Das Unglück am Djatlow-Pass

Für Rakitin spricht gegen eine Lawine, dass keine Lawinenspuren gefunden wurden sowie kein Schneebrett. Der Zustand des Zeltes weist keineswegs auf eine Lawine hin, sonst hätte es komplett einstürzen müssen. Die Verletzungen der Verwundeten wären außerdem viel zu selektiv, als dass sie von einer Lawine herrühren könnten. Auch wäre der Transport der verletzten Wanderer ins Tal unmöglich gewesen, ohne entsprechende Spuren zu hinterlassen.
Seit dem Vorfall wurden mehr als 100 Expeditionen in die Region unternommen, und keine davon meldete jemals Bedingungen, die eine Lawine hätten auslösen können.

Für mich sieht es noch nicht so aus!
Da Rakitin unter einem Pseudonym schreibt, ist es schwierig zu ermessen, um wen es sich handelt und woher seine Schlussfolgerungen rühren. Es kann sich schlicht um einen Verschwörungserzähler handeln. Auf der anderen Seite würde ich, wenn ich etwas über Unangenehmes den russischen Geheimdienst zu berichten hätte, das auch nur unter Pseudonym machen....
Was das mit dem Zelt anbelangt. Es gibt Bilder vom Lawinenunglück vom Basislager am Mt. Everest. Da sind auch nicht alle Zelte eingestürzt. Die Behauptung, es könne sich um kein Lawinenunglück handeln, weil das Zelt nicht vollständig eingestürzt sei, würde ich mit Vorsicht genießen.
 
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