B ... wie Bäderarchitektur, Betonbunker: Borkum

@Mittelalterlager das weiß ich nicht; Emden war Ende 19. / Anfang 20. Jh. keine Festung, auch sind weder an der Emsmündung noch an der Nordseeküste Artilleriestellungen aus dem Ersten Weltkrieg bekannt (Emden samt Küste war von Borkum, Juist, Norderney genug abgeschirmt), der nächste große Kriegshafen war Wilhelmshaven (was selber eine riesige Festungszone war)
 
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Bildschirmfoto 2026-01-17 um 20.04.54.png


Recensement Place de Borkum, nummerierte Auflistung von Festungswerken / Festungsbauten. 59 solche werden gezählt, davon 28 Artilleriebatterien; letztere teilweise sehr groß (Strand-, Dünen-, Wiesen-, Wattbatterie) und teils mit mehr als 20 einzelnen "Bunkern" versehen, einige davon nur mit Munitionsnischen. Ohne jetzt in jedem Detailplan alles abzuzählen, kann man davon ausgehen, dass bis 1918 über 200 "Bunker" gebaut worden waren...
Nebenbei: in dieser Liste werden die Infanteriewerke als "Ouvrages" bezeichnet an Stelle von "abri de combat".
 
Emden war ein großer Handelshafen
@Mittelalterlager und wie ich gerade eben erst gesehen habe:
Bereits im ersten Jahr nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 1. August 1914 spielte Emden zweimal eine Rolle im Seekriegsgeschehen: zum einen als Namenspate des Kreuzers Emden, zum anderen als derjenige Hafen, von dem das U-Boot auslief, das die Lusitania versenkte.
und
Die Kaiserliche Marine nutzte Emden als Kriegshafen, dort lagen Torpedoboote und U-Boote vertäut. Von seinem Stützpunkt Emden aus lief am 30. April 1915 das U-Boot U 20 unter dem Befehl von Kapitänleutnant Walther Schwiegeraus. Einen Tag später verließ das Passagierschiff LusitaniaNew York auf dem Weg nach Liverpool. Wenige Tage später wurde es vor der Küste Irlands von U 20 versenkt.[5] Der Untergang kostete 1198 Menschen das Leben und rief international, besonders in den bis dahin nicht als Kriegsteilnehmer beteiligten Vereinigten Staaten große Empörung hervor. Der später uneingeschränkte U-Boot-Krieg ließ die USA schließlich auf Seiten der Entente in den Krieg eintreten.
 
Ja, U-Boote, Torpedoboote und Räumboote sollten dort stationiert gewesen sein. Kleinere Einheiten lagen in einigen "zweitrangigen" Häfen.

Die Nordseewerke haben ja auch kleinere Marineeinheiten gebaut.
 
Ja, die leider üblichen Probleme bei der U-Boot-Bergung.

Man hatte zwar aus dem Unfall von U3 gelernt, aber insgesamt war so etwas ein schwieriges Unterfangen.
 
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Ja, U-Boote, Torpedoboote und Räumboote sollten dort (Emden) stationiert gewesen sein.
es soll eine sogenannte "zweite Halbflotille" in Emden stationiert gewesen sein. U 30 war in Emden repariert worden, fuhr dann nach Borkum, um dort die Druckprobe zu machen (Apfeld, Borkum, Festung im Meer S.31) Es sollen mehrere U-Boote und ein Torpedoboot zu dieser Zeit (um den 22.06.1915) auf der Reede auf Borkum gelegen haben
 
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