Baden, Württemberg, und Hohenzollern wurden zu Baden-Württemberg

Linde

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Wie stark ist das Bewusstsein in den drei Landesteilen an die frühere Identität noch?
Ich vermute, in Baden ist es am stärksten.
 
Eigentlich kann man da ja nur von 2 Landesteilen reden.

Würtemberg-Hohenzollern war ja eher ein recht kurzlebiges Kostrukt, dass erst nach dem 2. Weltkrieg gebildet worden war und nur ein paar Jahre existierte.

Ob es in den beiden Hohenzollern-Fürstentümern Sigmaringen und Hechingen jemals eine besondere Eigenidentität gab, weiß ich nicht, aber sie machen nur einen verschwindend kleinen Teil des heutigen Bundeslandes aus.

Zwischen Baden und Würtemberg scheint es eine ähnliche mehr oder minder folkloristische Lokalrivalität zu geben, wie zwischen Altbayern und Franken oder dem Rheinland und Westfalen. Jedenfalls hab ich aus der würtemberger Ecke schon ähnliche Sticheleien gegen die "Badenser" gehört, wie es das hier im Westfälischen gegenüber dem Rheinländer gibt. :)
 
Zwecks Raumgewinn im Eierkorb per pedes aktiv zu werden - zweifelsfrei eine kulturhistorische Errungenschaft, unbestreitbar genetisch* angelegter Erfindungsgeist. Als 8-jähriger Badenser habe ich mir mal die Beute aus den obersten Nestern in die Hosentaschen gestopft, mit hinabrinnendem Erfolg beim Abstieg von der Hühnerleiter im Hinkelhaus.
Vetrackterweise verhält es sich für den Badenser jedoch so, dass derlei Kunstfertigkeit auf die ostschwäbischen Bopfinger zurückzugehen scheint.
 
Zuletzt bearbeitet:
Über Baden lacht die Sonne, über Württemberg/Schwaben die ganze Welt.
Witze solcher Art gibt es immer noch. Die kommunalen Verwaltungen im früheren Württemberg oder gar Altwürttemberg waren bzw. sind (noch) gelegentlich und tendenziell etwas"strenger".

In pietistisch geprägten Gebieten Württembergs Richtung Baden galten die Badener ehemals als lebenslustiger, weltlicher, weniger fleissig, Das kenne ich noch aus den 70er Jahren, damals schon mit Humor tradiert.
 
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