Allgemeine Wirtschaftslage in FRA von 1770-1789

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von goofy, 11. April 2007.

  1. goofy

    goofy Gast

    bräuchte dringend einige Informationen über dieses Thema
    besonders :
    - Struktur der Wirtschaft :Landwirtschaft | Handel | Industrie
    - Infrastruktur | Zollstruktur
    - Import | Export


    Konjunkturen und Krisen
    -Staatsfinanzen ( defizit | Krise | Verschuldung -> Folgen + reformen)
    - Naturkatastrophen


    kann mir jemand nützliche informationen geben oder wo ich diese finden kann?

    im voraus schon mal danke
     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Vor allem ist wohl das Wirtschaftsabkommen zwischen Frankreich und England in den 1780ern zu nennen, welches der König anstrebte, um seinem Wunsch nach Frieden dauerhaft nachzukommen. Insgesamt waren aber die wirtschaftlichen Auswirkungen wohl sehr negativ, da damit englische Waren wie Baumwollen den französischen Markt überschwemmten, während Frankreich auf Importe aus engl. Kolonien zwar nicht angewiesen war, aber die Konsumenten danach schrien, weil Frankreich ja den Großteil seiner Kolonien 1756-83 eingebüßt hatte. Natürlich gab es auch Bestrebungen mit den USA in einen regen Kontakt zu treten, welche auch über enorme interessante Waren wie wiederum die Baumwolle verfügten.
    Einiges zur Finanzlage wurde schon geschrieben, wobei schon viel Richtiges von Louis le Grand erwähnt wurde. Er vergleicht schon recht zutreffend und für Dich sicherlich hilfreich. http://www.geschichtsforum.de/showthread.php?t=5224
     
  3. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Die USA waren allerdings ein interessanter Markt, und mit einem Handelsartikel konnten die Franzosen dort gute Geschäfte machen: mit Kaffee! Spätestens seit der Boston Tea Party war Tee in den 13 Kolonien total unten durch, es war schlicht "unamerikanisch". Als ab 1764 zur Entlastung der britischen Steuerzahler in den 13 Kolonien Einfuhrzölle erhoben wurden, erhob sich ein Sturm des Protests. Vom Balkon des New Yorker Merchant Coffee House wurden 1765 die Einsprüche gegen die Stempelsteuer öffentlich vorgelesen. Einige Artikel wurden daraufhin davon befreit wie Glas, Papier, Zucker und Farben. Der Teezoll blieb aber erhalten, worauf die Amerikaner zur Selbsthilfe griffen und in Boston 344 Kisten mit Tee in den Hafen kippten. Praktisch über Nacht stieg die ganze Nation auf Kaffee um, was französischen und niederländischen Händlern die Chance ihres Lebens bescherte. Der Kaffee wurde u. a. auf Haiti und Martinique kultiviert.
     

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