Ich hatte einmal von einer Untersuchung der Häufigkeit von bestimmten Vornamen in der NS-Zeit gelesen und habe das mal mit Hilfe der KI recherchiert. Ich glaube dass dies ganz gut hier rein passt. Hier das Ergebnis:
Es gab keine Meinungsumfragen, aber eine Studie von Michael Wolfsohn und Thomas Brechenmacher.
Sie untersuchten für ihr Buch
„Die Deutschen und ihre Vornamen. 200 Jahre Politik und öffentliche Meinung“ Millionen von Geburtsregistereinträgen – unter anderem aus München und Berlin – um Vornamen als eine Art "Seismografen“ der politischen Gesinnung zu analysieren. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme lässt sich in den Daten ein sprunghafter Anstieg bei der Vergabe von Namen feststellen, die direkt mit der NS-Führung oder der Bewegung verknüpft waren. Horst war der beliebteste. Adolf, eigentlich schon aus der Mode gekommen schoss nach oben. Auch Hermann erlebte einen starken Aufschwung. Die Forscher werteten diese Welle als klaren Ausdruck einer echten, freiwilligen Zustimmung und Begeisterung in Teilen der Bevölkerung. Soweit jetzt nicht so überraschend, aber das spannendste Ergebnis der Studie ist jedoch, dass die Beliebtheit dieser "politischen“ Vornamen weit vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs drastisch einbrach. Schon ab 1937/1938 verlor der Name Horst massiv an Boden. Ab 1940/1941, mit den einsetzenden Härten des Krieges, stürzten die Vergabe-Zahlen für Adolf und Hermann regelrecht ab. Die Menschen verloren im Alltag die Begeisterung für das Regime. Gegen Kriegsende (1944/1945) waren Adolf und Horst in den Geburtsregistern fast vollständig in der Versenkung verschwunden. Stattdessen dominierten völlig unpolitische, traditionelle Namen wie Hans, Peter, Klaus oder Werner die Statistiken.
Das Fazit der Forscher Wolffsohn und Brechenmacher kamen zu dem Schluss, dass die Vornamengebung die tatsächliche Stimmung der Bevölkerung präziser widerspiegelt als offizielle Wahlergebnisse oder NS-Propaganda. Wer sein Kind Adolf oder Horst nannte, bekundete eine aktive Nähe zum Regime. Der rasche Niedergang dieser Namen mitten im Krieg zeigt jedoch, wie früh die innere Distanzierung und die Kriegsmüdigkeit der Deutschen einsetzten – lange bevor das Regime im Mai 1945 kollabierte.
Von daher glaube ich auch nicht, dass große Teile der Bevölkerung nach 1942/43 noch an den "Endsieg" geglaubt haben.
Quellen:
Es war nicht alles Horst. Auch andere germanische Namen wie Armin, Edda oder Edelgard florierten in den Jahren 1934–1945. Die Größen des NS-Regimes machten es bei ihren eigenen Kindern vor.
www.welt.de
Der Historiker Götz Aly hat zusammen mit Studenten untersucht, wie beliebt Hitler und die Nazis bei den Deutschen waren. Die Ergebnisse überraschen. Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE erklärt der NS-Experte, warum es um Hitlers Popularität schon im Sommer 1939 weitgehend geschehen war.
www.spiegel.de
www.zeitklicks.de