Als Mann verkleidete weibliche Militärpersonen

Dieses Thema im Forum "Französische Revolution & Napoleonische Epoche" wurde erstellt von Schreiberling89, 22. Juli 2012.

  1. Schreiberling89

    Schreiberling89 Neues Mitglied

    Erstmal vielen Dank für Eure zahlreich Unterstützung:winke:

    @ Dog Soup
    Entschuldige das ich mich jetzt erst melde, ging nicht anders. Ich danke Dir für deine tatkräftige Unterstützung :) Doch ich glaub Du hast da was missverstanden.
    Zitat:
    „Schreiberling89
    Im Übrigen geht es wie Du recht vermutet hast, um ein Mädchen dessen Freund (Johnny) aus kriegsgründen Einberufen wird und Sie nicht will das er geht (da sie nicht ohne Ihn sein kann) und daher beschließt Ihn als sein „Kamerad“ zu begleiten – worauf er schließlich nach langem hin und her und ein wenig Überzeugsarbeit Ihrer Seits – Ihrer Idee schließlich seinen Segen gibt.“
    Das ist nicht mein Plot.
    Beetle hatte ein Auszug aus dem Song: „Cruel War“ Lyrics - Peter, Paul & Mary gepostet
    Zitat:
    „Auszug aus dem Song "cruel war":
    I'll tie back my hair, men's clothing I'll put on,
    I'll pass as your comrade, as we march along.
    I'll pass as your comrade, no one will ever know.
    Won't you let me go with you?
    No, my love, no.

    Oh Johnny, oh Johnny, I fear you are unkind
    I love you far better than all of mankind.
    I love you far better than words can e're express
    Won't you let me go with you?
    Yes, my love, yes.

    Yes, My Love, Yes.“

    Allerdings war beetle unschlüssig über den Inhalt des Liedes
    Zitat:
    „ich kenne ein Beispiel aus der Musik, in dem Lied will eine Frau ihren Geliebten nicht in den Krieg ziehen lassen. Oder aber - als Alternative - sich selbst als Mann verkleiden und ihn begleiten.“
    Mein Beitrag bezog sich auf die inhaltliche Bedeutung des Lieds.^^

    Das hier ist mein Plot:

    "Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit" Das ist das Kredo welches das Frankreich des 18./19.Jharhunderts mit blutiger Hand regiert. Es ist auch das Kredo der 17-jährigen Freimauerin Marie de Lorraine, einer jungen Französin, die sich aus familieren Gründen als Man verkleidet in die Armee eingetretten ist.

    Als Sie jedoch als Frau erkannt wird erkennt sie Ihre einstigen Waffenbrürder nicht mehr wieder. Sie vegewaltigen Sie, peitschen Sie aus, und verweisen Sie des Heeres- Sie weiss zuhause erwartet sie noch viel härter strafen.

    Jedoch wird Ihre heimreise von ungeahnten Ereignissen gestoppt: Ihr Name ist im Zusammenhang einer Finsteren Verschwörung aufgetaucht, welche das Land verändern könnte- doch davon weiss Marie nichts.

    Dennoch wird sie gejagt. Nun muss sich die junge Freimauerin wieder Manneskleidung überstreifen und Ihre Identität löschen. Doch ist es nicht die Kleidung eines Soldaten, sondern ehr die Kleidung eines Schattenwanderes; eines Diebes; eines Mörders.
    Fortan ist Sie Jeder und doch niemand.

    Und doch weiss sie wohin Ihr weg Sie führen wird- Nach Paris, wo alles Beginnt- Sie muss Ihre Unschuld beweisen- und entdeckt dabei eine Uralte Verschwörung, die bis in Ihre eigene dunkle Vergangenheit zurück reicht; Einen kosmischen Plan der in der Französischen Revolution seine entscheidene Phase erreicht und ein Familiengeheimnis das ein Mord wert ist.

    Sie kann nicht zurück. Nicht bevor Ihre Unschuld bewiesen ist.
    Für Marie beginnt der lange lange Weg nach Haus.

    Dennoch sind deine Überlegungen sehr Brauchbar- Ich wird mir demnächst Rudolf Dekker / Lotte van de Pol: "Frauen in Männerkleidern. Weibliche Transvestiten und ihre Geschichte." (1990) ausleihen sollte mir bestimmt gut helfen diese Thematik besser zu verstehen. Auch die Eigendynamik des Verkleidens und deren Auswirkung auf meine Protagonistin, ist ein sehr guter Aspekt auf den Du mich da gebracht hast.

    Ich überlege sogar das als konkreten Einstieg zu benutzen:

    „Marie wurde Als Frau enttrannt, da Sie nicht sagen will woher Sie stammt, weil Sie hofft das so nicht nach Hause muss, und so beim Heer bleiben kann, erweckt dies jedoch den Verdacht das Sie eine Spionin ist und wird gefoltert-Bis sie redet.
    Sie erzählt woher Sie stammt, warum Sie das tat und wie sie es schaffte eine fremde Identität anzunehmen (Eigendynamik)
    Trotzdem Sich all Ihre Angaben und Erzählungen als wahr herausstellen wird Sie dennoch des Heeres verwiesen-eben um die Ordnung im Regiment wie Du schon sagtest wieder herzustellen (Zitat: „Zu einer Bloßstellung kommt es eigentlich regelmäßig nur dann, wenn irgendein individueller Hansel Stress macht und alle anderen durch ständiges Hetzen und gezieltes Ansprechen von Vorgesetzten dazu zwingt, eine ihnen bekannte und in der Gruppe akzeptierte Person zu einem Testfall für die geltenden Regeln zu machen - so dass sich die anderen aktiv gegen die Regeln des Zusammenlebens entscheiden müssten, wenn sie ihre Toleranz aufrecht erhalten wollen. In solchen Punkten verliert die "maskierte" Person dann regelmäßig, und wird den Regeln geopfert.“)

    Hierzu hab ich allerdings noch eine Frage würde Sie dann, wenn Sie Papier, Ihren Sold erhalten hätte und die Gerichtsbarkeit informiert ist-hätten da Ihre einstigen Waffenbrüder Sie zur Sicherheit in nächst gelegene Dorf eskortiert oder hätte Sie sich fortan allein durchschlagen müssen :Grübel:

    Findet Ihr den Einstieg gut- Eure Meinung, Kritik und/oder Vorschläge sind gefragt

    Sonnige Grüße^^
     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Das mit der Freimaurerin finde ich etwas arg weit hergeholt. Die Freimaurer waren eine exklusive, männliche Organisation. Man kam da durch Vermittlung rein und wenn das Neumitglied vertrauenswürdig war. Hätte man nicht, wenn man etwas aus der Biographie Deiner Heldin erfahren hätte, schnell kehrt gemacht? Das Alter passt nicht in den Kontext. Am ehesten wäre es mir denkbar, dass sie als Freimaurerin hätte aufgenommen werden können, wenn sie sich über Jahre eine männliche Biographie angeeignet hätte.

    Das mit dem Auspeitschen und Vergewaltigen klingt mir, Pardon!, nach einem Groschenroman. Da mögen es auch die weiblichen Autorinnen gern, wenn die Hauptfiguren irgendwie ausgepeitscht und vergewaltigt werden. :fs:

    Ein bisschen tiefer stapeln und vielleicht den Hintergrund der Figur eher in einem spannungsgeladenen Dunkel halten; das täte der Geschichte sicher besser.
     
  3. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Naa ja. Das geht schon mehr noch in eine andere Richtung, zumal wenn detailiert beschrieben ... :nono:
     
  4. Cliomara

    Cliomara Aktives Mitglied

    Ich finde, der Plot wirkt ziemlich überladen. Da geht es um einen kosmischen Plan, die französische Revolution und die eigene Familie. Viele Handlungsstränge, die möglicherweise dazu führen, dass du den Leser überforderst.

    Die Frage ist auch, ob die von dir beschriebene Person wirklich ein Transvestit ist, und ob diese Problematik in den Roman passt. Wenn ich richtig informiert bin, sind dass Menschen, die mit dem Tragen gegengeschlechtlicher Kleidung den "anderen Teil ihres Wesens" ausleben, aber keine Geschlechtsumwandlung anstreben. Die Gründe dafür sind wohl psychologischer Natur. Dieser Identitätskonflikt allein gäbe schon Stoff für einen Roman ab.
     
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Mary Read soll unter dem Namen Mark Read im Spanischen Erbfolgekrieg gekämpft haben, bevor sie zunächst mit ihrem Mann ein Wirtshaus betrieb und nach dessen Tod, wieder in Männervekleidung, auf einem Piratenschiff anheuerte. Dort traf sie Anne Bonny, die auch als Mann verkleidet auf einem Piratenschiff angeheuert hatte. Bei ihrer Gefangennahme waren beide Frauen schwanger, weshalb sie nicht mit ihren männl. Kameraden hingerichtet wurden; von Mary weiß man, dass sie noch vor der Niederkunft im Gefängnis starb, Annes weiteres Schicksal ist unbekannt.
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Passt jetzt thematisch nur bedingt, aber epochenmäßig voll: Besetzung Spaniens durch die napoleonischen Truppen, Agustina Raimunda María Zaragoza y Doménech kommt mit ihrem Ehemann, Korporal der spanischen Artillerie, nach Zaragoza und erlebt dort die Belagerung der Stadt. Agustina kam, als sie ihrem Mann sein Essen brachte, an einem spanischen Geschütz vorbei, das geladen aber unbemannt war, da die mit dem Geschütz betrauten Artilleristen gefallen oder verwundet waren. Agustina soll daraufhin das Geschütz auf die anrückenden Franzosen abgefeuert haben, welche sich daraufhin erst mal wieder zurückzogen, so, dass das Geschütz wieder bemannt werden konnte. Agustina wurde vom befehlshabenden General daraufhin als Soldatin der Artillerie anerkannt (die Legende will, dass sie gleich ehrenhalber in den Rang des Subteniente aufgenommen wurde, aber sie war zunächst einfache Artilleristin und erst nach und nach stieg sie in der militärischen Karriereleiter auf). Sie wurde schnell als Agustina/Agostina de Aragón/Aragó bekannt und von Goya und Juan Gálvez noch während des Unabhängigkeitskrieges gemalt, in den 1950er Jahren wurde ihre Geschichte pathetisch verfilmt.
     
    muheijo und Reinecke gefällt das.
  7. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Der Thread ist mir noch gar nicht aufgefallen. Erinnert mich an das Lied Sweet Polly Olver (England 19. Jh.), und einen Roman von Pratchett, der davon inspiriert ist.

    Sweet Polly Oliver - Wikipedia
     

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