdings im Wald wo er auch in der normalen Schummerung besser zu sehen ist, ist in der Google Earth Zeitleiste keine Schneise durch einen Bau zu erkennen. Nur in der historischen Befliegung ist eine kleinere Fläche gerodet.

Wie ich geschrieben habe ist auch dort die Möglichkeiten der Fernerkundung erschöpft und es hilft nur lokalhistorisches Wissen und/oder Boots on the ground.


Ich war vorhin dort.
Es ist eine Fernleitung, erkennbar an den gelben Pfosten.
Wegen des großen Hochbehälters auf dem Lützelberg wohl Wasser, obwohl die Pfosten mehr nach Gas aussehen.

images.jpg
 
Einen Steinwurf links steht das Häuschen. In der Ferne links sieht man über Ruttershausen hinweg die Burg Staufenberg, rechts den Lollarer Kopf und ziemlich genau mittig hinter der kleinen Baumreihe befand sich das Lager.

Ruttershausen 25.9..jpg
 
Ich war mal am Lager Lollar und konnte zwei interessante Beobachtungen machen.

Zum einen kann man sehen, aus Westen kommend, dass das Lager sich auf einem erhabenen Bereich befindet. Wenn man heranzoomt, kann man das gut erkennen.

Außerdem liegen dort viele rote Scherben, aber da ich aber noch nie römische Ziegel oder gar Terra Sigilata in der Hand hatte, würde ich mir nie erlauben, sie als römisch zu benennen. So viel Glück kann ja auch keiner haben.

Nicht erschrecken, die Münzen habe ich zum Größenvergleich dazu gelegt. Die habe unserer Vermieterin abschwatzen können, ein kleines Döschen mit u.a. Notgeld und einem Brakteaten. Das hatte sie von einer Haushaltsauflösung.

Edit: Das Foto von der Erhebung später, habe es gerade nicht unter 1 MB bekommen.


Scherbe mit Münzen.jpg
Scherbe oben.jpg
Scherbe mit Münzen.jpg
Scherbe oben.jpg
Scherbe unten.jpg
Scherbe Querschnitt.jpg
 
Ich bin gerade etwas sprachlos.

Finde nur ich das plötzliche Auftauchen von Münzfotos dubios?

Dazu diese ungefragte Erklärung, wo es her stammt:
Die habe unserer Vermieterin abschwatzen können, ein kleines Döschen mit u.a. Notgeld und einem Brakteaten. Das hatte sie von einer Haushaltsauflösung.

Er ist ja auch in nem Forum für Archäologie mit Sondengänger-Funden angemeldet.

Sollte er illegaler Sondengänger sein und wirklich in Lollar etwas Römisches gefunden haben?

(Seine ganzen Ausführungen zu Vermessungen bleiben dennoch Fantasie).

(Vielleicht fantasiere ich mir gerade auch was zusammen.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Es würde mich doch sehr wundern, wenn diese Münzen in einen zeitlichen Zusammenhang mit den Römern hier zu bringen wären. Das wäre wohl ein bisschen viel des Zufalls. Notfalls könnte ich die Herkunft beweisen.

Und wie blöd könnte man sein...

Außerdem ist mein Steckenpferd die Steinzeit, weswegen ich im AOF bin.
 
Notfalls könnte ich die Herkunft beweisen.
In Anbetracht dessen, dass Du

-viel an angeblich römischen Orten in der Natur unterwegs bist,
-in einem Forum mit Sondengängeranteil unterwegs bist,

wäre ein Herkunfsnachweis gar nicht schlecht.

Finde ich jedenfalls.


Aber mal abwarten, was die anderen Leute und der Moderator schreiben.
Mir fehlt das archäologische/historische Fachwissen.
 
Zu den Münzen: Was @DerNutzer sagt. Mindestens mal dubios. Wobei man allerdings, das muss ich fairerweise sagen, schon eine lange und sehr glückliche Karriere als illegaler Sondler haben müsste, um so viele so perfekt lesbare Münzen aus dem Boden zu holen.
Andererseits, egal wer genau sie aus dem Boden geholt hätte und wo: Viele Repliken haben einen kleinen Stempel oder ein reliefiertes Zeichen, um sie als solche kenntlich zu machen und auf dem Kunstmarkt von Originalen zu unterscheiden. Haben diese Münzen ein solches Zeichen?
Und weil der Vorbesitzer Massen an MDM Münzen hatte, gehe ich auch bei diesen Münzen nicht von dubioser Herkunft aus.
Nur weil jemand viel von etwas hat, macht es das nicht legal.

Zweitens: Hast du nicht einen Meterstab oder ein Lineal oder irgendwas? Ein Kreis unterschiedlicher Münzen als Größenvergleich, das ist Schwachsinn. Die Maße des Fragments inkl. Dicke wären relevant. Ohnehin lässt sich das nur anhand von Fotos nicht abschließend beurteilen.
Rein nach den Fotos ist das ein ganz simples Fragment oxidierend gebrannter Ziegel. Ich kann nicht ausschließen, dass er römisch sein könnte, er könnte aber genauso gut auch mittelalterlich oder neuzeitlich sein. Allerdings handgefertigt/mit Handwerkzeugen und damit sehr wahrscheinlich vorindustriell, das ist sicher.
 
Zweitens: Hast du nicht einen Meterstab oder ein Lineal oder irgendwas?
Das werde ich morgen nachliefern, für heute muss aber jetzt leider Schluss machen.

Aber vorindustriell hört sich ja schon mal gut an. Und ohne zu übertreiben kann ich sagen, dass dort wirklich Unmengen rote Scherben liegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben