1871 (Reichsgründung) bis 1914 (Kriegsausbruch)

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von moikomat, 25. Januar 2010.

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  1. moikomat

    moikomat Neues Mitglied

    Hallo

    Da ich eine Lernkontrolle über das Kaiserreich schreibe (Mittwoch 27.1), bräuchte ich eure unterstützung!
    Ich bräuchte folgende Informationen:

    - die wichtigsten Daten des 19ten Jahrhinderts.
    - Wichtige Informationen über die Gründen des Deutschen Kaiserreichs 1871
    - Was gibt es über die Parlamente, Parteien, Versammlungen und Reichsverfassungen zuwissen?
    -Wirtschaft und Gesellschaft im Kaiserreich
    -Nationallismus, Militarismus und Antisemitismus
    -Militarisierung der Gesellschaft

    Wäre nett wenn sich jmd die Zeit nimm die Informationen aufzuzählen, freue mich trotzdem über Links!

    Danke
     
  2. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

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  3. kaksi

    kaksi Neues Mitglied

    Zu: Nationalismus, Militarismus und Antisemitismus im Dt. Kaiserreich

    Alldeutscher Verband − HaGalil Lexikon

    Das Denken der Alldeutschen war durchdrungen von den Lehren des so genannten Sozialdarwinismus und Lamarcks, vom "Kampf ums Dasein", vom "Recht des Stärkeren" und der Überzeugung, das schnell wachsende deutsche Volk brauche mehr Lebensraum, um zu überleben. Bei der Gründung des Alldeutschen Verbandes hieß es: „Der alte Drang nach dem Osten soll wiederbelebt werden.“ Hielt man ihnen vor, sie würden den Minderheiten jene Rechte absprechen, die sie ihrerseits für ihre "Stammesgenossen" im Ausland forderten, gaben sie offen zu, nur die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten, also ihren nationalen Egoismus zum ideologischen Programm erhoben zu haben.


    Paul de Lagarde – Wikipedia

    Paul Anton de Lagarde, ursprünglich Paul Anton Bötticher, üblich Paul de Lagarde (* 2. November 1827 in Berlin; † 22. Dezember 1891 in Göttingen) war ein deutscher Kulturphilosoph und Orientalist. In seinen politischen Ansichten war er Vertreter des „modernen Antisemitismus“ und Propagandist einer expansionistischen Grenzkolonisation, an deren Ende er anstelle des deutschen Nationalstaates ein künftiges „Germanien“ sah, das im Süden an die Adria, im Südosten ans Schwarze Meer und im Osten an den Bug reichen sollte.

    [...]
    Neben seinem Einfluss auf den Antisemitismus ist Lagardes Denken für das sich formierende deutsche imperialistische Denken von Bedeutung. Diesbezüglich konzentrierte er sich im Sinne eines Deutschen Grenzkolonialismus auf Europa und dachte nicht an den Erwerb von Kolonien in Übersee. Das kommt den später vor allem von Friedrich Ratzel entworfenen deutschen Lebensraumvorstellungen in Richtung Osteuropa nahe. 1875 hielt Lagarde die „allmähliche Germanisierung Polens“ für das Hauptziel deutscher Politik. Da er besorgt darüber war, wie viele Deutsche bei ihrer Landsuche auswanderten, ging es ihm um einen grenznahen kolonisierenden Landerwerb für einen Bauernstand, den er als „wirkliche Grundlage des Staates“ ansah. Dieser Landerwerb zielte auf ein Mitteleuropa unter deutscher Führung, „das von der Ems- zur Donaumündung, von der Memel bis Triest, von Metz bis etwa zum Bug reicht“.[10]

    Für Tomáš Garrigue Masaryk zählt Lagarde in seinem 1918 in den USA abgeschlossenen Buch Das neue Europa zu den führenden philosophischen und theologischen Wortführern des Pangermanismus, während er Heinrich von Treitschke dessen Historiker, Wilhelm II. dessen Politiker und Friedrich Ratzel seinen geopolitischen Geographen nennt. In allen sieht er Vertreter des „deutschen Dranges nach Osten“, der die slawischen Länder imperialistisch bedrohe.[11]
     

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