Amin al-Husseini und der Holocaust

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Eumolp, 21. Oktober 2015.

  1. Eumolp

    Eumolp Aktives Mitglied

    Der isrealische Premier Netanjahu hat eine Rede vor einem Zionistenkongress gehalten, in der er behauptet, es sei der Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, gewesen, der Hitler zum Holocaust angestiftet habe. Ich zitiere:

    Dass es sich hierbei um politische Stimmungsmache gegen Palästinenser handelt, ist klar. Aber was ist historisch daran wahr? Ließ sich Hitler von einem Mufti inspirieren?
     
  2. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Nein das ist kompletter Unsinn!

    Nolte hat eine andere These und in diesem Fall war Stalin der "Inspirator".

    Es bleibt wohl dabei, dass Hitler diese Lösung angestrebt hatte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. Oktober 2015
  3. beetle

    beetle Aktives Mitglied

  4. Maglor

    Maglor Aktives Mitglied

    Es ist die Wahrheit, dass al-Husseini die physische Vernichtung der eropäischen Juden gewollt hat und eben nicht deren Vertreibung oder Auswanderung nach Palästin, während das NS-Regime zeitweise auch eine Umsiedlung bzw. Vertreibung der Juden aus Europa forcierte. Eine kurze Zeit lang wurde die Auswanderung der Juden durch die Reichszentrale für jüdische Auswanderung zentral gefördert. Mit Kriegsbeginn wurde diese Politik nicht mehr fortgesetzt und ging die direkt mit den bereits geschaffenen Institutionen in den Holocaust über.

    Von 1933 bis ca. 1939 hat das NS-Regime die Auswanderung deutscher Juden nach u. a. Palästina durch Repressalien bewusst aktiv gefördert. In der Zeit (5. Alija) wanderten 200.000 Juden in Palästina ein bzw. flohen dorthin. Die Zahl europäisch-stämmiger Juden in Palästina vervielfachte sich binnen weniger Jahren. Al-Husseinis Einfluss auf Hitler kann daher also nicht besonders groß gewesen sein, denn diese Vertreibungspolitik der Nazis war gegenläufig zu dem Ziel des Großmuftis, der ja primär die Juden aus Palästina loswerden wollte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2015
  5. beetle

    beetle Aktives Mitglied

    bei meiner Suche im Internet bin ich noch auf eine Hausarbeit (von 2007) gestossen:

    Elhakam Sukhni: "Amin al Husaini - Über sein politisches Wirken im Nahen Osten und die Zusammenarbeit mit Adolf Hitler"
     
  6. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Zu dem Thema gibt es auch folgendes_http://http://www.ns-archiv.de/verfolgung/antisemitismus/mufti/in_berlin.php

    Der Einfluss des Großmuftis auf Hitler und die NSDAP dürfte eher marginal gewesen sein.
    Nichts desto trotz war der Großmufti m-E. eindeutig ein Nazi der übleren Sorte.

    - Fakt ist nun mal,dass al-Husseini an der Rekrutierung,Organisation und Ausbildung von bosnisch-islamischen Wehrmachtseinheiten und Waffen-SS-Divisionen wie der 13. Waffen-SS. Gebirgs-Division "Handschar"und der 21. Waffen-SS. Gebirgs-Division "Kama" beteiligt war,

    Fakt ist auch,dass er von Himmler zum SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Schutzstaffel ernannt worden warund enge Verbindungen zu fast allen SS-Größen
    wie Himmler,Heydrich,Eichmann etc, pflegte

    Fakt ist auch,dass das Reich dem Großmufti eine Residenz in Berlin mit umfangreichem Mitarbeiterstab und einer monatlichen "Apanage" von 90.000 Mark einräumte

    Fakt ist ferner , dass Amin al-Husseini von den Alliierten als Kriegsverbrecher gesucht und in Frankreich inhaftiert wurde. Dass keine Anklage erhoben wurde verdankte er wohl nur dem sich anbahnenden kalten Krieg in dem dies aus strategisch-politischen Gründen nicht mehr opportun erschien.
     
  7. Eumolp

    Eumolp Aktives Mitglied

    Allerdings war die Vertreibung der Juden nach Palästina immer umstritten. Alfred Rosenberg hat das in einem Aufsatz „Juden auf Madagaskar“ beschrieben und auch in Reden (z.B. vom 7.2.1939) deutlich gemacht: einen Judenstaat wolle man nicht, bloß ein Reservat. Denn ein Judenstaat zentralisiere erneut die Macht der Juden. Daher war Palästina als Zufluchtsort indiskutabel. Diesem Argument hat Hitler schon etwa im Juli 1940 zugestimmt. So dass diese Haltung, die auch der Mufti vertrat, schon bei Hitler vorhanden war – vor allem durch seinen „Vordenker“ Rosenberg formuliert.
     
    1 Person gefällt das.
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Bei gleichzeitiger Hemmnis derselben durch Herabsetzung des zugrundegelegten Vermögens bei der Reichsfluchtsteuer, die nachgerade zum Instrument der Ausplünderung wurde.
     
  9. Dernburg1

    Dernburg1 Neues Mitglied

    Absoluter Qutsch, das der Großmufti zum Adolf ging.
    SChau nal da in die Archibe, Geheinmes Preussisches Staatsarchiv!!!
     

Diese Seite empfehlen